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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Wasser Für Die Elefanten (Film)


von anni95
04.05.2011
100 P
7
0
Tags: Wasser

Eigentlich wollten wir einen ganz anderen Film gucken, aber meine Freundin mag den Schauspieler Robert Pattinson sehr und überredete uns, “Wasser für die Elefanten” (Englisches Original: “Water für Elephants”) zu gucken. Ein Fehler?

Film
Vorlage: gleichnamiges Buch von Sara Gruen
Regisseur: Francis Lawrence
Hauptdarsteller: Robert Pattinson als Jacob Jankowski, Reese Witherspoon als Marlena Rosenbluth, Christoph Waltz als August Rosenbluth
FSK: ab 12


Handlung
Im Chicago der Gegenwart. Der Film beginnt mit einer Szene auf einem Zirkusplatz. Der über 90 Jahre alter Jacob Jankowski steht einsam herum. Der Platzaufseher holt ihn in die Kartenverkaufsstelle und unterhält sich mit ihm. In einer Rückblende wird das Leben des jungen Jacob Jankowski während der Großen Depression gezeigt.
Kurz vor seiner Abschlussprüfung (1931) zum Tierartz erhält er die Nachricht des Todes seiner Eltern. Ohne Geld und Eigentum läuft er davon und springt auf einen Zug- dem Zug des Zirkus' Benzinis. Dort wird er als Tierpfleger angestellt. Um wieder mehr Geld zu verdienen, kauft der Zirkusdirektor eine Elefantendame, Rosie, um die sich Jacob nun hauptsächlich kümmern soll.
Da der Film während der Großen Depression spielt, versucht der Direktor, an allen Enden Geld zu sparen: kranke Tiere werden nicht ersetzt, das Futter wird vom langem Lagern faulig, Menschen werden vom Zug geworfen, um Gehalt und Essen zu sparen.

Einige Stellen waren recht verstörend, weswegen der Film wohl erst ab 12 Jahren freigegeben ist. Neben mehreren Schlägereien und vielem Blutvergießen (zum Beispiel, als der Direktor Menschen aus dem Zug wirft) werden auch Tiere mehrfach brutal gequält.
Ein Dressurpferd lahmt. Ein Gnadenschuss würde es von seinem Schmerz erlösen. Der Direktor ist dagegen- das Pferd ist die größte Attraktion. Als der Tierpfleger doch schießt, muss ich weggucken.
Rosie, die Elefantendame, ist bockig, störrisch, und hört nicht. Sie wird mehrfach mit dem Elefantenhaken geschlagen und gestoßen, Blut fließt, das Tier heult auf.

„Obwohl das Zirkusdrama zur Zeit der großen Depression angesiedelt ist und die Kulisse wie eine längst vergangene Scheinwelt anmutet, zeigt sich der Film in Bezug auf die Tierszenen ungewollt realistisch. „Es wäre fatal zu glauben, dass sich für Zirkustiere in den letzten 80 Jahren etwas Entscheidendes geändert hätte. In Bezug auf die gezeigten Dressurdarbietungen und Haltungsbedingungen ist das nicht Hollywoodfantasie, sondern in vielen Ländern traurige Realität“, erklärt VIER PFOTEN - Geschäftsführerin Johanna Stadler.“

Das Halten von Tieren in Zirkus ist ein lange diskutiertes Thema. Aber wie sieht es mit Tieren am Set aus? Es gibt viele Filme, die wilde Tiere zeigen. In diesem speziellem Beispiel sah man Raubkatzen und Giraffen in kleinen Käfigen, Dressurpferde und natürlich Rosie, die Elefantendame

„Der Film hätte ein Mahnmal gegen den Missbrauch von Tieren im Zirkusmilieu sein können. Doch der Regisseur bedient sich einer ähnlich fragwürdigen Branche und setzt exotische Tiere am Set ein. Filmszenen verlangen Tieren immer harte Arbeit ab und verursachen oft psychisches Leiden.“

Nach Sehen des Films habe ich mich sofort auf die Suche nach Artikeln zur Haltung der Tiere in „Wasser für Elefanten“, fand aber lange Zeit nichts. Schließlich bin ich auf Facebook fündig geworden. Die offizielle Fanpage sagt aus, dass den Tieren kein Leid zugefügt wurde. Im Interview wird erwähnt, dass die Tiere sich gar nicht bewusst sind, dass sie vor der Kamera stehen, da der Dreh für die wie ein Spiel ist.
 

Eine weitere Facebook Seite Ruft zum Boykott dieses Films auf und gibt als Quelle die Internetseite www.vier-pfoten.de an. Diese Seite widerspricht der Fanpage zwar nicht, betont aber (siehe oben), dass der Dreh für Tiere sehr stressig ist und bittet, vor dem Kauf der Kinokarte noch einmal genau zu überlegen, ob man das wirklich möchte.


