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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Was Tiere fühlen - Teil 2


von Zerschmetterling
10.06.2012
74 P
6
0
Tags: Tiere

FRÖHLICHKEIT UND GLÜCKSEMPFINDEN
Spiel ist mehr als nur das Erlernen von Fähigkeiten - es ist Spaß.
Tierkinder empfinden Freude - und manche Lachen sogar.

So erfreuen sich Ohrenrobben, Erwachsene so wie die Kleinen, daran Algen ins Wasser zu schleudern und wieder zu fangen. Die Jungtiere machen sich so auch mit dem Element Wasser vertraut. Wie Menschenkinder auch, lernen Tiere soziales Verhalten im Spiel.
Wesen die kaum in der Gruppe integriert sind, tun sich bei der Verführung schwerer und bauen nicht so leicht Beziehungen auf.
Was der frechen Ohrenrobbe schlicht und einfach nur Spaß bereitet, ist es einen Mondfisch zu ärgern. Diese sind ungenießbar, aber das fantasievolle Necken bereitet großes Vergnügen.

Tiere tollen aus purem Übermut herum oder erlauben sich einen Scherz mit dem Nachbarn.
Pinguine springen von Klippen ins Nass, Eisbären schlittern vergnügt auf dem Eis entlang und erwachsene Makaken spielen mit den von den Jungtieren gefertigten Schneebällen

Natürlich gibt es auch andere Anlässe zur Freude. So freute sich ein Schimpanse über den Nachwuchs eines Familienmitgliedes. Als er an der neu gewordenen Mutter vorbei kam, stieß er einen Freudenschrei aus und umarmte gleich zwei Artgenossen, die in unmittelbarer Nähe standen.
Pferde pflegen sich untereinander das Fell und kleine Tiger reißen noch kleinere Bäumchen aus.

Auch Sonnenaufgänge werden von Schimpansen wahrgenommen. Sie genießen diesen Anblick förmlich.
Generell kann man sagen, dass Menschen mit Tieren Emotionen wie Sexualität, Hunger, Beschützerinstinkt, Wut, Niedergeschlagenheit, Schmerz, aber auch Freude und Vergnügen teilen.
Sie werden von den selben Molekülen und Hormonen ausgelöst.
Nur eben auf unterschiedliche Art und Weise.
Ein Pferd wird sich wohl kaum für Picasso interessieren, aber dafür schlägt das Pferdeherz bei einem Luzernenfeld höher.
Und die Freude ist ebenso intensiv, wie die eines Kunstfans der gerade ein Monet ergattern konnte.

Aber nun mal wieder zu den Tierkindern.
Während ein Waljunges lieber bei seiner Mutter spielt, nimmt das Katzenkind auch schon mal Reißaus und stürzt sich auf das vom Wind umher wehende Blatt.

Und wer kugelt sich vor Lachen?
Nicht nur Großprimaten wie Schimpansen.
Nein, auch Katzen, Hunde und Ratten.

Tja, und wenn mal Langeweile aufkommt. - Dann muss man schleunigst etwas dagegen unternehmen. Das dachte sich auch ein Papagei der sprechen konnte.
Er rief zum Fenster hinaus: „HILFE, HILFE, MÖRDER!“
Die Polizei, die von Nachbarn alarmiert wurde, war sofort zur Stelle und brach die Wohnungstür auf. Zur größten Freude des vereinsamten Vogels.

MORAL
Tiere helfen sich untereinander und lieben sich. Auch in Form der Nächstenliebe. Sie handeln zielgerichtet, haben Mitleid und empfinden Empathie.
Füchse zum Beispiel zeigen sich gerne kooperativ und hilfsbereit. Egal ob sie in einer Gruppe oder als Paar leben.

Im Zoo von Milwaukee gibt es ein blindes Bonobo - Weibchen, welches von einem Männchen betreut wird und an der Hand durch das Labyrinth der Gebäude geführt wird.
Im Zoo von Chester brachte ein Bonobo – Weibchen einen Vogel wieder zum Fliegen, indem sie auf einen Baum kletterte und die Flügel des Vogels ausbreitete und ihn sacht in die Luft warf.
Koalas zeigen in sich in freier Wildbahn als eher aggressive Einzelgänger.
In Gefangenschaft jedoch rücken sie zusammen und geben sich gegenseitig Halt.
Elefantenkälber erhalten viel Zuwendung. Und wenn die Mutter verstirbt, wird das Kleine oft adoptiert.
Auch Gnus und Zebras ziehen gemeinsam durch die Savannen. So können sie ihren Fressfeinden besser die Stirn bieten.

