Rette mit uns bedrohte Natur!


Deine Hilfe für


eine schöne Welt


Jetzt Mitglied werden!
© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Streuen - ja oder nein?


von Franzi
26.01.2010
78 P
7
0

Herrliches Winterwetter - die Landschaft ist weiß, es weht ein eisiger Wind und man kann endlich wieder richtige Schneemänner bauen... So zumindest sieht es bei mir vor der Haustür im Moment aus. Doch der Winter hat auch seine Schattenseiten: zum Beispiel ist es sehr glatt. Hier in Hamburg handhaben sie es in Anbetracht der großen Schnee- und vor allem Eismengen inzwischen so, dass sie gar nichts mehr dagegen tun. Die Alternative wäre zu streuen, was aus Kostengründen nicht getan wird. Schlecht für den Menschen, aber gut für die Natur?

Nun, zunächst einmal sollte die Sicherheit der Menschen ja eigentlich ,erstmal im Vordergrund stehen, ich selbst habe mich diesen Winter schon etliche Male darüber aufgeregt, dass unser Schulweg mehr einer Eisbahn als einem Bürgersteig gleicht. Grade für alte Menschen macht es das Eis fast unmöglich, sich alleine aus dem Haus zu bewegen. Auch auf Straßen ist es im Grunde unverantwortlich nicht zu streuen. Doch was passiert eigentlich mit dem ganzen Salz was wir auf den Boden werfen?

Genau da liegt das Problem. Denn der Schnee verschwindet zwar vielleicht - das Salz aber nicht. Es sickert stattdessen in den Boden und schädigt dort Bäume und Pflanzen, an dessen Wurzeln es sich anlagert. Auf lange Sicht kann ein versalzener Boden nicht mehr so viele Nährstoffe speichern. Auch kann das Salz ins Grundwasser sickern, was am Ende wieder uns direkt schaden würde(und das ist ja bekanntlich für viele Menschen der einzige Grund etwas zu ändern...).

Alternativen wie Sand, Granulat oder Splitt sind nur bedingt "besser", da sie zwar nicht direkt den Boden schädigen, ihre Ökobilanz aber dafür miserabel ist. Durch Autoreifen wird die steinharte Streu meist schnell an den Straßenrand geschleudert, fällt viel Schnee wird das Gestreute zugedeckt und wird somit wirkungslos. Die Folge: es muss oft nachgestreut werden. Schmilzt der Schnee blockieren diese Mengen dann Gullys und Rinnsteine und müssen aufwendig entfernt werden. 

Wirklich andere Alternativen gibt es nicht. Auch ist in Deutschland weiterhin unklar ob und wer nun eigentlich Salz benutzen darf. Viele Kommunen haben ein Streuverbot für Salz, wobei dies nur für die Anwohner, jedoch nicht für den städtischen Reinigungsdienst gilt. Die Begründung: die Anwohner wüssten nicht, wie viel Salz sie streuen müssten und würden die Natur somit übermäßiger schädigen als ein Streufahrzeug, welches "genau dosiert" streut... Andere Kommunen wiederum äußern sich gar nicht zum Salz, was für viele Anwohner verwirrend ist und es möglich macht, einfach in den nächsten Ort zu fahren und sich sein Salz dort zu besorgen (was jedoch bei dem momentanen Mangel schwierig werden könnte....)

Andere Länder, wie die Schweiz zum Beispiel, erlauben generell das streuen mit Salz, bieten jedoch zusätzlich umsonst Sand aus bereitstehenden Kisten an. Ist das klüger?!

Was meint ihr dazu? Sollten wir der Umwelt zuliebe lieber gar nicht mehr streuen und es darauf ankommen lassen, dass sich keiner verletzt oder ist das verantwortungslos?  

 

Weiterempfehlen

Kommentare (7)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
03.02.2010
Franzi hat geschrieben:
Das stimmt natürlich, obwohl man zum streuen(von Salz) nicht gezwungen ist, das ist in manchen Bundesländern sogar für Privatmenschen verboten. Räumen aber ist Pflicht, sprich man muss in dem Bereich vor seinem Haus Schnee und Eis wegschippen.
03.02.2010
StrongBad hat geschrieben:
die Frage, ob man streuen sollte oder nicht, erledigt sich schon selbst, da wir in deutschland das gesetz haben, dass wir streuen MÜSSEN. wenn wir das nicht tun, müssen wir mit strafen rechnen, wenn sich auf unsrem gehweg jemand verletzt, müssen wir seine heilung bezahlen...
27.01.2010
lolfs hat geschrieben:
Natürlich sollte man streuen, besonders in Städten. Dort schilzt das Wasser, gelangt in die Kanalysation und wird im Klärwerk entsalzt. Außerdem wollen Rollstuhlfahrer nicht immer auf andere angewiesen sein. Durch den Schneematsch, welcher mittlerweile wieder gefroren ist, sind Huckel entstanden, welche das Laufen und Fahren enorm beeinträchtigen.
26.01.2010
Taki hat geschrieben:
Oh es gibt noch eine Alternative. Sich in Geduld üben, warten bis der Schnee getaut ist. Schadet nicht der Natur wenn der Schnee einfach bis zum Tauen liegen bleibt, wo er hingefallen ist oder verwéht wurde. Ski laufen ist auch sehr Umweltschonend.
26.01.2010
Bassus hat geschrieben:
Vor allem in der Nähe zu Feldern sollte man streuen vermeiden, erstens sind das dann eh meistens Landstraßen und zweitens kommen sonst zu viele Stoffe in den Boden. Aber Hauptstraßen sollten wir streuen, denn sonst würde es viel mehr Unfälle geben, wobei auch solche zuschaden kommen könnten die der Natur nicht allzviel getan haben.
26.01.2010
ZeKreap hat geschrieben:
Jo ... Umweltschutz ja, aber nicht wenn dabei Leute zu Schaden kommen nicht. Trotzdem ein sehr schöner Bericht. Danke.
26.01.2010
Philipp hat geschrieben:
Da geb ich dir Recht, stark befahrene/begangene Straßen und Wege sollten gestreut werden
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_221.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen