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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Und so versinkt die Erde im Sand...


von Isi
03.10.2009
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In meinem letzten Schuljahr haben wir im Fach Geographie hauptsächlich über die Zerstörung der Umwelt durch den Menschen gesprochen. Ein Thema davon war die sogenannte „Desertifikation“.

Wer ein bisschen Englisch kann, dem wird gleich das Wort „desert“ ins Auge gesprungen sein. Und genau darum geht es auch: Um die Ausbreitung wüstenähnlicher Bedingungen aufgrund menschlichen Einwirkens auf die Umwelt.
Das Prinzip ist einfach erklärt: In sowieso schon trockenen Gebieten kommt es zur Rodung oder Überweidung der Vegetation, sodass sie sich nicht mehr erholen kann und abstirbt. Dadurch, dass auch das Wurzelsystem der Pflanzen abstirbt, werden keine Mineralstoffe mehr im Boden gespeichert, sodass sich die Vegetation nicht mehr erholen kann. Es kommt auch zu Bodenerosionen und Sandverwehung in den Gebieten, da der Boden nicht mehr von dem Wurzelsytsem fixiert wird.
Die Ursachen der Desertifikation sind alle auf den Menschen zurückzuführen. Das Hauptsächliche Problem ist die Bevölkerungsexplosion in den Entwicklungsländern. Sie führt dazu, dass mehr Nahrung, Brennholz und Baumaterial benötigt wird und sich somit Anbauflächen und Viehherden vergrößern und immer größere Baumbestände abgeholzt werden. Zudem müssen Brache- und Regenerationszeiten für die Felder und Weideflächen verkürzt werden, damit man die Nachfrage der Bevölkerung stillen kann. Dadurch kann sich die Vegetation nicht erholen, die Mineralstoffe sind „verbraucht“ und als Folge sterben die Pflanzen ab. Der Sand, der zuvor „festgehalten“ wurde verweht und es entsteht ein neues Stück Wüste.


In der Nähe von großen Städten in Entwicklungsländern kann man einen ähnlichen Prozess beobachten. Dadurch, dass immer mehr Menschen vorzugsweise in großen Städten leben wollen, um zB. Mehr Geld zu verdienen, als sie es auf dem Land tun, entstehen sogenannte „Slums“ an den Stadträndern. Dort leben die Menschen in selbst gebauten Hütten ohne Strom oder sanitären Anlagen, folglich auch ohne Abwassersystem. Zudem gibt es keine Müllentsorgung. Dadurch wird der Boden rund um das Gebiet verseucht, die Vegetation stirbt ab, und es entsteht ein Wüstengürtel um die Stadt herum.


Dies sind die größten Ursachen für die Desertifikation, aber längst nicht alle. Da der Mensch für diese Wüstenbildung verantwortlich ist, spricht man auch von einer „man-made desert“ .
Das am meisten betroffene Gebiet ist die Sahelzone am südlichen Rand der Sahara. Aber nicht nur Trockengebiete leiden darunter. Auch im Regenwald kommt es zu solchen Erscheinungen, wenn große Flächen gerodet werden, um Anbauflächen zu erschließen.


Allein 46% Afrikas sind von der Desertifikation betroffen und 70% aller Trockengebiete weisen Desertifikationserscheinungen auf.
Die wichtigste Gegenmaßnahme ist die Wiederaufforstung der gerodeten Flächen und die Förderung vom nachhaltigen Anbau in den betroffenen Regionen.


Es gibt noch viele viele andere Aspekte zu dem Thema, aber ich denke an dieser Stelle reicht es erstmal, um euch einen ersten Einblick in die Problematik zu geben. Wer doch noch mehr wissen möchte, kann sich gerne bei mir melden ;)
 

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Kommentare (6)
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Sortieren nach Aktualität:
13.10.2010
apelino hat geschrieben:
Gut auf den Punkt gebracht.
04.10.2009
franzi94 hat geschrieben:
Hatten wir auch in der Schule, und wir haben auch ein paar Möglichkeiten zur Eingrenzung des Problem besprochen, z.B. auch das mt der Wiederaufforstung oder auch Steinwälle oder Hecken, damit der Sand sich nicht verbreitet oder so (kann mich nicht mehr so gut erinnern). Ich denke, dass das auch noch ein sehr großes Problem werden wird.
04.10.2009
ClaraG hat geschrieben:
musste über das thema ein referat halten.
ich finde es ist wichtig das problem zu bekämpfen und möglichst viele menschen darüber zu informieren.
Übrigens: Viele von der desertifikation betroffene Flächen sind auch an den Rändern von Regenwäldern zu finden.
der boden dort trocknet aus und wenn es doch mal regnet spült der regen die noch übriggebliebenen mineralien weg..
es ist ein teufelskreis, den man schnellstst möglich unterbrechen muss.
04.10.2009
Wolle hat geschrieben:
und am schlimmsten für Umwelt und die Menschen vor Ort ist, dass das ein klassischer Teufelskreis ist. Also jetzt das problem bekämpfen, bevor es zu groß ist.
04.10.2009
Fredi hat geschrieben:
spannendes thema. danke für den artikel...:)
04.10.2009
FiaTrodai hat geschrieben:
der artikel ist echt schön und verständlich geschrieben. hast du erdkunde leistungskurs?
wir ham das nämlich in der zwölften auch im erdkunde LK gemacht.
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