Wir alle kennen sicherlich die eine oder andere Geschichte über Delfine.
So habe auch ich eine parat:
Ein Delfin verteidigte einst einen australischen Surfer, der von einem Hai attackiert wurde, indem sie ihn gegen den Hai verteidigte.
An dieser Stelle: Haie sind keine Monster. Lediglich neugierig. Der Hai wollte wohl nur mal gucken. Klar das so ein Testhappen eines so großen Mauls gefährlich werden kann.

Was ebenfalls von großen Zusammenhalt zeugt, ist die Hilfsbereitschaft und der Einsatz für Artgenossen.
Eine sechsköpfige Wolfsfamilie zum Beispiel befreite mit vereinten Kräften ein Junges, welches in eine Falle getappt ist. Auch Delfine helfen sich in Not. So rissen Artgenossen gemeinsam ein Loch in ein Schleppnetz um den Freund zu befreien. Anschließend brachten sie ihn an die Oberfläche, damit er Luft schnappen konnte.
Pottwale wiederum scharen sich um harpunierte Familienmitglieder, wobei sie sich selber in hohe Gefahr bringen.
Beim Säbelschnäbler, einer Stelzvogelart, fängt das Männchen bei drohender Gefahr an zu hinken und einen Flügel schleifen zu lassen, um die Feinde auf sich zu locken.

Und wer meint, Tiere seien rein instinktgesteuert, dem liefere ich den Gegenbeweis:
So hat man mal einem Tiger ein junges Zicklein gegeben. Die Großkatze fastete lieber zwei Tage. Am dritten Tag verlangt er so heftig nach Nahrung, dass er den Käfig zerbrach, in dem er saß.
Das Zicklein rührte er auch jetzt nicht an.

Menschen sind Tiere. Menschen haben Instinkte wie die Tiere. Sie richten sich danach, oder gehen wie der Tiger dagegen an. Nur weil wir uns über so unsagbar viele Dinge den Kopf zerbrechen, an Plänen arbeiten die uns aus selbstgeschaffenen Problemen hinaus helfen sollen, also viel mit dem Kopf arbeiten – oder ihn uns bereitwillig bei Mathe verletzten, bedeutet das nicht, dass wir höher entwickelt sind.
Im Gegenteil. Schlau sind die Tiere, darauf zu verzichten.
Wir sind ein ganz normaler Teil der Tierwelt.
„Aber wir können ins All fliegen.“, werden einige jetzt sagen.
„Na und?? Was soll ich denn im All?“, wird die Tierwelt antworten. „Ich will lieber leben. Und zwar hier und jetzt.“

 


All diese Geschichten und mehr sind in dem Buch WAS TIERE FÜHLEN von Karine Lou Matignon zu finden.

Bild - Link:http://www.wallpage.ru/imgbig/wallpapers_37530.jpg

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Kommentare (6)
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15.06.2012
MaRgIt hat geschrieben:
Aber wir können ins All fliegen., werden einige jetzt sagen.
Na und?? Was soll ich denn im All?, wird die Tierwelt antworten. Ich will lieber leben. Und zwar hier und jetzt.
Ein tolles ZItat =) und ein toller Bericht =)
15.06.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
12.06.2012
Julia018 hat geschrieben:
Men sieht ja immer wieder, dass Tiere Tierbabys von anderen annehmen.
Letztens habe ich im Fernsehen gesehen, dass eine Hündin Tigerbabys angenommen hat und sie gefüttert und gepflegt hat. Super toll sowas :)
12.06.2012
pauliconni hat geschrieben:
Ein wahnsinnig toller Bericht! So stell ich mir einen Bericht über Tierverhalten vor. Wahnsinnig gute Arbeit, echt toll gemacht :)
11.06.2012
raubkatze hat geschrieben:
Dein Bericht ist echt interessant und gut gelungen!
11.06.2012
Viveka hat geschrieben:
Interessante Informationen!
Es gibt immer wieder Menschen, die glauben, Tiere würden nur dumm gehorhcne und nichts verstehen, aber wie man sieht, liegen die falsch!
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