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© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Tarnung im Tierreich - Reptilien, Insekten und Amphibien


von MaRyLoU
23.01.2012
78 P
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Tarnung bedeutet für viele Tiere alles. Wer nicht gefressen werden will muss unsichtbar werden... So lautet das Motto vieler Tiere, die auch gar keine andere Möglichkeit haben um zu überleben, da sie sich nicht richtig verteidigen können. Tarnung von Tieren bedeutet, dass sie sich durch Musterung, Farbe, Körperbau und ähnliches an den Untergund anpassen können und für die Augen ihrer Jäger nahezu unsichtbar werden. 

Bei dem Reptilien, Insekten und Amphibien gibt es sehr viele Verkleidungskünstler. Manche Tarnungen sind gleichzeitig auch wunderschön. So hat zum Beispiel auch der Schmetterling eine gute Tarnungsmethode. Genauer gesagt hat er mehrere. Die erste ist, dass er sich durch Färbung und Musterung an den Untergrund anpasst. Jedoch nutzt der Schmetterling auch noch eine andere Variante, die Augen seines Jägers zu täuschen. Die gefährlichsten Jäger des Schmetterlings sind Vögel. daher gibt es manche Schmetterlingsarten, die sogenannte Augen auf ihren Flügeln haben. Diese Augen erinnern den Vogel zum Beispiel an Eulen- oder Katzenaugen und den Moment des Schreckes nutzt der Schmetterlings dann zur Flucht. Doch natürlich sollen die wunderschönen Flügel auch zur Partnersuche dienen... 

Schmetterling (c) bdermaye

Dieser Falter ist für einen Vogel nahezu unsichtbar, da er farblich und vom Muster an den Untergund angepasst ist.

Falter (c)WWF J. Fieber

 

 

 

 

Ein Stöckchen oder ein Tier? Diese Frage kann man sich schonmal leicht bei Heuschrecken und anderen Insekten stellen. Viele Körperformen von Insekten sind an sich schon enorm, und dann auch noch mit passender Färbung sind sie fast nicht mehr als Tier zu erkennen. Viele diese Tiere können dann auch noch stundenlang still sitzen. Am bekanntesten ist wohl mit die Stabheuschrecke. Sie hat einen Körperbau der wirklich wie ein Stock aussieht und im Geäst fällt sie nicht mehr auf. Andere Heuschrecken verschmilzen durch ihre Färbung mit der Umgebung und werden vom Aussehen schnell eins mit Blättern oder Gräsern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jede Heuschreckenart ist farblich nahezu perfekt an ihre Umgebung angepasst.

Stabheuschrecke (c), (c)WWF Daniel Doliasch, (c)WWF Adriano Gambarini     Gottesanbeterin (c) WWF Zig Koch, Heuschrecke (c)WWF Zig Koch

  

Auch Schlangen haben ihre eigene Tarnung. Wie andere Tiere sind sie durch ihre Färbung an den Untergrund angepasst. Schlangen nutzen ihre Tarnung auch um Artgenossen, Jägern und Menschen aus dem Weg zu gehen. Sie leben sehr zurückgezogen. Ihre Tarnung hilft ihnen dabei, möglichst energiersparend zu leben. Natürlich nutzen Schlangen ihre Tarnung auch um sich unbemerkt an ihre Opfer ranzuschleichen. Schlangenhäute können gestreift, gemasert, gepunktet und vieles mehr sein.

Schlange (c)WWF Michelle Kailova

Zu den bekanntesten Tarnungskünstlern gehört definitiv das Chamäleon. Das Chamäleon kann sich blitzschnell an den Hintergund anpassen und verscheidene Farben annehmen. Diese fazinerende Leguanenart besitzt erstaunliche Fähigkeiten. (So kann es die Augen um 360° drehen und die Zungenlänge entspricht ausgerollt dem ganzen Körper + ausgerolltem Schwanz!) Sie sind bekannt für ihre einzigartike Anpassungsfähigkeit. Je nach Stimmung und körperlicher Verfassung können sie ihre Farbe verändern*, was nur sehr wenige Tiere können. Und nätürlich nutzen sie diese Fähigkeit auch zur Tarnung. Doch nicht nur durch Farbanpassung tarnen sie sich. Auch ihre Bewegungen tun es. Durch ihre schwankenden und leicht ruckartig taumelnden Bewegungen wirken sie wie vom Wind wehende Blätter. Die Tarnung wird auch häufig zum Beutefang genutzt.

Chamäleon(c) R.Maro

Wie funktioniert die Farbveränderung? Im grunde ist es einfach so, dass die Haut von Chamäleons aus mehrern Schichten besteht. Diese haben verschiedene Farbzellen. Welche Farbe dann erscheint hat etwas mit Reflektion zu tun. Genauere Erklärung dazu sowie allgemein zum Chamäleon findet ihr z.B. auf dieser Seite

Auch wenn diese Tiere bei manchen nicht so beliebt sind, bei denen es so manchen Menschen gruselt (von kleinen Schreiorgien mal ganz zu schweigen ;)), aber Spinnen sind in Sachen Tarnung auch absolute Profis. Spinnen sind vom Aussehen an die Umgebung angepasst. Das nutzen sie zum Schutz und zur Jagd wie die meisten anderen Arten auch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Spinnen auf den Bild sind von weitem kaum zu sehen. Durch Färbung und Muster sind sie an den Untergrund angepasst. Die andere setzt eher auf Warnfarben.

