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Vegetarier werden


von Jojo22
05.01.2016
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Die Reaktion auf die Aussage: "Ich bin Vegetarier" ist fast immer die gleiche: "Echt jetzt? Das wusste ich gar nicht. Ich könnte das nicht".

Besonders über dieses "Ich könnte das nicht" muss ich immer schmunzeln, denn genau das habe ich auch gedacht, bevor ich vor zwei Jahren Vegetarierin wurde. Es erschien mir unvorstellbar auf Fleischwurst, Döner und Co. zu verzichten, aber ich habe es geschafft. Ich kann auf Fleisch verzichten und es fällt mir kein bisschen schwer.

Ich weiß noch, wie das anfing. Ich hatte in der Schule damals eine recht gute Freundin, die schon Vegetarierin war und und auch noch ist. In Religion schauten wir in der letzten Stunde vor den Herbstferien in diesem Schuljahr einen Film über die Pilgerfahrt nach Mekka der Muslime. Wir saßen nebeneinander und als über das Opferschlachten während der Reise berichtet wurde und wir unschöne Bilder zu sehen bekamen, sagte ich zu meiner Freundin, dass ich es schaffen wollte, in den Ferien vegetarisch zu leben.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht wirklich daran geglaubt, dass ich es schaffen würde, wollte es aber wenigstens versuchen. So aß ich am Freitag, als wir Ferien bekamen, keine Wurst zum Abendessen. Als ich dann aber zu meinen Großeltern nach unten ging, bot mir mein Opa, der gerade beim Abendessen war, ein Stück Wurst an. Nicht an mein Vorhaben Vegetariern für zwei Wochen denkend, nahm ich mir das Stück Wurst und aß es. Na toll.

Trotz dieses leicht gescheiterten Anfangs, war das Stück Wurst das letzte Fleisch eines Tieres, das ich in diesen Herbstferien aß und das letzte überhaupt. (sieht man einmal von einigen unschönen Vorfällen, bei denen ich ausversehen Fleisch in den Mund bekam und es dann in hohem Bogen wieder ausspuckte). Ich habe nämlich auch nach den zwei Wochen Ferien weiter gemacht. Erst sagte ich mir, noch zwei Wochen, dann war ich einen Monat lang Vegetarierin. Aber ich hörte auch nach einem Monat nicht auf, esse immer noch vegetarisch und bin stolz darauf. Ich weiß nicht, woran es lag, dass mir die Umstellung so leicht fiel. Ich habe schon nach kurzer Zeit die Sehnsucht nach Fleisch verloren und sie bis heute kein bisschen wieder erlangt, im Gegenteil: Ich ekele mich teilweise fast vor Fleisch. Ich habe damals keine wirkliche Selbstdisziplin gebraucht, ich habe es einfach gemacht. Und das war wohl das richtige: Einfach machen und nicht immer nur denken, welche Folgen etwas hat. Leider ist mir so ein Vorgehen bisher nicht mehr sehr oft geglückt, auch wenn ich es mir besonders im Bereich Klima- und Tierschutz wünschen würde.

Nicht zuletzt haben mir auch meine Eltern (besonders meine liebe Mama) dabei geholfen, erfolgreich mein Vorhaben durchzuziehen, indem sie ohne zu Murren ihren Kochplan auf vegetarische Kost umstellte. Auch bei meiner Oma(die eine ziemliche Fleischköchin ist) verhungere ich nicht. Denn wenn es Kartoffelbrei, Karotten mit Erbsen und Bratwurst gibt, habe ich immer noch genug, was ich essen kann.

Vegetarische Küche muss nicht kompliziert sein, aber sie kann es gemacht werden, wenn jemand ihre angebliche Schwierigkeit als Vorwand nutzt, weshalb er auf keinen Fall Vegetarier werden kann.

Ich habe auch keinerlei Mangel. Nur Eisentabletten nehme ich ab und zu, aber die sind rein planzlich und schaden nicht.

Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und habe in Zukunft vorerst nicht die Absicht in zurückzunehmen, denn ich weiß, dass fleischlos essen gut für die Umwelt und für mich ist.

Ihr schafft es auch!

Liebe Grüße

eure Jojo

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Kommentare (22)
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10.01.2016
midori hat geschrieben:
@Hummelelfe

Ich habe auch vor kurzem einen Bluttest gemacht und mich über meinen geringen Magnesiumgehalt gewundert. Der Arzt meinte aber, ich sollte mir nicht so viele Gedanken machen, weil Magnesium wirklich von Moment zu Moment stark schwanken kann - so eine Momentaufnahme in einem Bluttest ist also nicht unbedingt aussagekräftig.

