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Was Krieg,Medizin und Kosmetik gemeinsam haben ? TIERVERSUCHE !


von Hannnah
05.07.2010
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Tierversuche

 

 

Das ist ein Auszug aus einem Referat  das ich in Religion gehalten habe...

 

 

 

Tierversuche allgemein

 

Nach dem deutschen Tierschutzgesetz(§7 Abs.1) wird der Begriff „Tierversuch“ folgendermaßen definiert:

 

Eingriffe oder Behandlungen an Tieren , wenn sie mit Schmerzen , Leiden oder Schäden für diese Tiere verbunden sein können.

·      Eingriffe oder Behandlungen am Erbgut von Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die erbgutveränderten Tiere oder deren Trägertiere verbunden sein können.

Die Thematik Tierversuche lässt sich im Allgemeinen in drei große Sparten einteilen:

Tests an Tieren, um die Wirkung von Inhaltsstoffen zu untersuchen, die in der Kosmetik ihre Verwendung finden, dann Tierversuche in der Kriegsforschung und schließlich auch Experimente an Tieren zu medizinischen Forschungszwecken, wie zum Beispiel das Testen neuer Medikamente und Therapiemethoden vor allem auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen.

 

Tierversuche in der Kosmetik

Inhaltsstoffe von Kosmetika können bei Menschen Hautausschläge oder andere Auswirkungen haben, deshalb werden sie an Tieren getestet, um sicherzugehen, dass solche „schädlichen“ Produkte gar nicht erst auf den Markt kommen. Folgen für die Tiere könnten dabei zum Beispiel sein: Haarausfall(bis hin zur völligen „Nacktheit“),ebenfalls Hautausschläge,Beeinträchtigung des Immunsystems oder sogar völliges Erblinden.

 

Tierversuche in der Kriegsforschung

Früher wie heute werden Lebewesen, vor allem Schweine oder Affen, dazu benutzt die Kriegsforschung voranzutreiben, indem man Waffen an ihnen testet. Das Untersuchen der Effektivität von tödlichen Waffen mit Hilfe von Tieren hatte zur Zeit des Nationalsozialismus, aber auch noch während des gesamten Kalten Krieges Hochkonjunktur.

 

 

 

Schweine wurden beispielsweise vor allem in Ost- und Nordeuropa als lebendige Zielscheiben verwendet, um die Treffsicherheit neu entwickelter Maschinengewehre zu erproben. Heute werden fast keine tödlichen Waffen mehr an Tieren getestet, was wohl daran liegt, dass die Angst vor einem weiteren Weltkrieg fast völlig verebbt ist.

Doch auch Waffen, die nicht unbedingt den sofortigen Tod der Tiere mit sich bringen, können größte Qualen für die Versuchsobjekte bedeuten. Die US-Armee setzte Affen noch bis weit in die sechziger Jahre hinein radioaktiver Strahlung aus, verpasste ihnen Elektroschocks und lies sie anschließend bis zur völligen Erschöpfung auf Tretmühlen laufen, um die möglichen Folgen eines Atomkrieges für den menschlichen Organismus herauszufinden.

In der heutigen Zeit, und sogar von der deutschen Bundeswehr, werden immer noch neue Methoden an Tieren getestet, wie zum Beispiel das Beschallen von Ziegen mit einer Lautstärke von 167 Dezibel, was zum sofortigen Platzen des Trommelfells führt.

 

Diese beiden Arten von Versuchen an Tieren sind gesetzlich verboten!

Ausschnitt aus dem deutschen Tierschutzgesetz (§7, Abs.4 und 5):

 

„Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen, Waschmitteln und Kosmetika sind grundsätzlich verboten.“

„Tierversuche zur Entwicklung oder Erprobung von Waffen, Munition und dazugehörigem Gerät sind verboten.“
  

 

Tierversuche in der Medizin

Im Allgemeinen werden solche Versuche an Tieren durchgeführt, um Medikamente oder einzelne Inhaltsstoffen zu testen , zu verbessern und um herauszufinden ,ob sie auf den Menschen anwendbar sind.

                          

 

Die Tierarten, die am meisten dafür verwendet werden sind solche, die entweder in großen Mengen vorhanden sind (Mäuse, Ratten, andere Nager), die leicht zu züchten und vor allem „umzuzüchten“ sind (Hunde, Katzen), die generell als Nutztiere gedacht (meistens die, die zum Verzehr gezüchtet sind)und damit schon aufgrund ihrer Existenz zum Tode verurteilt sind (hauptsächlich Schweine) und natürlich solche Tiere, deren Organismus des des Menschen sehr ähnlich ist (Affen).