 

Spinne auf Boden(c)WWF Anton Vorauer Spinne auf Blatt (c)Orest Shyadchak Bornerospinne (c)WWF Jimmy Syahirshya

 

Als letztes kommt nun noch ein Tier, bei dem bestimmt auch schon jeder mal eine nicht erfolgreiche Suche einstecken musste. Ich rede vom Frosch. Der Frosch macht sich häufig seine Tarnfarben und Musterung auf dem Rücken zum Vorteil. Diese ist an den Untergrund angepasst. Es gibt viele verschiedene Tarnungsfarben und Muster unter Fröschen. Frösche kann man teilweise nicht vom Untergrund unterscheiden. Sie wirken eher wie ein Blatt im Laub. Auch werden unsere Augen in dem Sinnge getäuscht, dass wir einen Frosch im Flussbett durch die ovale Form schnell mal für einen Stein halten. Andere Frösche haben auch noch Warnfarben um ihre Jäger zu verschrecken... also auch eine große Zahl an verschiedenen Tarnungsarten.

Frosch auf Blatt (c) WWF Dr. Heinz Kliser, Frösche auf Blättern (c) , Frosch auf Blatt (c)WWF Zig Koch

 

(c) WWF DR. Heinz Kliser

Es gibt noch unzählig viele weitere Arten deren Tarnungen fantastisch, fazinerend und bewunderswert ist. Und wer weiß wie viele Tierarten wir wegen deren Tarnung noch gar nicht entdeckt haben...?!

 

Zum Abschluss noch ein kleines BIlderrästel? Die Aufgabe lauetet: finde das Tier :) Und das ist manchmal wirklich nicht einfach.

 

 

 

 

(c) WWF

(c)WWF                                                                                                                                                          

 

 

 

 

(c) WWF Dr. Heinz Kliser

                                         Oleanderschwärmerpärchen (c)WEltenbummler78    

   

 

 

 

 

Schlange(c) Adpics

 

 

 

                 Eidechse auf Steinen(c) Maria77, Heupferd (c)   mella.mee                                                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(c)WWF Guenther Merz                                                                                                                              (c)NG  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Falls ihr euch auch für die Tarnung von Säugetieren interessiert (bei manchen denkt man gar nicht das sie sich tarnen ;)) schaut euch doch auch noch den Artikel Tarnung im Tierreich - Säugetiere und Vögel an...[Sofern ihr es noch nicht getan habt :)]

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Autor: Mary-Lou                                                                                                                          Textquellen: 1.) über Chamäleon 2.) über den Schmetterling  3.) allgemeines 4.) über Schlangen 4.) über Frösche 5.)Die Enzyklopädie der Tiere NG 5.) Erlebnis Biologie 1

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Kommentare (14)
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05.02.2012
Fritzi24 hat geschrieben:
Unglaublich schön :))
Echt interessant!
27.01.2012
Jutta hat geschrieben:
die natur ist wirklich ein kleines wunder!
24.01.2012
JohannesB hat geschrieben:
Grandiose Fotos mit interessanten und faszinierenden Infos. Super Bericht, Marylou! :)
24.01.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
24.01.2012
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Super klasse Bericht! Ist dir gut gelungen :) Und es ist echt interessant...:) Schlaue Natur
24.01.2012
Babbuina hat geschrieben:
Die Natur ist wirklich soetwas wundervolles und einzigartiges und wir zerstören sie einfach, ansatt sie zu schützen. -.-
24.01.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
24.01.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
24.01.2012
MaRyLoU hat geschrieben:
@Midori: Ja das stimmt :D Obwohl es mir häufig auch nicht besser geht...Und im Schmetterlingsgarten aufpassen nicht auf einen Schmetterling zu treten ;)
24.01.2012
midori hat geschrieben:
Danke für den anschaulichen und coolen Bericht! :o) Ich bin immernoch beeindruckt, welche abwegigen Ideen die Natur so entwickelt. Einfach nur schön! :o)

ps.: Am lustigsten ist es immer im Zoo, wenn alle Besucher vor dem Terrarium stehen und verzweifelt den Frosch suchen! :D
24.01.2012
Marcel hat geschrieben:
Unglaublich spannend, dieses Thema! Ich stelle mir gerade vor, wie das wäre, wenn wir Menschen verschiedene Farbzellen in der Haut hätten, oder Augen die sich 360° drehen können, oder ewig lange Arme und Beine die wie Äste aussehen... Wie wohl die Welt für diese Tiere aussehen muss...?
23.01.2012
MarcelB hat geschrieben:
Siehste...! Ein geiler Bericht jagt den nächsten! Super gemacht, auch hier vom Layout perfekt! Sogar noch viel mehr spannende Bilder als bei mir! Schön auch dieses vier Abbildungen von der Gottesanbeterin nebeneinander! Top gemacht, auch Lob von mir!!! Völlig verdient "Lesenswert"!! ;)
23.01.2012
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Ich find sowas ja immer total coll :) Ich sehe meinen Hund ja schon manchmal nicht auf den ersten Blick, wenn er auf einer braun-roten Decke liegt, aber diese Tiere hier habens echt drauf ;)
23.01.2012
LaLoba hat geschrieben:
Danke für den interessanten Bericht! Wieder sehr schöne Fotos! Vor allem den knallig grünen Frosch find ich super und der Schmetterling im Herbstlaub ist wunderschön ;-)
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