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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Umweltschutz, ja bitte ! Aber wo?!


von Denis-C.
31.05.2012
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Umweltschutz – egal wo?!


Klimaschutz, Naturschutz, Umweltschutz. Drei Hauptthemen die eigentlich alle zusammen gehören. Und auch alle drei Themen werden vom WWF (und auch uns als WWF Jugend) behandelt sowie mit Aktion betrieben. Aber neben WWF gibt es ja noch weiter Organisation, die sich geradezu leidenschaftlich für ihre Umwelt einsetzten. Greenpeace, NABU, WWF, BUND, Robin Wood … nur einige Beispiele, doch worin unterscheiden sie sich? In welchem sollte man Mitglied sein, in welchen nicht? Wieso gibt es überhaupt so viele verschiedene Organisationen?

Fangen wir mal klein an. Klares Ziel für ALLE ist, die Welt vor der zerstörerischeren Kraft der Menschen zu schützen.
Klingt ein wenig paradox, wenn man bedenkt, dass wir selber Menschen sind. Aber jeder Mensch ist eine Belastung für unsere Mutter Natur und diese Belastung gilt es besonders klein zu halten. Darauf machen Umweltorganisationen aufmerksam.
Aber jede Organisation hat unterschiedliche Vorgehensweisen.

Betrachten wir mal nur als Vergleich den WWF und Greenpeace. Greenpeace ist vor allem durch ihre Provokationen und Konfrontationen bekannt. Sie lassen nichts unversucht um den Bürger durch Protestwellen auf Fehler der Politik und Industrie aufmerksam zu machen. Das dies oft auch gesellschaftliche Gesetzte bricht ist ein Opfer das Greenpeace für die Umwelt (vielleicht) gerne eingeht.
Der WWF geht nicht ganz so provokativ an die Sache heran. Sie ziehen es eher vor sich mit führenden Politikern an den grünen Tisch zu setzen und dort eine Lösung zu erarbeiten. Diese Art kommt nur in bestimmten Bereichen bei Bürgern an.
Ab hier wird es nun ein wenig kompliziert, ich bitte das zu entschuldigen. Ein normaler Bürger wird auf Umweltschutz häufig nur durch Aktionen aufmerksam. Schuld daran sind unter anderem die Medien. Über Aktionen und Demonstrationen wird gerne berichtet. Über politische Auseinandersetzungen mit den „Aktivisten“ nicht, da dies nichts beinhaltet was Interesse bei den Kunden erweckt. (Niemand liest gerne die Schlagzeile: „12 Std. Dauermarathon: WWF diskutiert mit Bundesministern“) Auch kommt beim grünen Tisch  eher das Gefühl auf, dass die Umwelt Einschnitte für die Industrie machen müsste. (Was natürlich nicht stimmt)

Aber zurück zu unseren Unterschieden zwischen den Organisationen.

Wir haben also die Arbeitsweisen kennengelernt, bzw. angeschnitten. Dies ist natürlich von Organisation zu Organisation unterschiedlich. Einige werden vom Staat finanziert um Natur den Bürgern nahe zu bringen, andere suchen sich Partner, die nahe an Kunden heran kommen, um hier den gleichen Effekt zu bekommen.
Warum also nun so viele, wenn doch alle nur das Gleiche wollen.
Dafür ein ganz wichtiger Satz:

UMWELTSCHUTZ IST NICHT GLEICH UMWELTSCHUTZ

Auch hier gibt es Schwerpunkte wie Klima oder Tiere. Und jeder, der einer Organisation beitreten möchte, sollte sich vorher mit deren hauptsächlichen Themen auseinandersetzten.

Ab hier möchte ich mich als Beispiel einbringen. Klingt egoistisch, soll aber nur veranschaulichen.

Ich selber bin Mitglied in (mind.) 4 verschieden Organisation, sowie Pate von sämtlichen kleinen Vereinen/Organisation.
Hauptsächlich tätig in/im:
- WWF (Jugend)
- NABU
- BUND (Grünes Band)
- Aktion Fischotterschutz e.V.
Hierbei bin ich auf den Bereich „Tiere“ und „Lebensraum“ sehr fixiert. Das ich nun gleich mehreren Organisation angehöre, ist eine andere Geschichte, aber es soll zeigen, dass alles ein wenig zusammen gehört.