Eisenmangel kann man übrigens auch daher haben, weil der Körper schlichtweg nicht in der Lage ist, das im Essen enthaltene Eisen aufzunehmen.
10.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
@midori: Stimmt, ich habe nur an private Imker gedacht. Bei Supermarkthonig ist das was anderes. Da hast du Recht, dass sie dafür nur billiges Zuckerwasser bekommen ;)

@Jojo22: Ich sehe mich mal nach Magnesiumtabletten um. Eisenmangel, glaube ich, habe ich nicht.
09.01.2016
Jojo22 hat geschrieben:
@Hummelelfe
Ich weiß nicht, ob Magnesiummangel ebenfalls durch vegetarische Ernährung entstehen kann, aber auch viele Nicht-Veggies haben Magnesiummangel und nehmen Tabletten dagegen. Der Mangel hat also nicht unbedingt etwas damit zu tun.
Auch Eisenmangel haben ziemlich viele Frauen und Mädchen aufgrund ihrer Periode.
09.01.2016
midori hat geschrieben:
@Hummelelfe Klar, bei den privaten Imkern ist das sicher anders! ;o) Aber der Honig, den man im Supermarkt kauft, wird in Massen produziert. Da wird kaum jemand Rücksicht auf die Bienen nehmen.
09.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
@midori: Du hast schon Recht, dass billiges Zuckerwasser kein Ersatz für Honig ist. ABER: Ich kenne einen Imker persönlich und er hat gesagt, dass den Bienen so viel Honig übrig gelassen wird, wie sie ihn brauchen.
Viel gearbeitet haben sie schon, da stimme ich dir total zu.
08.01.2016
midori hat geschrieben:
@Hummelelfe

Vegan leben ist nur zu Beginn schwierig - irgendwann hat man seine Produktpalette und kann in gewohnter Manier einkaufen gehen! ;o) In meinem Einkaufskorb ist zumeist eh nur Obst und Gemüse - da muss man sowieso nicht auf den Inhalt achten! ;o)

Was die Bienen betrifft - würden sie den Honig nicht brauchen, würden sie ihn auch nicht herstellen. Fakt ist: der Honig gehört den Bienen und wir nehmen ihnen diesen weg - im Austausch gegen billiges Zuckerwasser. Nicht gerade fair, wo sie doch so viel dafür gearbeitet haben, oder?
08.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
@johannesS: Es hört sich an, als ob dein Veganleben an dem Essen in deiner Mensa hängt. Aber ich verstehe, was du meinst.
Krass, dass deine Halbbrüder schon so jung vegetarisch leben.
Vegan leben enpfinde ich als schwierig, da man dann sehr auf Inhalt der Sachen achten muss. Außerdem gibt es doch Bio-Produkte. z. B. wird den Bienen ja nur so viel Honig abgenommen, den sie nicht brauchen.
08.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
@midori: Hülsenfrüchte gibt es bei mir zu hause auch oft, da meine Eltern auch vegetarisch sind und wir im Garten welchen angepflanzt haben.
Vegan zu leben, habe ich nicht vor.
08.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
@Jojo22: Rote Beete esse ich auch oft. Haferflocken nicht so, aber ich mache es.
Ich habe warscheinlich Magnesiummangel.
07.01.2016
Jojo22 hat geschrieben:
Ich nehme die Eisentabletten nur, um mein allgemeines Wohlbefinden zu steigern und nicht, weil ich es aufgrund meiner vegetarischen Lebensweise unbedingt benötige. Ich nehme sie auch oft sehr unregelmäßig und fühle mich trotzdem körperlich wohl.
Die Tabletten sind ja auch rein pflanzlich, schaden also nicht. :)
@Hummelelfe
Wenn du durch das fleischlos Essen Mangelerscheinungen hast, würde ich einfach zum Arzt gehen. Ich esse zum Beispiel viel Haferflocken, die sind sehr eisenhaltig. Auch Rote Beete ist super für Vegetarier.
07.01.2016
midori hat geschrieben:
@Hummelelfe

Du brauchst keine Tabletten :o) Wenn Du Dich vegetarisch ernährst, kannst Du alle im Fleisch und Fisch enthaltenen Nährstoffe und Mineralien auch durch Pflanzen zu Dir nehmen. Wichtig ist aber, dass Du Dich ausgewogen ernährst. Viel grünes Blattgemüse für Kalzium und Eisen. Viele Hülsenfrüchte, wie Linsen und Bohnen für Eiweiß. Einfach möglichst kunterbunt essen und am besten unverarbeitete Produkte :o)

Wenn Du vegan leben möchtest, ist es allerdings zwingend notwendig, dass Du B12 in Form von Tabletten/Tropfen zu Dir nimmst. Denn dieses Vitamin ist absolut notwendig (ansonsten drohen irreversible Nervenschäden!), findet sich aber nicht in pflanzlichen Lebensmitteln. Hier kannst Du zB. auf die Tabletten von Jarrows zurückgreifen :o)
06.01.2016
johannesS hat geschrieben:
@Hummelelfe: Nein, ich denke nicht, dass das mit dem VEGAN sein bei mir funktionieren wird. An der Mensa an meiner Hochschule wird einfach nichts veganes angeboten :) Sogar die Beilagen, wie zum Beispiel Brokkoli/ Kartoffeln sind mit einer Buttersoße überzogen. Die Nudeln sind auch auf Eiergrundlage. Habe das auch mal angemerkt,- aber viel ändern wird das nichts ... Und da ich den ganzen Tag (8 - 18:30) jeden Tag in meiner Hochschule bin,- werde ich das wahrscheinlich nicht konsequent durchziehen können :/ Aber bisher hab ichs noch nicht aufgegeben :D Und eine Woche ernähre ich mich schon vegan :D

