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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Tinkebell - Handtasche aus einer Katze


von Juliaaa
24.07.2010
32 P
9
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Name: Katinka Simonse (Künstlername: Tinkebell)
Alter: 31(?) Jahre
Wohnort: Niederlande
Beruf: Künstlerin
Haustiere: 3 Katzen
Besonderheiten: Vegetarierin, Besonders gerne macht sie Kunst aus Tieren

Womit alles beging:
2004 hat sie ihrer Katze Pinkeltje das Genick gebrochen und daraus eine Handtasche gemacht. Jetzt denkt ihr alle (hoffentlich): „Wie konnte sie das nur tun, das ist ja krank!“
Doch: Die Katze war todkrank und lag im Sterben.

Sie wollte Aufmerksamkeit.
Aufmerksamkeit für unser Verhältnis zu Tieren.

Ihr Ziel:
Ihr erklärtes Ziel ist die Entlarvung einer "doppelten Moral": Die Liebe zum Kuscheltier auf der einen und die Ignoranz gegenüber den Qualen industriell verwerteter Tiere auf der anderen Seite. Sie wollte damit hinterfragen, wieso eine Gesellschaft die Verarbeitung eines solchen Haustieres zu einem Produkt nicht akzeptiert, zugleich aber die Herstellung von Produkten aus Millionen von Nutztieren gedankenlos hinnimmt. Die Menschen sollten nachdenken, wie sie Tiere als Produkte benutzen.
Geht es um eine Kuh, kümmert es niemanden. Aber bei einem Tier, das zur Familie gehört, wird es den Leuten bewusst.

Wie es weiterging:

Aus den Mails die sie bekam (rund 100.000 Stück) verfasste sie dann ein Buch. Das Buch hat den Namen: Dearest Tinkebell (Liebe Tinkebell)

Ihr Buch.

 Sie selber sagt in einem Interview: „Die Mails, die mich erreichten, gingen von "Du bist krank" über "Du bist ekelhaft" bis hin zu "Ich bring Dich um". Die meisten, die mir schrieben, waren Teenager. Gut, dass sich junge Menschen für Tiere oder die Umwelt engagieren, das halte ich ja noch für normal. Aber etwa 20 % kamen von Erwachsenen, das macht mir wirklich Angst.“
In weniger als einer Woche waren alle 1000 gedruckten Exemplare des Buches weg.

 

 

 

 

So drohte Tinkebell im Sommer 2007, mit einer öffentlichen Installation 60 Küken durch einen Schredder zu jagen, um auf die massenweise Vernichtung männlicher Küken in der industriellen Eierproduktion hinzuweisen. Doch Tierschützer griffen ein. Als erwachsene Hühner landeten sie dann aber doch im Kühlregal.

2008 schritt die Polizei ein, als sie in einer Amsterdamer Galerie 100 Hamster in Tretmühlen zeigte. "Gegen einen Hamster im Tretrad sagt niemand etwas, aber gegen 100 plötzlich doch", konstatierte sie.

Hier noch ein Kommentar, dass ich unbedingt noch mit einbringen wollte:
"Die Doppelmoral ist eindeutig, denn wenn sie sechzig Küken tötet und dafür bestraft wird, fragt man sich, wieso Arbeiter in Schlachthäusern nicht bestraft werden, die tagtäglich Millionen Küken töten. Trotzdem bleibt ein Unterschied vorhanden, wenn man tötet, um zu überleben (Nahrungsbeschaffung) oder ob man tötet, um schlichtweg Aufsehen zu erregen." Jonathan Dilas

 

_______________________________________________________________________

Könntet ihr euch vorstellen wie Tinkebell zu handeln?
Oder würdet ihr so etwas nie wagen?
 

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Kommentare (9)
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Sortieren nach Aktualität:
27.07.2010
Juliaaa hat geschrieben:
Na ja, die Katze war ja schon im Sterben und so hat man ihr einen sinnvollen Tod bereitet,
aber selber könnte ich meiner katze nicht das genick brechen..!
Aber ich bewundere sie auf eine völlig skurille weise.
27.07.2010
Sahni hat geschrieben:
damit ich das richtig verstehe...sie quält ECHT Tiere um das zu verhindern??
könnte man nich Kunsttiere nehmen?? so Puppen die mit Blut gefüllt sind??
Die können ja echt aussehen, aber müssen es ja nicht gleich sein >.<