 

Laut deutschem Gesetz sind Tierversuche nur in den folgenden vier Fällen erlaubt:

 

·         Vorbeugen, Erkennen oder Behandeln von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder körperlichen Beschwerden oder Erkennen oder Beeinflussen physiologischer Zustände oder Funktionen bei Mensch oder Tier,

·      Erkennen von Umweltgefährdungen,

·      Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Unbedenklichkeit für die Gesundheit von Mensch oder Tier oder auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Schädlinge,

·      Grundlagenforschung.

  (§ 7, Abs. 2, TierSCHG)

Aufgrund dieser gesetzlichen Regelungen kann man sagen, dass Versuche an Tieren zu medizinischen Forschungszwecken in Deutschland generell erlaubt ist.

Es ist Fakt, dass jährlich über 100 Millionen Tiere  bei Versuchen sterben, wobei man anmerken muss dass die Verteilung auf die schon genannten drei Teile sich von früher zu heute stark verändert hat. Während damals vor allem Experimente in der Kriegsforschung überwogen, ist es heute die Medizin, die sich die größte Zahl an toten Tieren zuschreiben kann. Generell kann man sagen,dass die Anzahl der durchgeführten Versuche in Deutschland bis in die achtziger Jahre stetig  angestiegen, dann aufgrund einer 1981 eingeführten Versuchstiermeldeverordnung von 2,6 auf 1,5 Millionen gesunken ist und nun wieder ein stetiges sogar ziemlich schnelles Wachstum anstrebt.

 

Es gibt immer mehr Vereinigungen (z.B Tierschutzverbände) oder auch Einzelpersonen, die sich öffentlich gegen Tierversuche aussprechen. Ihr häufigstes Argument ist natürlich, dass die Tiere leiden und gequält werden.Nicht nur während den Versuchen werden sie förmlich gefoltert, sondern auch danach, denn in vielen Fälle tragen die Tiere Folgeschäden mit sich die ihre Lebensqualität erheblich vermindern, insofern sie nicht gleich bei dem eigentlichen Versuch gestorben sind. Dazu kommt, dass sie nicht selten vor und nach den Versuchen unter schlechten Lebensbedingungen mit extrem vielen Artgenossen auf engstem Raum und mit schlechter Versorgung ,vor allem was Nahrung betrifft, leben.

Ein weiteres wichtiges Argument ist der Fakt, dass Tiere und Menschen im Grunde sehr unterschiedliche Organismen haben. Das Bedeutet, dass die Übertragbarkeit der Testergebnisse vom Tier auf den Menschen keinesfalls gegeben ist. Bestes Beispiel hierfür ist der Contergan-Skandal: 1957 brachte die Firma Grünenthal das Beruhigungsmittel Contergan mit dem Wirkstoff Thalidomid auf den Markt. Die Firma bestätigte mehrfach, dass das Medikament gründlich an Tieren überprüft wurde und somit sichergestellt sei, dass es sogar für Schwangere geeignet wäre.

 

 

In den darauf folgenden Jahren wurden mehr als 5000 Kinder mit schwersten Missbildungen oder fehlenden Körperteilen geboren, deren Mütter alle während ihrer Schwangerschaft das so „sichere“ Contergan zum besseren Einschlafen konsumiert hatten. Somit ist klar bewiesen, dass das Ausprobieren von Medikamenten an Tieren relativ wenig Sicherheiten bietet.

Ebenfalls häufig angesprochen werden mögliche Alternativen zu Tierversuchen, die einen möglichen Kompromiss zwischen beiden Extremen bilden könnten. Die medizinische Forschung ist in diesem Bereich in den letzten Jahren sehr schnell vorangekommen und hat zahlreiche Methoden entwickelt, die gut auf den Menschen übertragbar sind und für die gleichzeitig keine anderen Lebewesen leiden oder gar sterben müssen.

 

 

Einflussnahme auf Zahl der Tierversuche

Wer kann auf die Durchführung von Tierversuchen in der Medizin Einfluss nehmen und durch welche Maßnahmen kann dies erreicht werden?

Im folgenden Diagramm soll klar werden, von was die Anzahl der durchgeführten Tierversuche abhängen kann.

 

 

 

Der Staat macht die Gesetze

 

Der Staat kann durch Gesetze einiges tun, um die Tierversuchsrate zu vermindern.

