Rette mit uns bedrohte Natur!


Deine Hilfe für


eine schöne Welt


Jetzt Mitglied werden!
© Alexei Ebel / WWF-Canon
Was wir von der Natur lernen können (3/4) - Eins sein mit Allem-was-ist


von Zerschmetterling
25.06.2014
74 P
7
0

Wir Menschen haben den Planeten aufgeteilt. Wir haben Grenzen gezogen.
„Dieses Land gehört den Deutschen, dieses den Japanern, das dort drüben den Kubanern und das gleich nebenan den Franzosen.“
Doch diese Grenzen sind in Wirklichkeit überhaupt nicht da! Allein unser Denken lässt es zu, dass wir uns voneinander abtrennen. Aber was viel eher der Wahrheit entspricht, die einige nicht sehen mögen oder können, ist, dass wir alle in einem Boot sitzen. Entweder schippern wir gemeinsam über die See, oder gehen gemeinsam unter.

Ein Beispiel:
Der weltgrößte, zusammenhängende Regenwald in Brasilien, der nicht zu Unrecht als grüne Lunge der Erde bezeichnet wird. Momentan filtert er unser aller Luft, regelt unser aller Klima. Er denkt sich nicht: „Ich steh in Brasilien, also wirke ich auch nur hier.“
Er ist ein Geschenk an die gesamte Erde. Leider ist er durch Abholzung gefährdet. Doch so wie er uns jetzt allen Gutes tut, werden die Auswirkungen der Abholzung ebenfalls jeden von uns treffen.

Auch die Folgen der Atomkraftwerkkatastrophen, wie Tschernobyl und Fukushima, machen an unseren erdachten Grenzen nicht Halt.
Im übertragenden Sinne hält es sich wie folgt: Stürzt in Asien etwas ein, spüren auch die Europäer die Erschütterung. Machen die Afrikaner etwas kaputt, müssen auch die Australier helfen, es zu reparieren. Wird es in der USA brenzlig, qualmt es auch in der Antarktis.
So sind wir nicht nur für uns selber verantwortlich. Oft mag es stimmen, dass etwas unser eigenes Süppchen ist, welches wir uns selbst gekocht haben und auch selber wieder auslöffeln müssen. Meistens jedoch, stehen wir in einer Art Gemeinschaftsküche. Dann versalzen wir auch unserem Nachbarn die Suppe.
Greifen wir beispielsweise zu Fleisch aus Massentierhaltung, sind wir dafür verantwortlich, dass Regenwald für Sojaanbauflächen abgeholzt wird, Tiere gequält werden, wirtschaftliche Probleme in Afrika auftreten, weil Reste dort billig verscherbelt werden und somit die einheimischen Bauern weniger verkaufen, und der Co2-Austoss in die Höhe getrieben wird.
Wenn dann jemand sagt, es sei seine alleinige Entscheidung zu welcher Wurst er greife und andere sich daran nicht zu stören bräuchten, stimmt das nur bedingt. Die Zusatzstoffe und Antibiotika, die er über diese Nahrung aufnimmt, kratzen tatsächlich nur an seiner eigenen Gesundheit. Aber die oben aufgeführten Auswirkungen zeigen, dass diese Einkaufsentscheidung weit mehr wiegt, er nicht alles alleine trägt, sondern die Lasten auf mehren Schultern verteilt sind.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, ein Teil des Kreislauf des Lebens, dass alles zusammenhängt, jeder mit jedem verbunden ist.
Nur weil die Plantagenarbeiter die Bananen anbauen, kann ich sie zur Stärkung zu mir nehmen. Nur, weil es von der Natur aus eine ausgeglichene Anzahl an Fleisch- und Pflanzenfressern gibt, hält sich das Gleichgewicht. (Anmerkung: Von Natur aus besteht eine Balance. Der Mensch zählt sich leider nicht mehr zur Natur. Das und die daraus resultierenden Verhaltensweisen, bringen das Ungleichgewicht.) Nur, weil die Sonne und der Regen sich, beinahe wie ein eingespieltes Team, abwechseln, konnte eine so blühende Flora entstehen. Nur, weil die Pflanzen unsere Luft filtern, können wir frei atmen. Nur, weil Mutter Erde uns fruchtbaren Boden geschenkt hat, können wir uns ernähren. Nur, weil die Vögel ihre Lieder singen, ist die Welt um unzählige, fröhliche, einzigartige Klänge reicher. Nur, weil der Mond da oben die Gezeiten steuert, gibt es hier unten Ebbe und Flut.

Wir sind eins mit Allem-was-ist. Das ist wunderschön und bietet uns viele Chancen. Besinnen wir uns auf die Natur, lernen wir von ihr, dem ureigenen Rhythmus wieder zu folgen, sodass wir alle gemeinsam einen Tanz tanzen können.

Weiterempfehlen

Kommentare (7)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
29.06.2014
Line hat geschrieben:
Ich finde die Aussagen und Gedanken in diesem Bericht total schön. Es tat wirklich gut ihn zu lesen. All deine Punkte sind in sich schlüssig und richtig. Allerdings hatte ich nach der Aussage am Anfang eine etwas andere Richtung erwartet. Ich weiß, dass ich nicht besser oder auch nur annähernd so gut schreiben kann und ich möchte nicht, dass du das falsch verstehst. Mir liegt lediglich die Wahrheit am Herzen und deshalb sage ich dir, dass mir dieser Teil deiner Reihe am wenigsten zugesagt hat.
27.06.2014
Sunlight hat geschrieben:
Ein richtig schöner Bericht, voller guter Gedanken! :)
27.06.2014
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Danke für den wunderbaren Artikel! Du hast absolut Recht und es war schön ihn zu lesen :)
26.06.2014
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Danke für diesen tollen Bericht, es war eine Freude ihn zu lesen - gerade weil du absolut das sagst, was dazu gesagt werden muss! :-)
25.06.2014
thinkgreen26 hat geschrieben:
Ein super Bericht! ^^
Wie schon gesagt hast du das Thema genau auf den Punkt gebracht. :)
25.06.2014
Lisa18 hat geschrieben:
Vielen Dank für den wunderschönen Bericht! Ich bin echt sprachlos! Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht und das ist wahrhaftig eine Kunst!
25.06.2014
Christoph5115 hat geschrieben:
Hey du hast recht! schöner Beitrag thx;))))
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_221.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen