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Stierkampf als Weltkulturerbe?


von Linda
06.02.2010
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Der Stierkampf gilt schon lange aus ethischen Gründen als umstritten. Vor allem in Spanien, aber auch in Portugal, Südfrankreich und einigen stark spanisch beeinflussten Ländern in Südamerika ist er allerdings bei den meisten Einwohnern ein gern gesehenes Ritual und eine alte Tradition.

In Spanien finden pro Jahr etwa 6000 blutige Stierkämpfe statt. Die stets gut gefüllten Arenen begeistern nicht nur die Zuschauer sondern sicherlich auch den Staat. Denn die 5 Dachverbände, die die "Corridas" organisieren, erwirtschaften um die 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Und jeder der 70 Veranstalter zahlt rund 5 Millionen Euro Konzessionsgebühr an die Städte. Klar also,dass Spanien und auch Teile Frankreichs nicht gerne ihre sicheren Einnahmequellen aufgeben wollen, wie es nun schon länger viele Tierschutzorganisationen fordern. Es ist überhaupt verwunderlich, dass so etwas heutzutage noch erlaubt ist.

Dieses Jahr könnten die Stierkämpfe schon verboten werden, doch nun treten die Freunde der "Corridas", nämlich eine Organisation aus Frankreich (UVTF) die Flucht nach vorne an. Sie wollen sich bei der UNESCO bewerben, dass die Stierkämpfe zum "immateriellen Kulturerbe der Menschheit "ausgezeichnet werden  und somit in den zahlreichen Arenen verewigt werden. Die UNESCO soll also als Alibi der Kämpfe dienen, bei denen Stiere gut 20 Minuten gefoltert werden und gegen den Tod ankämpfen bis sie schließlich doch qualvoll sterben? Doch nur Staaten können diese Bewerbungen einreichen und so bleibt zu hoffen, dass Frankreichs Kulturministerium nicht auf die UVTF eingehen wird und dieses unbeschreibliche Leid endlich ein Ende nimmt.

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Kommentare (15)
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12.02.2010
WitchWars hat geschrieben:
ich finde das sehr abstoßend und seltsam... Als die Menschen sich weiterentwickelt haben ist scheinbar das gute in der Vergangenheit geblieben und die ganzen schlechten Traditionen hat man alle mitgenommen
11.02.2010
Nia hat geschrieben:
Einfach nur grauenhaft. Stierkampf als Weltkulturerbe? Klar doch. Da kann auch gleich Tierquälerei Weltkulturerbe werden- das liefe auf das gleiche hinaus.
09.02.2010
Himmbeere hat geschrieben:
welche leute können sich so was schon anschauen ?
ich könnte das nicht!
07.02.2010
isabella hat geschrieben:
alsoooo...die überschrift hat mich schon stutzig gemacht...ich finde das ehr barbarisch, wie die da mit den armen tieren umgehen
07.02.2010
NinaLuthien hat geschrieben:
Ein Hoch auf den spanischen "Machismo".
Scheiß Grundeinstellung für ein Land im 21.jh. Aber genau da hat halt auch der Stierkampf seine Wurzeln. Der spanische Macho muss sein Ego puschen und tritt daher seinem eigenen( natürlich nur symbolisch gesehenen) Ebenbild in der Arena gegenüber.
Der Stier seht in der spanischen Kultur eben für Kraft, Ego und Standhaftigkeit und wenn Man(n) (gibt es weibliche Matadoren???) den Stier dann "besiegt" hat...
Hallo aufgegeiltes Ego!

Natürlich gehört der Stierkampf abgeschaft. Aber man muss die Kultur der Spanier verstehen.
Seit jahrhunderten gibt es diese Tradition und wenn man den Stierkampf einfach verbietet ohne einen Wandel der Grundeinstellung der Gesellschaft zu fördern, müssen die Spanier ihren "Maschotrieb" anders ausleben... das führt dann zu häuslicher Gewalt oder schlimmerem...

@Lena114: Grundliegend find ich die spanische Kultur nicht blutig oder babarisch. Spanien wird halt nur von einem totalen "Maschodenken" regiert.
Herzlichen Dank an die Franco Zeit und die Zeit der "Conquistadoren" sprich der Eroberer Amerikas.

Trotzdem ist es natürlich lächerlich, das der Stierkampf UNESCO-Welterbe werden soll...

Lieben Gruß Nina 
07.02.2010
blackDiamond hat geschrieben:
Naja wenn sie Stierkämpfe machen können sie direkt wieder Gladiatoren in der Arena kämpfen lassen.....Tradition hin oder her....alle erzählen uns etwas von einer zivilisierten sozialen Welt....und dann sowas?
Ich finde es einfach nur abartig und krank.....Ich frage mich wie die Leute drauf reagieren würden wenn Menschen dort kämpfen.....das ist dann natürlich wieder total unmöglich.....aber wir haben genauso wenig ein Recht dazu diesen armen Tieren solch eine Qual anzutun....
07.02.2010
Heiko hat geschrieben:
@Hele: Was heißt da differenzierter?
Ich sehe durchaus, dass der Stierkampf eine sehr lange Tradition hat und die Menschen da seit langer Zeit schon regelmäßig mitfiebern.
Aber Tradition oder Kultur rechtfertigen für mich keineswegs etwas wie den Stierkampf. Vor Allem muss man meiner Meinung nach auch bei Traditionen unterscheiden. Wenn ein ganzes Naturvolk Tiere opfert, weil sie meinen damit den Göttern einen Dienst zu erweisen, dann ist das für micht nicht nachvollziehbar. Aber wenn die Menschen einer reichen Industrienation einen Stier quälen und anschließend töten, zur reinen Belustigung der Zuschauer, oder sogar um damit Geld zu verdienen, dann ist das für mich noch mal etwas ganz anders.

Aber das ist nur meine Meinung. Und du hast sicher recht, das in die Köpfe der Menschen da zu kriegen ist wohl nicht leicht. Aber die Einsicht kommt hoffentlich früher oder später. Oder eben es wird verboten, dann braucht man nicht so lange warten. 
07.02.2010
KyraMoana hat geschrieben:
Natürlich ist das einfach krank und absurd, sich zu freuen, wie Lebewesen agestochen werden. Aber ich kann mir auch wirklich vorstellen, dass es für die Leute, die damit aufgwachsen sind und es für etwas vollkommen normales halten, es zur Kultur gehört und auch genauso Tradition ist.
Dass der Staat das aber für zusätzliche Einnahmen in Kauf nimmt, ist ja wohl unmöglich und egoistisch.
07.02.2010
Heiko hat geschrieben:
Ist zwar eigentlich falsch, aber ich muss zugeben, dass ich mich jedes Mal etwas freue, wenn dann doch mal der Stier "gewinnt". Gut, gewinnen kann man das nicht nennen, weil der dann häufig angeschläfert wird. Aber verdient haben es die Menschen eben mal so ein Stierhorn in den A... zu kriegen.
Ironisch nur wie bestürzt dann alle sind wenn ein Mensch bei einem Stierkampf stirbt... Hallo? Das ist ja wohl zu erwarten...
Son bisschen erinnert das doch an Gladiatorenkämpfe. Wahnsinn dass Menschen sich so was immer noch angucken wollen...

Da muss ein Verbot her, keine Frage!

-Heiko-
07.02.2010
SammyJo hat geschrieben:
Sowas geht doch überhaupt nicht haben die den gar kein Mitgefühl? Das kann doch keine tolle Tradition sein die Stiere werden kaltblütig umgebracht! Doch dann frag ich mich wofür überhaupt nur weil sie damit so viel Geld verdienen? Sorry aber das sind für mich echte Tierquäler.
07.02.2010
StrongBad hat geschrieben:
seht das mal realistisch, die spanier verdienen damit warscheinlich mit millionen von den eintrittskarten her, die werden bestimmt nicht freiwillig damit aufhörn, nur weil sich manche beschwern dass das tierquälerei ist...
07.02.2010
Taki hat geschrieben:
Und solche Länder sind Mitglieder der Eurozone, einfach aus prtest dort keinen Urlaub mehr machen. Emails an die Botschaften senden.
06.02.2010
Himmbeere hat geschrieben:
in machen ländern sind die tiere heilig und in den anderen werden die mit solchen scheiß getötet. also nee die menschen sind schon blöt.
06.02.2010
MarieR hat geschrieben:
Ich finde es immer wieder schlimm zu sehen wozu Menschen in der Lage sind.
Wieso habe so viele Spaß am Morden bzw. dem kaltblütigem Abschlachten wehrloser Tiere, was in dem Fall wohl die Stiere währen.
06.02.2010
Lena114 hat geschrieben:
Jaja, die Spanier neh?! Brutale und barbarische Kultur, würde ich sagen. Erbährmlich einem (fast) wehrlosen Tier gegenüber zustehen, welches unter lautem gebrüll der Zuschauern erstochen wird. Wiederlich!!!
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