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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Tierschutz - Indikator für moralisches Niveau


von Lautlos
27.12.2012
23 P
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Ich sehe was, was du nicht siehst.

Und was du auch eigentlich nicht sehen solltest. Die Wildnis wird kleiner. Der Raum enger. Nicht nur in der Natur, auch in den Ställen und Höfen. Mahatma Gandhi sagte einmal: "Die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt kann danach beurteilt werden, wie sie ihre Tiere behandelt."  Der Versuch, das Leiden derjenigen zu verringern, die vollständig unter fremder Herrschaft stehen und sich nicht wehren können, ist wahrhaft ein Zeichen einer zivilisierten Gesellschaft. Sind wir das?

Auf engsten Raum gepfercht. Bei lebendigem Leib gehäutet. Qualen, Leiden, Medikamente, Geschwüre, Wunden.
Mhh, schmeckt mein Steak von Aldi gut.
Wie warm mein Pelzmantel mich hält. Damit müsste ich nicht einmal bei den derzeitigen Temperaturen in Russland frieren.

Wenn die Klamotten, die viele tragen, bewusst und unbewusst, und das Billig-Fleisch, das viele kaufen, schreien könnten, dann wären wir taub. Und wenn wir nach den Worten von Albus Dumbledore in Harry Potter gehen würden, dass ein Mord die höchste Verstümmelung der Seele ist, wie würde dann die unsrige aussehen? Bei wievielen Morden an Tieren sind wir der Beihilfe schuldig, weil wir kaufen, was von den bedauernswerten Kreaturen übrig bleibt?
Schuhe und andere Klamotten aus Leder sind ökologisch vertretbarer als Plastiktreter, da sie abbaubar sind. Aber auch nur dann, wenn diese Kuh artgerecht gehalten und geschlachtet wurde. Denn dann ist das Fleisch frei von Medikamenten und unnötigen Qualen, reichhaltiger, gesünder. Das Leder der Kuh wird optimalerweise weiterverwertet. Knochen für Suppen. Innerein als Wurst.
Schon an dem Punkt werden viele Veganer und Vegetarier anmerken, dass wir gar kein Fleisch brauchen. Mag sein, aber an diesem Punkt ist die Welt noch nicht. Der erste Schritt zu einem besseren Leben für alle wäre die perfekte Verwertung, und davor eine artgerecht gestaltete Zeit.
Diese Debatte ist endlos. Nicht nur die Natur leidet unter dem Flächenschwund. Immer größer, immer besser, immer mehr. Und dann haben wir einen Stall, so vollgestopft, dass eine Krankheit innerhalb weniger Stunden alles lahmlegt.


Ein friedliches Bild. Ein glückliches Leben. Wie lange noch?
Schon jetzt treibt der Mensch die Tiere in die Städte. Und vergiftet sie damit.
Und schon jetzt vergiftet sich der Mensch selbst mit seinem maßlosen Konsumverhalten.
Dabei könnte es so einfach für uns alle sein. So einfach, wenn jeder ein wenig mitdenken würde. Wenn sich jeder ein wenig zurückhalten würde. Wenn wir die Natur achten, sie nicht ausbeuten würden.
-> Nehmt immer euren Müll mit.
-> Esst Fleisch nur einmal die Woche, und dann vom Metzger eures Vertrauens. Meidet eingeschweißte Billigware.
-> Zieht Kleidungshersteller mit sauberer Ware vor. Weiterverwertetes Leder, ungespritzte Baumwolle, FairTrade
-> Bleibt auf den Wanderwegen
-> Schließt Essenreste gut weg und füttert keine wilden Tiere
-> Seid still im Wald und in der freien Natur. Verhaltet euch mit Respekt gegenüber der Pflanzenwelt.
-> Nehmt Stofftüten anstatt Plastik
-> Kocht frisch und saisonal, kauft loses Gemüse ohne Verpackung, meidet Fertiggerichte
-> Trennt euren Müll.
Mit diesen einfachen Dingen vermeidet ihr Müll, belasst Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, nehmt den Großhändlern ihr Geld und unterstützt artgerechte Tierhaltung sowie faire Bezahlung für die Hersteller.



Quelle: Die Welt "Zivilisation zeigt sich auch am Umgang mit Tieren" von Peter Singer
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13518048/Zivilisation-zeigt-sich-auch-am-Umgang-mit-Tieren.html

Übrigens ein sehr lesenswerter Artikel über die derzeitigen Standards bei der Tierhaltung.

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
01.01.2013
Sophal hat geschrieben:
Einer der besten Beiträge die ich jemals gelesen habe !. :)
28.12.2012
Sandsturm hat geschrieben:
Diese Tipps haben bestimmt viele von uns schon gehört. Wäre nur schön, wenn sie wirklich alle Menschen befolgen würden.
28.12.2012
Juliaaa hat geschrieben:
Du sprichst mir aus der Seele :-)
28.12.2012
LSternus hat geschrieben:
Das sollte sich mal rum sprechen. Wie gut wir zu Tieren sind, zeigt an wie weit unsere Gesellschaft ist.
Super Bericht.
28.12.2012
Lukas96 hat geschrieben:
WAUUU toller BERICHT
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