Die Geschichte ist zwar recht interessant und es ist gut zu sehen, wie es in Zirkussen zugeht, sodass man seine Meinung zu Tieren als Attraktionen eventuell ändert. Trotzdem hätte ich mir den Film nicht angesehen, wenn ich diese Informationen gehabt hätte. Eine bessere Möglichkeit ist vermutlich, das Buch zu lesen.

 

Quellen
http://www.moviemaze.de/filme/3922/water-for-elephants.html
http://www.facebook.com/WaterforElephantsMovie
http://www.facebook.com/WaterforElephantsMovie#!/pages/Boykottiere-Wasser-f%C3%BCr-die-Elefanten/198660366838083
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1227&idcontent=4101&language=1
http://www.movie-infos.net/galerie_categories.php?cat_id=1704
 

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Kommentare (7)
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23.07.2011
Hanja hat geschrieben:
wow
ich hab mir ehrlichgesagt noch nie gedanken darübergemacht wie es den tieren in Filmen so geht und jetzt bin ich geschockt!!
es ist auf jedenfall mal eine Disskusion wert, wenn nicht mehrere
aber ich hoffe, dass die tiere am set zumindest in diesem film einigermaßen gut behandelt worden sind, aber sonst wäre ja auch die aussage des flims (zirkustieren werden gequält...) irgendwie sinnlos ausserdem hoffe ich, dass sie das Pferd entweder "mit der technik/Computer erschossen haben" oder dass das Pferd nicht wegen dem Film sterben musste, sondern schon vorher irgendeine schmerzhafte/ nichtheilbare Krankheit hatte und desswegen erschossen werden musste!!!
ansonsten wäre das sehr schlimm und traurig.

man findet immer mehr Gründe sich für die Menschheit und ihre Taten zu schämen! das ist einfach nur traurig!!
06.05.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
kling sehr interessant,aber ich glaube der Film ist etwas grausam,immer hin,dort erschist jemand ein Pferd,und Tiere werden Gekwält,ich kann mir sowas nicht ankuken,ich fang ja schon an zu Heulen wenn jemand in einer Serie stirbt,wie der Gorlia Stif Vater von Tarsan,ich bin eben ne Heulsuse
05.05.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Guter Bericht, vor allem der Teil mit den Tieren am Set war interessant... ich hatte auch mal gesucht und nicht allzu viel gefunden. Ich werde lieber nicht ins Kino gehen, der Film interessiert mich sowieso nicht besonders...
05.05.2011
Pandaholicc hat geschrieben:
Erstmal danke für den Bericht! Klingt recht interessant.
Aber @Cookie: Wäre wohl seht sinnlos sich extra dafür Wälder zu kaufen ^^
Für die Produzenten ist es leichter alles am PC zu machen.
05.05.2011
Cookie hat geschrieben:
Toller Bericht, find ich gut, dass du dir auch Gedanken um die Hintergründe des Films machst! :) Von der Handlung her würde er mich jetzt glaub ich net so interessieren, also brauch ich auch keine Karte kaufen und en schlechtes Gewissen haben. @Gluehwuermchen: Waldbrände in Filmen werden glaub ich (hoff ich!) computeranimiert. Oder?! :-O Ich mein, die können ja net einfach ma nen Wald abfackeln... oder auch nur nen Baum... Wär aber echt mal interessant, das rauszufinden!
04.05.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Das habe ich mich auch schon oft gefragt: Was sind das eigentlich für Tiere, die in den verschiedensten Filmen gequält werden? Was sind es für Bäume, die theatralisch abgefackelt werden? Was sind es für Brände und Explosionen, die noch mehr Dreck in die Luft pulvern ? Nur für ein paar blöde Filme ?
Das kann doch irgendwo nicht sein!
04.05.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Den Bericht finde ich persönlich seeehr toll :)
Eine interessante Nachforschung, und dazu noch gut geschrieben !

Ich selbst wollte mir den Film ansehen, natürlich bedenkenlos, da ich nicht wusste, dass darin doch so viele Tiere vorkommen...
Ich bin selbst Vegetarierin und versuche Tieren zu helfen und dank des Berichts werde ich mir den Film jetzt nicht ansehen, sondern das Buch lesen !
(Ich lese eh viel lieber^^)

Zu der Tierhaltung bin ich der Meinung, dass die Tiere es nicht allzu gut haben, da sie doch enormen Stress ausgesetzt sind. Lärm, viele Menschen, ungewohnte Umgebung...

lG, Athanasia
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