Ich finde das nicht gut! Auch wenn es wohl oder übel die wirkungsvollste Methode zur Zeit ist um darauf aufmerksamzu machen -.-
26.07.2010
Oekojule hat geschrieben:
Oh mann ist das schlimm, dass man Menschen nur durch sowas Abartiges erreichen kann (zumindest für kurz)... Ich kann aber echt nicht verstehen, wie man seiner eigenen Katze das Genick brechen kann und es drauf hat, 60 Küken in den Schredder zu haun. Toll... weitere Tiere hätten sterben müssen und vor allem leiden, weil jemand meint, dadurch etwas ändern zu können. Ich glaube nicht, dass Tinkebell mit ihren Aktionen eine langfristige Veränderung bezüglich Tierquälerei vollbringen konnte. Erstens, weil (wie schon L0leka verkündete) durch die kurze Bemerkung, dass da eine Frau aus ihrer Katze eine Handtasche herstellt (dass das Tier krank war, wissen wahrscheinlich die wenigsten (abgesehen davon, dass Tinkebell auch nichts anderes gemacht hat, als Pelz herzustellen, den viele reiche Leute liebendgern am Körper tragen, ohne zu wissen oder ohne, dass es sie interessiert, woher es kommt und wie qualvoll das Tier gestorben ist...), kaum einer dahinter steigt, was diese Frau damit klar machen wollte. Die meisten werden nur die Schlagzeile gelesen/gehört haben, die Frau als psychisch krank und abartig abstempeln und das wars. Zweitens wird die Geschichte sicher schnell vergessen und keiner tut langfristig etwas für Tierschutz und gegen Tierquälerei. Die Frau steckt mir das viel zu easy weg... Oder was meint ihr?

Zu deiner Frage: Nein, ich würde einem Tier oder mehreren mit Sicherheit nicht so etwas antun und sie öffentlich quälen, um damit Aufsehen zu erregen, weil es sicherlich auch einen anderen Weg gibt, Tiere von scheußlichen Qualen zu befreien. 
26.07.2010
L0leka hat geschrieben:
Krass, auf sowas muss man erst mal kommen! Ich finde die Idee zwar etwas erschreckend, aber vermutlich sehr wirksam - solang man halt einen kompletten, umfassenden Bericht über die Aktionen und die Hintergründe kriegt. Wenn aber in einer Zeitung dann nur steht "Frau tötet Katze und recycelt sie als Handtasche", denken die Menschen wahrscheinlich nicht so wirklich drüber nach und regen sich nur über die kranke Frau auf... öÖ
25.07.2010
ourworldisallwehave hat geschrieben:
Ich finde das solche Massnahmen die einzig wirksame Methode sind, um die Menschen auf den Boden zurückzuholen. Niemand kümmert sich um die Kühe, Schweine oder Küken die täglich zu tausenden in der Industrie getötet werden. Aber wenn jemand so etwas macht, greift man hart durch und sperrt den Verantwortlichen ein! So etwas sollte den Menschen die Augen öffnen und ihnen zeigen was für Qualen die Tiere täglich durchleiden müssen, wogegen aber niemand etwas macht!

Selber würde ich mich das wahrscheinlich nicht trauen, aber es ist sehr gut!
25.07.2010
Morgan hat geschrieben:
ich würde sowas nie tun,aber trotzdem...sie hat recht
24.07.2010
Ronja05 hat geschrieben:
Ich denke dazu gehört zuerst einmal sehr viel Mut! Ich könnte nie im Leben einer Katze das genick brechen udn ich denke für sie war es selbst nicht einfach. Doch sie hat ja wirklich was bewegt, auch wenn viele trotzdem den Sinn ihrer Aktion wohl noch nicht verstanden haben.
Ich selbst könnte auch keine Hamster oder Küken quälen, wie sie es jetzt für eine Aktion getan hat, denn wenn ich das in Dokumentationen sehe, muss ich echt heulen und das selbst zu tun, könnte ich wirklich nicht!
Also Hut ab!
24.07.2010
MJ1499 hat geschrieben:
Also ich würde es wahrscheinlich auch nicht tun, aber ich finde ihre Aktionen auf jeden Fall sehr gut...und anscheinend erreicht sie damit auch was, wenn wir darauf aufmerksam werden ;)
24.07.2010
greenworldangel hat geschrieben:
also ich würde selbst sowas nie tun weil es mich auch interessiert was z.b. mit kühen passiert weil ich vegetarierin bin ausserdem ist es einfach krank seiner katze das genick zu brechen(auch wenn sie kurz vorm sterben ist)
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