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Von Züchtern und Vermehrern (ein Text zum nachdenken)


von JanaKl
28.06.2011
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Von Züchtern und Vermehrern
Viele Leute stellen sich diese Frage: Ein Tier „soll ins Haus“ aber woher?
Zunächst einmal gilt es folgende Fragen zu beantworten: „Habe ich genug Zeit für ein Tier?“, „Kann ich einem Haustier überhaupt gerecht werden?“, „Kann ich im Extremfall hohe Tierarztkosten bezahlen?“ und überhaupt: „Habe ich auch in vielleicht 10 Jahren noch Lust auf ein Haustier?“
Das Anschaffen eines Tieres ist eine schwerwiegende Entscheidung, die niemals unterschätzt werden sollte- egal um was für eine Art von Tier es sich handelt. Denn anders als einen „Gameboy“ kann man ein Tier nicht einfach abstellen, wenn es einem lästig wird. Es handelt sich um ein lebendiges, fühlendes Geschöpf und ein Haustier ist ABHÄNGIG von seinem Halter. Wir sind es, die für sein Wohl verantwortlich sind und oft WIR sind es die ihnen das größte Leid zufügen. Ob bewusst, oder unbewusst, es ist falsch. Denn wer sich unüberlegt ein Tier anschafft, sich nicht ausgiebig über seine Haltung informiert und es vor sich hin vegetieren lässt- DER ist es der den Fehler gemacht hat und nicht das Tier, was sich wehrt, weil es falsch behandelt wird. Solche Tiere landen dann oft im Tierheim, was für sie eine neue Chance darstellt. Soweit sollte es jedoch nie kommen: Also vor der Anschaffung wird sich ordentlich informiert und ERST dann das Tier angeschafft. Und nun: Woher denn nun das Tier?
Die Entscheidung woher denn nun das Tier kommen soll, obliegt dem angehenden Tierhalter selbst. Aber denken ist trotzdem erlaubt.
Eine Zoohandlung ist nicht der Ort wo man ein Tier kaufen sollte- seinen es auch noch so gut gemeinte Gründe. Will man z.B. ein Tier aus der Zoohandlung „retten“ richtet man meist nur noch mehr „Schaden“ an. Natürlich hilft man dem Tier, wenn man es kauft, doch keinesfalls wird damit der Tierhandel in den Zoohandlungen unterbunden und zudem werden noch viele Tiere nachrücken. Denn wenn man sie kauft, unterstützt man die Zucht und es wird für ordentlich „Nachschub“ gesorgt.
Der erste Weg sollte deshalb ins Tierheim gehen. Und auch im Tierheim gibt es Welpen, sollte man unbedingt ein Jungtier haben wollen. Und MUSS es unbedingt eine bestimmte Rasse sein, dann geht man zum Züchter.
Einen guten Züchter erkennt man daran, dass er sich für seine Tiere interessiert. Er gibt seine „ausrangierten Zuchttiere“ nicht einfach weg, nur weil sie keinen Profit mehr einbringen. Er hält seine Tiere sauber und artgerecht, weiß um ihre Fütterung bescheid und drängt Sie, den potentiellen Käufer, nicht, sich für ein bestimmtes Tier zu entscheiden. Er lässt Sie ALLE seine Tiere sehen und interessiert sich für ihr neues Zuhause. Die Tiere sind geimpft, gechipt und ein Schutzvertrag ist wünschenswert.
Einem Vermehrer ist es egal wo seine Tiere landen. Für ihn steht der Profit im Vordergrund. Er hält seine Tiere besonders billig, um sie dann teuer zu verkaufen, damit möglichst viel für ihn dabei herausspringt. Solche Tiere sind häufig krank, in ihrem Verhalten gestört und nicht sehr zutraulich.
Auch hier gilt: Niemals aus Mitleid ein Tier kaufen, damit unterstützen Sie solche Leute nur.
Und wenn Sie nicht auf Anhieb das „richtige“ Haustier finden: Suchen Sie weiter. Ein Tier nur zu kaufen, um eins zu haben ist für Sie und für das Tier keine gute Voraussetzung. Also lieber warten und es richtig machen, als schnell und nur halb dabei.
 

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Kommentare (3)
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29.06.2011
JanaKl hat geschrieben:
Das kenne ich;) Ich hätte auch sehr gerne einen Hund, aber mir fehlt schlicht und ergreifend die Zeit ihm gerecht zu werden... außerdem bin ich mit meinen Frettchen schon gut ausgelastet!
29.06.2011
LaLoba hat geschrieben:
Guter Bericht! Ich gebe dir da auch recht. Ich möchte schon lange einen Hund haben und wäre jetzt auch bereit arbeiten zu gehen, um das Geld dafür zu verdienen. Dennoch habe ich mich bis jetzt noch nicht richtig dazu durchringen können, da ich mir wirklich nicht sicher bin, ob ich in der Schulzeit genug Zeit für den Hund haben werde. Wenn ich immer nur abends mit ihm spazieren gehen könnte nach der Schule, wäre das wahrscheinlich weder für den Hund noch für mich sehr lustig. Und dann noch mit meinen Plänen im Ausland studieren zu wollen... Da wird da mit dem Hund wohl noch ein paar Jahre warten müssen.
28.06.2011
kartoffel hat geschrieben:
ich finde es eigentlich auch pervers dass sich menschen überhaupt das recht zusprechen, andere lebewesen als "kuschel-/spieltiere", unterhaltung oder was auch immer, züchten und (gefangen) halten zu dürfen. tiere sind lebewesen genau wie der mensch, haben einen eigenen wert und ein eigenes leben und können sich selber versorgen, so ist es von der natur vorgesehen. dass der mensch Macht über ihre züchtung ausübt, dass menschen tiere halten in unterdrückung, genau, dass tiere abhängig vom "Halter" gemacht werden, das gefällt mir alles nicht. weil es die Würde der tiere lächerlich macht... ihre würde zerstört.
hm trotzdem gibt es das leider und deswegen habe ich auch einen kater aus dem tierheim adoptiert. ich geb dir da auch recht, mit den züchtern das ist schrecklich würde ich nie im leben unterstützen.gut dass du es ansprichst.
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