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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Umweltethik


von Cosima
21.02.2013
100 P
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„Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen!“

In anderen Worten: „ Wir haben Verantwortung gegenüber unserer Umwelt!“

Die bisherige Ethik beinhaltet zwar eine Verantwortungsethik. Diese allerdings ist sehr theoretisch und lässt sich nur schwer auf heutige Umweltprobleme anwenden. Doch da man erkannt hat, dass es auch im Bereich der Umwelt moralische Fragen gibt, die nicht ohne weiteres beantwortet werden können, ist ein neuer Teilbereich der Ethik entstanden: die Umweltethik.

Der wichtigste Vertreter der Umweltethik ist Hans Jonas * 10. Mai 1903 † 5. Februar 1993.
Er studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte. Sein Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“ wird 1979 veröffentlicht. Er beschäftigte sich mit der Ausarbeitung einer neuen Naturphilosophie.
Hans Jonas fasst die bisherige Verantwortungsethik unter dem Begriff „Präsenzethik“ zusammen. Wobei seiner Ethik der Begriff „Zukunftsethik“ zugeteilt wird. Er erklärt, warum die Ethik auf ihrem derzeitigen Stand nicht ausreicht: „Ethik hatte es demgemäß mit dem Hier und Jetzt zu tun […] mit den […] typischen Situationen des private und öffentlichen Lebens. […] Alle Gebote und Maximen überlieferter Ethik, inhaltlich verschieden wie sie immer sein mögen, zeigen diese Beschränkung auf den unmittelbaren Umkreis der Handlung. „ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst““ (aus „Das Prinzip Verantwortung“)
Noch mit vielen weiteren Beispielen belegt Hans Jonas, dass es bis jetzt keine Ethik gab, die sich mit zukunftsbezogenen Handlugen und Entscheidungen auseinandersetzt, die vor allem auf die Umwelt und die Natur gerichtet sind. Er begründet die Notwendigkeit seiner neuen Ethik folgendermaßen: „ Die moderne Technik verleiht unseren Handlugen eine Reichweite und eine Macht, wie sie allen vorangegangenen Zeitaltern unbekannt war. Was wir mithilfe der Technik tun, betrifft:
- die gesamte Biosphäre des Planeten;
- den Menschen selbst in seinem inneren Wesen.
Die Biosphäre als ganze sei betroffen, weil das technische Handeln die natürlichen Kreisläufe so beeinträchtigen könne, dass sie sich nicht mehr selbst regenerieren können.“

Er war der Meinung, dass man auch bei technischen Entscheidungen moralische Werte berücksichtigen müsste. Deshalb hat er neue Imperative formuliert: „ Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“
Natürlich ist dies wieder sehr theoretisch formuliert. Doch in seinem Buch wird auf jeden Fall deutlich warum es wichtig ist vor allem bei zukunftsorientierten Handlugen bezogen auf die Natur moralische Werte mit ein zu beziehen.

Es gibt vier Grundpositionen in der Umweltethik:
1. Anthropozentrismus: Hier wird Verantwortung gegenüber der Natur übernommen, allerdings um der Menschheit selbst willen, da wir ohne Umwelt auch nicht existieren können.
2. Physiozentrismus: Hier wird Verantwortung für Natur um ihrer selbst willen übernommen.
Der Physiozentrismus kann in drei Gruppen abgestuft werden.
- Pathozentrismus: Verantwortung für alle Wesen, die leidensfähig sind. Gemeint ist, dass Tiere mit eingeschlossen werden.
- Biozentrismus: Verantwortung für alle Lebewesen. Hier ist auch die Pflanzenwelt mit eingeschlossen.
- Holismus: Verantwortung für das Ganze der Natur. Hier wird z.B. auch Verantwortung gegenüber dem Meer eingenommen, da das Meer Leben hervorbringt und ihm somit Eigenrechte zu stehen.

Ich persönlich war sehr beeindruckt von den Gedanken von Hans Jonas und insgesamt von der Umweltethik. Es zeigt, dass die Umwelt einer der wichtigsten Werte in unserem Leben ein nimmt und deshalb bei jeder Entscheidung mit berücksichtigt werden sollte.

Quellen: "Kolleg Ethik 1 Bayern"

Bild © Bernard De Wetter / WWF-Canon

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Kommentare (1)
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24.02.2013
Nugua hat geschrieben:
Ja, sehr interessant die Gedanken. Danke für den Artikel :)
Es ist immer wichtig, darauf zu achten, was das eigene Handeln bewirkt. Gerade auch im Bezug auf die Zukunft. Kann man es mit seinem Gewissen vereinbaren, dass die Umwelt zerstört wird und man nichts dagegen macht?
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