Bei der Aktion in Hannover (Die große Pfote) habe ich mich auch mit mehreren anderen Personen unterhalten. Ein Herr zum Beispiel meinte, dass er gerne der Umwelt hilft, aber lieber aktiv, in dem er anpackt. Dabei ist es ihm völlig egal ob er da nun bei einer privaten oder eingetragenen Aktion mithilft. „Das Gefühl etwas Gutes getan zu haben ist das Schönste wenn ich abends einschlafe.“, erzählte er mir. Ein älteres Ehepaar, welches sehr angetan war von unserer Aktion, sagte mir, dass sie lieber das Leiden auf der Welt für andere Menschen bekämpfen und zwei Patenkinder in Indonesien hätten. Mit der Natur hätten sie nicht so viel am Hut. „Aber jeder sollte etwas tun, um die Welt für morgen besser zu machen“, sagte mir die Dame mit einem Lächeln und ging weiter.

Ich hoffe, dass ihr nun wisst, dass es im Grunde egal ist, wo ihr der Umwelt helft. Was aber nicht egal ist, dass ihr helft. Für uns, unsere Kinder, unsere Enkel und vor allem für die Erde, unserem Planeten.

Wunderschöne Grüße
Euer Denis-C.
 

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Kommentare (17)
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04.06.2012
MarcelB hat geschrieben:
Klar ist der WWF im Vergleich zu Greenpeace eher im Hintergrund tätig. Aber inhaltlich ist er ganz vorne und präsent. Denke ich da nur an den Living Planet Report vor ein paar Wochen oder auch unzähligen anderen Studien. Der WWF bestimmt wo es hingeht, zumindest im Umweltschutz und das seit Jahrzehnten.
Greenpeace hat den Vorteil, dass man auch sehr viel gesellschaftliche und besondersunternehmerische Kritik äußern kann. Hier denke ich besonders an die VW Aktion der letzten Monate.
Ich könnte noch soviel dazu erzählen... wieso es zB. wichtig ist unterschiedliche Organisationen zu haben, aber welche Vorteile es hätte nur eine globale zu haben... es wurde ja schon so viel erzählt. Nur vllt. soviel: Vielen Dank, Denis. Das ist wirklich einer der Themen die mir wirklich auch ans Herz gehen. Ich sehe uns hier in der WWF-Jugend auch nicht als Mini-WWF-Menschen. Im Grunde genommen sind wir total eigenständig, machen Aktionen und mehr. So muss es sein! :) Bin wirklich stolz hier sein zu dürfen, mit so tollen Leuten die sich genau darüber Gednaken machen!!! :)
Beste Grüße
03.06.2012
Taki hat geschrieben:
Überall ein bisscen ist auch viel
03.06.2012
Anne hat geschrieben:
ich kann mich den anderen nur anschließen.
Als ich vorhatte einer Naturschutzorganisation beizutreten bin ich zwischen wwf und greenpeace geschwankt, aber ich finde es gut, dass der WWF weniger radikal ist und auch dem was midori gesagt hat stimme ich zu!
Ich fände es auch besser wenn die NGO's mehr zusammenarbeiten würden, da man gemeinsam einfach oft mehr erreichen kann.
02.06.2012
Anais hat geschrieben:
@ Denis: Also ich finde es gut, dass du dich mit den Unterschieden auseinander gesetzt hast, da die Ziele ja wie du schon sagtest aufs gleiche hinausführen und sich jedoch die Vorgehensweisen stark abheben - aber es gibt auch noch andere Aspekte, wenn man eine Organisation in Form von finanziellen Mitteln unterstützt; denn wie das Geld angelegt wird, ist auch eine Frage für sich. Deshalb denke ich, dass du zwar Recht hast, dass es wichtig ist, dass alle helfen die Erde zu erhalten - aber es eben nicht egal ist bei welcher Organisation man Mitglied ist und man drauf achten sollte wo die Spendengelder dann tatsächlich hinfließen und was bisher erreicht wurde. Und am Rande ist die Mitgliedschaft das eine, aktives Engagment für den Umweltschutz das andere - lässt sich aber bestens miteinander verbinden :)
01.06.2012
Sarah25 hat geschrieben:
Sehr schön Denis! Danke für den Artikel! Jede Orga arbeitet auf ihre Art und Weise in ihrem Themengebiet. Und das ist auch gut so, denke ich, da es sooo viele Themen gibt und sooo viele Möglichkeiten sich mit dem Thema Umweltschutz außeinander zu setzen....
...allerdings finde ich die geringe Kooperation unter den Orgas auch schade und dass sich viel Orgas gegenseitig nicht richtig mögen :(
01.06.2012
midori hat geschrieben:
Ein schwieriges und doch zugleich schönes Thema. Es gibt viele Menschen, die sich für den Erhalt und den Schutz unserer Natur einsetzen möchten. Leider entstehen durch die verschiedenen Präferenzen der einzelnen Verbände oft Differenzen, die eher schaden als nützen. Ich hoffe, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden, über Grenzen hinaus, noch verstärkt - dem Umweltschutz zuliebe.

