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Überfahrene Igel.


von Terranostra412
20.05.2009
12 P
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Der Sommer ist im Anmarsch und so auch die Igel. So wird aber auch die Anzahl der Tage zunehmen, an denen man überfahrene Igel am Straßenrand oder direkt auf der Straße liegen sieht. Jedes Mal rege ich mich schrecklich darüber auf. Ich bin selbst zum Glück noch nie in die Situation gekommen, einen Igel vor mir und meinem Auto auf der Straße laufen zu sehen - daher kann man die Möglichkeit, diesem wirklich auszuweichen, schlecht einschätzen.

Tatsache aber ist, dass es Tausende Autofahrer gibt, die keinerlei Rücksicht auf Tiere nehmen, die sich auf der Straße befinden oder diese überqueren wollen. Geteerte Straßen sind im Sommer warm, also eine aus der Sicht des Igels bequeme Liegefläche für ein Weilchen. Ich frage mich seit einiger Zeit, wie man die Menschen sensibilisieren kann, damit sie aufmerksamer ihre Umwelt beim Autofahren wahrnehmen. Es gibt Schilder, die auf starken Wildwechsel hinweisen, warum gibt es nicht auch Hinweise oder Kampagnen, die Igel, aber auch andere Kleintiere in den Mittelpunkt rücken!?

Vielleicht könnte man etwas bewirken, auf welche Art auch immer. Aber Menschen, die sich mit Sätzen wie "Ich habe heute meinen ersten Igel überfahren - nun muss ich glaube ich erst mal checken lassen, ob ein Reifen mehr aushält als so ein Igel" einfach nur als unglaublich stumpf und oberflächlich beweisen, bleiben wohl ein Problem.

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Kommentare (4)
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20.05.2009
lolfs hat geschrieben:
Meines Erachtens gibt es schon Unterführungen für Kleintiere. Dabei wird die Fahrbahn abgesperrt und an einigen Stellen sind Durchgangsmöglichkeiten für die Tiere. Wenn die Tiere nun zu ihren Brutplätzen, etc wollen, müssen sie nun durch diese Tunnels. Wie viele es von solchen Vorrichtungen gibt, weiß ich jedoch nicht.
20.05.2009
Kev hat geschrieben:
Ich finde das auch sehr schrecklich, wie das Leben dieser armen Tiere beendet wird. Es gibt ja die kleinen Tunnel und Zäune um Frösche, Kröten daran zu hindern auf die Straße zu laufen (hüpfen).
Eine Moglichkeit wäre es solche schützenden Barrieren an potenziellen Gefahrenstellen zu errichten.
Ich weiss zwar das es nicht die beste Lösung ist aber immerhin schon einmal ein kleiner Anfang.
20.05.2009
Janine hat geschrieben:
Es gibt Schilder, die darüber aufklären, dass kleine Tiere unterwegs sind. Zum Beispiel zur Krötenwanderungszeit.
Leider ist es oft schwer für Autofahrer auf der Autobanh so zu reagieren, dass weder Tier noch Mensch etwas passiert. Einfach zu bremsen, oder auszuweichen ist sehr gefährlich.
Was wenig befahrene Straßen angeht, so denke ich, dass die meisten Menschen darauf achten, dass den Igeln nichts passiert. Die Einen tun es, weil sie nicht wollen, dass dem Tier etwas passiert, die Anderen wollen vielleicht einen Schaden am Auto vermeiden.
Aber leider gibt es natürlich, wie du auch sagst, trotzdem einige Leute, denen es egal ist, selbst wenn Schilder aufgestellt sind. Zum Glück betrifft das aber die Minderheit.
Es ist schwer diese Menschen von ihrem Tun abzubringen. Das ist so, als würde man einem festgefahrenen, konservativen Menschen, der der festen Überzeugung ist, dass das Geld, das in Hilfsorganisationen gesteckt wird, nie bei den Projekten ankommt, vom Gegenteil überzeugen wollen. Vor allem wenn man jünger ist als sein Gegenüber wird man oft belächelt. Da helfen nur gute Argumente, z.B. dass der Igel einen wichtigen Platz in unserem Ökosystem hat. Für eine gute Argumentation braucht man aber Zeit und wenn man es geschafft hat diese von seinem Gegenüber zu bekommen, dann hat man schon fast gewonnen ;)

In Neuseeland ist es so, dass die ungeliebten Possums sogar überfahren werden sollen. Sie stellen eine große Gefahr für viele der einheimischen Tiere Neuseelands dar. Das Possum wurde vom Menschen auf die Insel gebracht, damit er etwas zu jagen hatte. Damals wurde aber nicht bedacht, dass er sich von den meist am Boden lebenden endemischen Tieren ernähren würde. Es gibt sogar mittlerweile sehr viel mehr Possums als Schafe und Schafe gibt es reichlich.  
20.05.2009
Marcel hat geschrieben:
Hi Terranostra412,
danke, dass du mit deinem Text auch mal auf die kleineren Erdbewohner aufmerksam machst. Die Igel gehören zu den besonders geschützten Tieren. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet sogar, sie zu fangen oder in Besitz zu nehmen. Gerade bei Igeln gibt es häufig entweder das von dir beschriebene Problem: Ignoranz, oder das Gegenteil: falsch verstandene Fürsorge. Wenn man also kranke und verletzte Tiere findet oder im Sommer auf verwaiste Igelkinder stößt, so darf man sie aufnehmen, um ihnen zu helfen – was nicht immer ganz einfach ist. Sobald die Wildtiere wieder für sich selbst sorgen können, müssen sie aber freigelassen werden. Wer also mal verletzte Igel findet: Es gibt Igelstationen und Beratungsstellen, die einem weiterhelfen können.
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