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© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Was kommt nach Kyoto?


von Marcel
09.06.2009
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Darüber grübeln derzeit über 190 Regierungsvertreter aus aller Welt bei den UN-Klimaverhandlungen in Bonn. Um ihnen auf die Sprünge zu helfen, haben Klimaexperten führender Umweltverbände am Montag einen Entwurf für ein rechtsverbindliches Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls vorgestellt. An diesem Vorschlag für ein neues "Kopenhagen Abkommen" sollten sich die deutsche Regierung und alle Staaten, die bis zum Ende des Jahres den Text für ein neues Klimaabkommen aushandeln müssen, ein Beispiel nehmen. Er zeigt zum ersten Mal, wie die Interessenskonflikte zwischen den wohlhabenden und den armen Nationen gelöst werden können.

In den 140 Seiten steckt ein halbes Jahr wissenschaftliche Arbeit. Darin sind alle notwendigen Elemente für ein faires und ambitioniertes Abkommen enthalten, sowie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Erderwärmung. Wer also wissen will, was wir tun müssen, um einen katastrophalen Klimawandel abzuwenden und deutlich unter dem Anstieg der globalen Temperatur von 2 Grad Celsius zu bleiben - hier steht's drin. So schlagen die Klimaexperten zum Beispiel vor, eine Obergrenze für den Anstieg der Kohlendioxidemissionen anhand eines weltweiten Kohlenstoff-Budgets anzusetzen.

Jetzt wird sich zeigen, wie die Politiker den Vertrag tatsächlich aushandeln. Wieviel wird vom "Kopenhagener Klima-Abkommen", das von Greenpeace, WWF, Germanwatch, IndyACT - the League of Independent Activists, David Suzuki Foundation, National Ecological Centre of Ukraine und vielen weiteren Experten aus der ganzen Welt erstellt wurde, übernommen?

Wie viel Vertrauen habt ihr in die Entschlusskraft der internationalen Gemeinschaft? Seid ihr optimistisch für Kopenhagen oder seht ihr schwarz für den Klimaschutz? Was wären eure Forderungen? Welche Länder werden eine Hauptrolle bei den Verhandlungen spielen?

 

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Kommentare (5)
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15.06.2009
Janine hat geschrieben:
Klar haben wir einen langen Atem!
Wer wissen möchte, wie man sich bis zur Klimakonferenz im Dezember engagieren kann und selbst aktiv werden will, der kann einfach eine E-Mail an folgende Adresse senden:
info@bundjugend-sh.de (ist das jetzt Antiwerbung? ;)
Hier erfahrt ihr dann, ob es Veranstaltungen in eurer Nähe gibt, denen ihr beiwohnen könnt.
Dadurch könnt ihr zeigen, wie viel euch an der Klimagerechtigkeit liegt, und dass endlich gehandelt werden muss, damit das Klima geschützt wird!
Ich werde auch nochmal eine Liste online stellen, dann könnt ihr euch auch daran orientieren. 
15.06.2009
Marcel hat geschrieben:
Bonn ist vorbei, und was kam raus? Leider nicht viel... Als große Enttäuschung bewertet der WWF das Ergebnis der UN-Klimaverhandlungen in Bonn. Keine der anwesenden Delegationen war aus Sicht des WWF bereit voranzugehen und mit mutigen Vorschlägen den Klimaschutz nach vorne zu bringen.

„Man hat sich in Bonn darauf geeinigt, dass man sich im Grunde in allen Punkten uneinig ist“, beklagt unsere Klimaexpertin Regine das Ergebnis der Konferenz. „Zwei Wochen wurde taktiert und versucht, sich eine möglichst gute Verhandlungsposition für die folgenden Konferenzen zu verschaffen. Dies können wir uns nicht mehr leisten.“

Wenn der ungebremste Klimawandel noch abgewendet werden soll, muss der Anstieg der globalen Temperatur unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten bleiben. Das ist nur zu erreichen, wenn die Industriestaaten sich dazu verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Die bisherigen Zusagen der Industrieländer summieren sich nach Schätzungen des WWF jedoch gerade einmal auf eine Reduzierung um 10 Prozent bis 2020. „Wenn Kopenhagen ein Erfolg werden soll, muss mit größerer Geschwindigkeit verhandelt werden. In Bonn ist das offensichtlich noch nicht angekommen“, so das enttäuschende Fazit von Regine.

Wir müssen also bis Kopenhagen weiter lautstark für mehr Klimaschutz demonstrieren. Bonn war nur der Anfang - einen längeren Atem als die Verhandlungsführer haben wir doch allemal, oder?
09.06.2009
Marcel hat geschrieben:
Danke für dein Statement, Franzi. Kann ich gut nachvollziehen, dass du nicht hundertpro optimistisch bist... Was meinen die anderen? Denkt ihr, die Staatengemeinschaft bekommt dieses Jahr die Kurve?
09.06.2009
Franzi hat geschrieben:
Ich bin noch etwas skeptisch ob dieses neue "Kopenhagen Abkommen" wirklich den Unterschied und die Kehrtwende bringen wird, die wir uns alle erhoffen. Schon zu oft haben Politiker Versprechen gegeben die dann letztendlich in viel zu lasche Gesetzte mündeten. Dabei ist grade jetzt wirkliche "Härte" gefragt, sonst ist es zu spät. Gerade Länder wie die USA, China und Russland müssen dringend etwas an ihrer Klimapolitik ändern, da ohne die Mitarbeit der großen Industriestaaten auf Dauer nichts passieren wird. In den USA sieht es aber nun, durch den neuen Präsidenten, ja schon besser aus.
Ich versuche positiv zu bleiben und hoffe dass denjenigen, die über dieses Protokoll entscheiden, bewusst ist, was von Ihnen abhängt.
09.06.2009
Marcel hat geschrieben:
Übrigens: Hier ist der Vertragstext im Original: www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/NGO_Treaty_Overview.pdf
Und wer ausprobieren möchte, wie sich die Klimaerklärungen einzelner Länder auf das Weltklima auswirken würden, sollte sich mal den WWF Klimarechner anschauen: www.wwf-weltklimarechner.de/flash/rechner/
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