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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Verhandlungen zur Rettung der Welt


von Marcel
18.10.2010
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Ab heute wird über die Rettung der Welt verhandelt. Im japanischen Nagoya kommen Politiker aus 193 Staaten zusammen. Sie werden über das Übereinkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt (Convention on Biological Diversity, kurz CBD) beraten - hoffentlich mit konkreten Ergebnissen.

Die CBD ist das internationale Zugpferd im Kampf gegen die Zerstörung der biologischen Vielfalt. Das multilaterale Abkommen wurde bereits 1992 auf dem Weltgipfel in Rio unterzeichnet und ist am 29. Dezember 1993 in Kraft getreten. Inzwischen zählen 193 Länder zu den Vertragsstaaten. Gemeinsam wollen die Nationen folgendes erreichen:

* die biologische Vielfalt (der Tier- und Pflanzenarten, der Lebensräume und die genetische Vielfalt) erhalten,
* natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen und
* gleichen Zugang zu genetischen Ressourcen schaffen und die Vorteile daraus gerecht verteilen.

Es geht nicht allein um den Schutz faszinierender Tiere und Pflanzen, sondern um handfeste wirtschaftliche Interessen und das Überleben vieler Menschen. "Bislang hat die Politik versagt und ihre Ziele weder in Deutschland noch international erreicht“, bemängelt Günter Mitlacher, Leiter des Bereichs Biologische Vielfalt beim WWF Deutschland.

Ursprünglich hatte sich die Weltgemeinschaft vorgenommen, das Artensterben bis 2010 "signifikant zu verringern“. Davon ist man jedoch weit entfernt. Die von Menschen verursachte Aussterberate von Tieren und Pflanzen liegt mindestens hundertmal höher als der natürliche Artenschwund. In Nagoya muss ein Rettungsplan der Biosphäre für den Zeitraum nach 2010 und ein konkret formuliertes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht werden, das alle Staaten zur Umsetzung bis 2020 verpflichtet.

Großen Nachholbedarf gibt es bei der Ausweisung und Finanzierung von Schutzgebieten. Insbesondere auf hoher See schreitet die Plünderung der Ozeane ungebremst voran. Nur etwa ein Prozent der Hohen See ist geschützt! Der WWF fordert, bis 2020 mindestens 20 Prozent der Erdoberfläche unter Naturschutz zu stellen.

Zentraler Punkt bei den Verhandlungen ist außerdem ein rechtlich bindendes Protokoll, das die Biopiraterie beenden soll. Darin müssen die Rechte der indigenen Völker und lokalen Gemeinden berücksichtigt und ihre Beteiligung an ihren Naturschätzen sichergestellt werden. Die Verhandlungen in Japan bieten auch die Gelegenheit, endlich ein gemeinsames Programm zum Thema Klimawandel und biologische Vielfalt in Angriff zu nehmen. Es geht vor allem darum, die Vernichtung der Wälder zu stoppen und sie sowohl als Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, als auch als Kohlendioxydspeicher zu bewahren.

In Nagoya geht es nicht nur um mehr Geld für den Naturschutz, sondern auch darum, schädliche Subventionen zu streichen. Der WWF verweist darauf, dass weltweit Jahr für Jahr 670 Milliarden Euro an Staatshilfen in Branchen fließen, die wesentlichen Anteil an der Zerstörung der Natur haben. Diese fatale Fehlentwicklung muss gestoppt und die Vergabe der Mittel an ökologische Kriterien geknüpft werden. Nur so lässt sich eine nachhaltige Wirtschaftsweise fördern und die Leistungen der Natur für die Menschheit sichern.

Die CBD - ein Gremium, bei dem über unsere Zukunft beraten wird. Wir sind vor Ort! Sven und Marina aus der WWF Jugend sind zusammen mit WWF-Experte Günther nach Japan gereist und werden in den nächsten Tagen hier auf wwf-jugend.de von der CBD berichten! Stay tuned!

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Kommentare (3)
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19.11.2010
Cullerios hat geschrieben:
ich finds i-wie Schade, Deutschland bemüht sich, einiger Maßen umweltfreundlicher zu werden. Hat aber alles kein Sinn wenn die Großmächte auch nicht mitziehen.
Solang die USA und ganz Asien kein umweltfreundlicheren Alternativen entwickeln und
nachhaltiger mit der Umwelt umgeht, is eig. alles fürd Katz.
18.10.2010
Morgan hat geschrieben:
Hoffentlich wirds was...
18.10.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Bin gespannt... :-)
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