Natürlich könnte er es auf direktem Wege einfach verbieten oder die Regelungen was das Verbot von Experimenten mit Tieren angeht verschärfen, eine andere Methode könnte man aber auch im „indirekten Weg“ sehen. Der Staat hat die Möglichkeit durch Gelder oder sonstige Unterstützung zum Beispiel die Forschung nach Alternativmethoden zu fördern.

Natürlich gibt es auch staatliche Maßnahmen, die genau das Gegenteil bewirken. So hat zum Beispiel die gesetzliche Absicherung von pharmazeutischen Unternehmen, die Tierversuche durchführen, im Fall von unvorhergesehenen Nebenwirkungen, stark zu einer vergrößerten Versuchsrate beigetragen.

 

Beim Unternehmen selbst liegt die Entscheidung

 

Das pharmazeutische Unternehmen hat die Qual der Wahl: Entweder die günstige Variante mit Tierversuchen oder die teure tierfreundlichere. Faktoren die bei dieser Entscheidung eine Rolle spielen sind ganz klar zum Einen die Bereitschaft in die teuren Alternativmethoden zu investieren und zum anderen die ethische und moralische Einstellung des Unternehmers selbst.

 

Die Privatperson fördert durch Konsum

 

„Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt.“ Aber Angebot und Nachfrage bestimmen sich auch gegenseitig, denn ist die Nachfrage groß, so steigt auch das Angebot. Nicht anders verhält es sich mit Medikamenten. Natürlich werden die meisten vom Arzt verschrieben, aber es gibt auch immer mehr Medikamente, die ohne Rezept in Apotheken und Drogerien zu erhalten sind. Hier hat der Käufer die Möglichkeit das Angebot und somit die Herstellung durch sein Kaufverhalten zu beeinflussen. Entscheiden sich immer mehr Privatpersonen für Produkte, die nicht zuvor an Tieren getestet wurden ist klar, dass das Angebot an solchen Produkten erhöht wird und dasselbe gilt genauso umgekehrt.

 

 

 

Alternativen:


- Beim Transformationstest führt die Zugabe von krebserregenden Substanzen zu einem ungeordneten Wachstum von normalen Zellen.

- Beim PyroCheck-Test können mit Hilfe von menschlichen weißen Blutkörperchen fieberauslösende Substanzen (Pyrogene) in Impfstoffen und Infusionslösungen aufgespürt werden. Bislang wurden diese Stoffe Kaninchen injiziert.

- Die menschliche Augenhornhaut kann mit all ihren Schichten dreidimensional aus Zellen nachgebildet werden, um Augentropfen daran zu testen ("künstliche Cornea")

 

- Zellkulturen aus Arterien, die bei Operationen anfallen, lassen sich in der Arterioskleroseforschung einsetzen. Entsprechend können Ursache und Behandlung von Gefäßwand-Erkrankungen erforscht werden.

- Kultivierte Herzmuskelzellen behalten auch im Reagenzglas ihre Fähigkeit bei sich zusammenzuziehen. Mit ihrer Hilfe können physiologische Zusammenhänge und die Wirkung herzwirksamer Medikamente getestet werden.

Hühnereier
- Anstelle des grausamen Draize-Tests, bei dem zur Überprüfung der Reizwirkung von Chemikalien und Kosmetikprodukten die Substanzen in die Augen von Kaninchen getropft werden, lassen sich Hühnereier einsetzen. Beim HET-CAM-Test wird die zu testende Substanz auf die Aderhaut von ausgebrüteten Hühnereiern geträufelt und die Reaktion beobachtet.

-In der Toxkologie (Giftigkeitsprüfung) ist es sinnvoll, die Daten menschlicher Vergiftungsfälle zu Rate zu ziehen. So können auch bestimmte Faktoren getestet werden, die bei Tierversuchen von vornherein ausgeschlossen sind (Kopfschmerzen, Schwindel, Tabak- und Alkoholgebrauch etc.).

 

Weiterhin können viele Tests in sogenannten in-vitro-Verfahren im Reagenzglas durchgeführt werden oder an künstlich hergestellter Haut. Außerdem besteht die Möglichkeit durch Computersimulationen

oder durch Computertomographie an

sehr gute Ergebnisse zu gelangen.

                                                       

 

 

 

 

 

                                                                                                    

                                                                                                      

 

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
28.08.2010
Morgan hat geschrieben:
des mit dem Krieg wusste ich überhaupt nicht.
06.07.2010
Nivis hat geschrieben:
Hallo Hannah, habe dir ja schon gesagt, dass ich es klasse finde, dass du dieses Thema in einem Referat verarbeitet hast und es in der deiner Schule vorgestellt hast. SUPER!!! :)
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