Und weil mir eben nicht nur der Tiger in Indien oder der Elefant in Afrika, sondern auch der Storch in den heimischen Auen wichtig ist, spende ich ab und an auch für Projekte vom NABU. Außerdem bin ich Mitglied bei PETA, denn auch Tierschutz ist mir wichtig.

Denis, Du hast ganz recht. Man sollte sich mit der Arbeitsweise und den Zielen und Lösungen der jeweiligen Organisationen vertraut machen, um genau zu wissen, wem man damit letztendlich am besten hilft :o)

Und Marcel hat das für den WWF ja schon ganz wunderbar ergänzt! ;o) Was mich am WWF übrigens - ganz persönlich - am meisten fasziniert, ist, dass immer versucht wird eine Lösung zu finden, die Natur UND Mensch einschließt. Ein Miteinander in Harmonie. Das ist der einzig richtige Weg :o)
01.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Danke für den Artikel.
Ich selbst bin "nur" beim WWF Mitglied.
Ich finde es aber wichtig, dass alle Naturschutzorganisationen enger zusammen arbeiten.
01.06.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Man sollte schauen mit welchem Program man die meisten Übereinstimmungen hat und sich dann für eine Organisation entscheiden.

Ich selbst bin Mitglied beim WWF und dem Albert Schweizer Tierheim ohne Gitter. So habe ich alle wichtigen Punkte für mich abgedeckt :)
01.06.2012
Peet hat geschrieben:
Ich bin zwar sehr in der WWF Jugend aktiv aber auch noch Mitglied bei Greenpeace und NABU. Von daher mach ich da kaum unterschieden, weil jede NGO ihren wichtigen Punkt hat.
31.05.2012
MJ1499 hat geschrieben:
@Denis: Dann mach doch ne Berichtsreihe und analysiere schön die verschiedenen NGOs ;)

Ich stimme dir generell zu. Diese geringe KOoperation finde ich auch blöd, miestens überschneidet man sich ja doch...allerdings braucht auch jede NGO ihr eigenes Gebiet, und da ist diese Uneinigkeit manchmal auch normal.
31.05.2012
Sandsturm hat geschrieben:
"Was aber nicht egal ist, ist, dass ihr helft."
Der Bericht gefällt mir gut. Ich finde, dass dies ein sehr wichtiges Thema für jeden Umweltschützer ist.
31.05.2012
Denis-C. hat geschrieben:
@Annika007:
Ja das ist leider auch etwas was ich zu bemängeln habe. Untereinader ist man sich nie einig. Aber das ist die Natur der Menschen, womit sich niemand angegriffen fühlen muss.

@Marcel: Natürlich ist der WWF auch auf anderen Gebieten tätig als nur das Sprechen mit Politikern und Industrievertretern. Jede NGO befasst sich mit den verschiedenen Umfeldern und Themen. Auch Greenpeace setzt sich mal an den Tisch und such nach einer konventionellen Lösung anstatt immer gleich zu demonstrieren. Das Thema und jede (große) NGO genaustens zu analysieren wäre mir persönlich dann doch etwas zu anstrengend geworden, außerdem ein Bericht von mind. 25 Seiten :D

Aber ich weiß was damit gemeint ist. Und das soll auch nochmal ein Aufruf sein, für die, die sich bis lang noch nicht in einer NGO aktiv (!) einsetzen, sich genaustens mit den NGO's auseinander zu setzten.
Am Ende ist es nicht viel anderes als wie vor einer Wahl.
Jede Partei hat ein Wahlprogramm, und der Wähler wählt (meistens) die Partei wo er selbst die meisten Übereinstimmungen mit dem Programm besitzt.

