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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Was Tiere fühlen - Teil 1


von Zerschmetterling
09.06.2012
74 P
12
0
Tags: Tiere

LUST UND LIEBE
Nicht nur Menschen kennen Liebe und Leidenschaft.
Andere Tierarten empfinden diese Gefühle ebenso, und auch außerhalb der Paarungszeit.

Am Anfang steht die Verführung, dann die Annäherung und schließlich die Vereinigung oder Partnerschaft.

Ein beliebter Lockstoff ist der Geruch. Ein männlicher Bär zum Beispiel, der durch den Geruch eines Weibchens angelockt wird, macht sich sofort auf die Suche nach ihr.
Aber was genau riecht denn da so toll?
Es ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen Molekülen: den Pheromonen.
Und auch beim Menschen kann die Liebe durch die Nase gehen.

Raubtiere wie Tiger und Puma betören ihren Ausgewählten mit Liebesblicken.

Und wenn Mann Frau gefunden hat, wird nicht selten getanzt. Bei vielen Vögeln wissen wir das ja schon. Aber auch Braunbären, Wölfe und Füchse vergnügen sich tagelang mit Paarungstänzen, die sehr rhythmisch sind.
Tja, und reicht auch das noch nicht, werden eben Geschenke gemacht.
Der Falke füttert seine Angebetete in vollem Flug, der Erdkuckuck schenkt seiner Liebsten eine Eidechse und der Wanderalbatros besticht nicht nur mit Gaben, sondern beweist auch noch eine Engelsgeduld. Bis zu drei Jahre wirbt er um das Weibchen, bis sich das verliebte Paar endlich lebenslang zusammenfinden kann.

Ja, und dann?
Dann wird geschmust und sich geliebt.
Delfine umarmen, berühren und küssen sich und murmeln dabei lustvoll.
Und Elefanten streicheln sich stundenlang die Rüssel.

Und wenn die Paarung vollzogen wurde?
Dann trennen sich nicht immer die Wege.
So bleibt die männliche Präriewühlmaus beim Weibchen und liebkost sie, glättet ihr das Fell und bewacht sie eifersüchtig.
90% aller Vögel bilden eine lebenslange Partnerschaft, während bei Säugetieren nur bis zu 5% einen dauerhaften Partner wählen – die Menschen gehören auch dazu.
Auch wenn Seitensprünge nicht immer ausgeschlossen sind, sind auch Wölfe untröstlich wenn der Partner verschwindet oder stirbt.
Damit das weibliche Eichhörnchen bloß nicht fremd geht, ist der Herr immer bedacht ein scharfes Auge auf seine Frau zu haben.

MUTTER UND KIND
Hier erstmal eine Geschichte die schon sehr viel über die Bindung von Tiermüttern zu ihren Kindern verrät:
In England wurden auf einem Markt die Mutterkuh Blackie und ihr Kalb verkauft. Jeweils an verschiedene Höfe. Doch kaum war Blackie auf der Weide des neuen Zuhauses, sprang sie über den Zaun und lief zu ihrem Kalb, welches gut 10km entfernt in einer ihr vollkommen unbekannten Gegend war.
Doch schon am nächsten Morgen säugte das Kleine zufrieden am Euter ihrer Mutter.

Pandamütter wiegen ihr Junges in den ersten Wochen unablässig in ihren Armen.
Und oft ist die Mutter mit der Aufzucht der Kleinen auch nicht allein:
Beispielsweise bei Kojoten, Gibbons, Belugawalen, Bibern und bekanntermaßen Wölfen kümmert sich die ganze Familie. Auch bei Wild – oder Hausschweinen werden die quirligen Kinder von mehreren beäugt.

Und auch zwischen Eltern und Kindern spielt die Kommunikation eine große Rolle.
So erkennen Pinguine ihre Babys am Ton. Bei bis zu 1.000.000 Individuen können sie ihr eigenes Kind, ohne die Möglichkeit die individuellen akustischen Signale zu vernehmen, nicht wiedererkennen.
Das haben unangenehme Tests von neugierigen Menschen belegt, die den Tieren die Ohren mit Wachs verstopften.

Die Bindungen die die Kinder zu ihren Eltern hegen, ist unterschiedlich lange.
So bleibt das Orang-Utan – Baby bis zu 7 Jahren bei der Mutter.
Und auch bei Wildschweinen schmiegt man sich noch nach einem Jahr zum Schlafen eng aneinander.

Es es nicht alles zweckbestimmt was zwischen Eltern und Kindern vor sich geht.
Klar dient es einem Zweck, wenn Katzen, je nach Größe ihrem Kind Mäuse oder Gazellen zum Spielen und Lernen fangen oder die Jungtiere verschiedener Arten genau beobachten müssen, was die Großen so machen.
Aber die Liebe der Tiere kommt von Herzen.
Das kann man auch an den innigen Liebesbekundungen von Mutter und Kind von Einzelgängern, wie den meisten Raubkatzen (Tiger, Leopard, Geopard) erkennen, die sie sich selbst nach jahrelanger Trennung bei einem Wiedersehen zeigen.


All diese Geschichten und mehr sind in dem Buch WAS TIERE FÜHLEN von Karine Lou Matignon zu finden.

 

Bild - Link: http://www.acuteaday.com/blog/wp-content/uploads/2011/03/Panda-and-baby.jpg

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Kommentare (12)
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12.06.2012
Julia018 hat geschrieben:
Das ist immer wieder toll zu sehen und zu hören, dass Tiere fühlen.
Finde es immer wieder erstaunlich, wie Tiere zueinander sind aber auch wie Tiere zum Menschen sind :).
10.06.2012
Anni09 hat geschrieben:
Echt total süß geschrieben :)

Es ist auch anmaßend zu behaupten Menschen seien die einzigen Wesen die lieben können. Es ist doch was ganz natürliches und daher nachvollziehbar das es in der Tierwelt genauso ist.

Danke für den Bericht! Hoffentlich konntest du damit alle Kritiker die denken das Tiere haben keine Gefühle überzeugen :D
10.06.2012
Viveka hat geschrieben:
Toller berciht!
Und der Mensch stellt sich immer auf einen Sockel und denkt er wäre etwas besonderes...
10.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Der Mensch unterscheidet sich doch nicht so stark von anderen Tieren.
10.06.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Irgendwo sind alle Lebewesen gleich :)
09.06.2012
WolfSchlucht hat geschrieben:
Süß
09.06.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Schön :)) Toller Bericht- danke!
09.06.2012
midori hat geschrieben:
Einfach nur schön - und lesenswert! :o)
09.06.2012
Alexbeppo hat geschrieben:
Schöner Bericht, echt toll! Vieles wusste ich nicht und war echt interessant.
09.06.2012
Puma hat geschrieben:
Ich wusste doch,dass meine ehemalige Geschilehrerin Unrecht hatte!!!Sie behauptete,Tiere könnten nichts außer Hunger oder so was spüren.Glücklicherweise hab ich ihr von Anfang an nicht geglaubt!!! :))
09.06.2012
Franzichen hat geschrieben:
toller Bericht ;)
Da sieht man mal wieder das der Mensch sich gar nicht so viel von den Tieren unterscheidet :)
09.06.2012
pauliconni hat geschrieben:
echt schöner Bericht, aber mir hat der Bezug zu den verschiedenen Hormonen an weiteren Stellen gefehlt.. zum Beispiel werden genau so viele Hormone verschüttet bei Menschen und auch Tieren. :)
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