Ja,- also ich sehe es generell als ein Problem mit Lebewesen Handel zu betreiben. Tiere als Ware zu missbrauchen :) Und ich habe immer ein sehr schlechtes Gefühl, wenn ich Käse esse, oder Schokolade (aus Milch). Ich möchte nicht, dass meinetwegen ein Lebewesen nicht zu seiner Freiheit kommt, die diesem zusteht.

Natürlich gibt es bio Produkte: Aber auch hier sind Tiere letzten endlich eine Ware und dienen dem "Erzeuger" als Einnahmequelle. Wenn ich mal Käse esse (also zur Zeit ja nicht), dann versuche ich da wenigsten drauf zu achten, dass die Milch bio oder besser demeter-Qualität hat.

Ich habe noch nie in meinem Leben zusätzliche Tabletten genommen um irgendeinem Mangel vorzubeugen. Frage mich immer, wozu man sowas braucht. Und ich ernähre mich schon eine ganze Weile vegetarisch.
Ich habe zwei "halb"-Brüder (5 und 7 Jahre alt - glaube ich :P): Sie haben noch nie Fleisch/ Fisch gegessen und haben auch noch nie Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen :D

ABER: Ganz wichtig: Ich bin kein Arzt. Und deshalb solltet ihr meinem Rat eventuell nicht folgen: Garantiert kann ich nicht beurteilen, wann Nahrungsergänzungsmittel wichtig sind :)
06.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
@johannesS : Vegan ist schwer, finde ich. Warum möchtest du versuchen, vegan zu leben?
06.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
Ich esse kein Fleisch, wegen den Tieren. Ich verstehe es nicht, dass man tote Tiere essen kann, sorry Nicht-Vegetarier.
Ich habe kein Problem damit, wenn jemand neben mir Fleich isst, außer wenn es vielleicht ein ganzer Fisch oder ein Schenkel eines Schweines ist.
Meine Eltern sind Pesketarier (essen auch mal Fisch). Ich möchte aber vegetarisch leben. Meine Mutter hat wegen Eisenmangel etc. aber leider etwas dagegen, bzw. muss ich auch mal Fisch essen.
@Jojo22: Welche Stoffe sind denn in Fleisch und Fisch, die man durch Tabletten zu sich nehmen kann? Deckt das den Fleisch-/Fischbedarf?
05.01.2016
midori hat geschrieben:
@Gangsterkind & @Gangsterhunnie

Ihr braucht nicht auf das nächste neue Jahr zu warten, um etwas in eurem Leben zu verändern! Einfach machen ;o)
05.01.2016
Ria2000 hat geschrieben:
Die sind mir gar nicht aufgefallen. :)
05.01.2016
Jojo22 hat geschrieben:
Entschuldigung wegen den Fehlern, die mir in diesem Bericht leider untergekommen sind, ich hatte vorhin keine Zeit noch mal alles durchzulesen. Sonst ist das nicht meine Art. ;)
05.01.2016
Ria2000 hat geschrieben:
Ich habe auch vor zwei Jahren zusammen mit meiner besten Freundin ausprobiert, vegetarisch zu leben. Sie hat das Ganze nach zwei Wochen abgebrochen, ich habs beibehalten. ;)
05.01.2016
Gangsterkind hat geschrieben:
@Gangsterhunnie:
Okay, neuer Vorsatz für`s neue Jahr ;)
05.01.2016
johannesS hat geschrieben:
@Jojo22: danke für deinen Kommentar hier! Am Anfang dachte ich auch, ich werde besonders Fisch sehr vermissen. Und was esse ich im Sommer beim Grillen, wenn alle anderen Steak, Wurst, etc. essen.

Aber das hat sich mit der Zeit gelegt :D Es gibt ja auch so viele Alternativen. Ich ekele mich mittlerweile ebenfalls vor Fleisch. Ab dem neuen Jahr probier ichs mal vegan :D Das fällt aber vieeel schwerer :P

Viele Grüße Johannes
05.01.2016
Gangsterhunnie hat geschrieben:
@ STBCDNF wir können es ja mal beide zusammen versuchen...
Zusammen fallen einem die meisten sachen leichter
05.01.2016
Gangsterkind hat geschrieben:
Ich finde es in Ordnung, wenn andere kein Fleisch essen, meine beste Freundin ;) ist auch Vegetarier. Ich würde das aber wirklich nicht hinkriegen...
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