LG Denis-C.
31.05.2012
Marcel hat geschrieben:
Mir ist an dieser Stelle noch eine Ergänzung wichtig: Der WWF macht natürlich noch sehr viel mehr - unsere Arbeitsweise kommt hier vielleicht ein bisschen verkürzt rüber. Dass wir versuchen, in politischen und wirtschaftlichen Prozessen etwas für den Naturschutz zu erreichen, ist richtig. Ein ganz besonders wichtiger Baustein des WWF ist aber auch die konkrete Naturschutzarbeit vor Ort. Für mich persönlich auch das, woran ich immer als erstes denke, wenn die drei Buchstaben fallen. Wir bauen Nationalparke und Schutzgebiete mit auf, organisieren so weit wie möglich die Betreuung dort (Ranger, Forscher, Infrastruktur) und arbeiten an der Vernetzung dieser Schutzgebiete mit. Und der WWF ist bei noch einer Sache sehr aktiv: Aufklärungsarbeit. Wir veröffentlichen wissenschaftliche Studien, machen Umweltbildung für Schulen, machen Verbraucherkampagnen in Supermärkten und vieles mehr. Alles mit dem Ziel, die Gesellschaft hier ökologischer und die Natur in weit entfernten Gebieten geschützter zu machen. Beides zusammen bildet unsere Strategie für einen lebendigen Planeten.

Sorry, ich wollte jetzt nicht oberlehrermäßig rüberkommen, aber das war mir doch sehr wichtig, denn wir machen wirklich mehr als nur an runden Tischen sitzen und reden... ;) Mir ist aber klar, dass Du das in so einem Artikel gar nicht für alle genannten Organisationen ausführlich darstellen kannst, Denis. Auch die Arbeit der anderen NGOs ist natürlich vielseitiger. Ich find's super, dass Du das Thema angerissen hast - dafür haben wir ja die Kommentare, damit man das Gespräch weiter führen kann. ;) Danke für Deinen Artikel.
31.05.2012
Anne95 hat geschrieben:
Richtig schöner Bericht!! :-)
Und ich finde es toll, wenn die Umweltorganisationen manchmal auch zusammenarbeiten, so wie wir es in der Tütengruppe versuchen.
31.05.2012
Viveka hat geschrieben:
Toller Bericht!
Ich höre immer wieder von Menschen, dass sie sich zwar gerne engagieren würden, aber von dem "Angebot" verwirrt sind, weil die Organisationen zwar das gleiche wollen, aber dennoch unterschiedlich sind. Der Bericht würde diesen Menschen bestimmt weiterhelfen!
31.05.2012
Jonpackroff hat geschrieben:
Sehr guter Artikel, endlich bringt mal einer die Unterschiede zwischen den Organisationen auf den Punkt!
Wenn man das verstanden hat, versteht man auch die gesamte Kritik, die immer wieder gegen den WWF aufkommt, und das obwohl es hierbei natürlich nicht um richtig und falsch geht, sondern lediglich um eine Frage nach dem wie.
31.05.2012
Gravena hat geschrieben:
Hey. schöner Bericht und ganz meine Meinung
Ich bin selber in zwei NGOs aktiv (WWF und Greenpeace) und muss dabei leider auch immer wieder mitbekommen, dass sich die unterschiedlichen Organisationen auch untereinander nicht ganz grün sind. So kann ich mir zum Beispiel ständig die wohl allgemein bekannten Vorwürfe gegen den WWF anhören und darf mich dann rechtfertigen warum ich da noch Mitglied bin. Und das finde ich einfach unnötig- im Endeffekt haben sie doch alle das gleiche Ziel und es wäre vermutlich noch effektiver wenn sie einfach mal fröhlich kooperieren würden...ist nur scheinbar nicht möglich.
Dass ich darüber nicht wirklich erfreut bin, ist vermutlich gerade durchgeklungen denn ich bin, ähnlich wie du, der Meinung, dass es mehr oder weniger egal ist wo man Mitglied ist, hauptsache man ist Mitglied
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