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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Stier verletzt 30 Menschen.


von midori
19.08.2010
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Bei einem Stierkampf in Spanien hat ein Bulle die Absperrungen der Arena durchbrochen und rund 30 Zuschauer verletzt. Drei von ihnen schwer.

Der Stierkampf in der Arena von Tafalla war kein gewöhnlicher. Normalerweise werden Stiere bei Stierkämpfen getötet. Hierbei handelte es sich jedoch um einen Wettkampf von Recortadores. Das Tier wird nicht getötet. Man versucht lediglich ihm auszuweichen. Tafalla liegt nahe Pamplona, was für sein jährliches Stiertreiben in der Altstadt bekannt ist. Auch hier werden immer wieder zahlreiche Menschen verletzt.

Nur gelegentlich durchbricht ein Stier die Absperrungen und nur ganz selten gelangt er bis in die Zuschauerränge. Ein beherzter Satz des Tieres hat genügt und er durchpflügte den Zuschauerraum mit seinen Hörnern. Menschen kreischten. Kinder versuchten in die Arena zu gelangen. "Ich hatte Panik. Ich rannte aus dem Stadion", sagte eine junge Frau dem baskischen Fernsehen.

Der Bulle "Quesero" wurde nach etwa einer Viertelstunde von Mitarbeitern gestoppt und.. natürlich getötet. Er hatte während der Vorstellung schon zweimal versucht, die Absperrung zu durchbrechen. Dabei ist ihm ein Horn abgebrochen.

Derzeit läuft in Spanien eine hitzige Diskussion um den Stierkampf. Katalonien  hatte als erste spanische Region Ende Juli den Stierkampf offiziell verboten und mit der jahrhunderte langen Tradition gebrochen.

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Kleiner Nachtrag:

Im spanischen Bilbao haben Tierschützer mit vollem Körpereinsatz gegen den Stierkampft protestiert: Mit ihren bloßen, mit Farbe bemalten Körpern haben sie sich in Form eines Kampfstiers vor dem Guggenheim-Museum auf den Boden gelegt. Die Demonstration fand zu Beginn des neuntägigen, von Stierkämpfen begleiteten Volksfestes Aste Nagusia statt.

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Quellen:

www.otz.de  | www.welt.de  | http://www.sueddeutsche.de/leben/momentaufnahmen-bilder-des-tages-1.986358-2

 

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Kommentare (17)
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22.08.2010
Anni09 hat geschrieben:
also was die sache mit dem jungen betrifft kann ich nur sagen, dass man das im prinzip nicht beurteilen kann, denn man kennt die umstände nicht. da manche ja der meinung sind, dass der junge selbst schuld dran schuld hat, finde ich etwas krass. in spanien herrscht eine andere mentalität wie in deutschland, dort ist es vielleicht nicht so einfach den eltern zu widersprechen oder ihnen mal ganz klar die meinung zu sagen.
für ein kind das mit stierkämpfen aufgewachsen ist, ist es warscheinlich nicht so einfach zu erkennen das stierkämpfe tierquälerei sind.ich möchte aber niemanden in schutz nehmen, sondern versuche die sache einfach aus einem objektiven blickwinkel zu betrachten.

lg
22.08.2010
midori hat geschrieben:
Ich finde es vorallem super, dass sie das Blut so demonstrativ visualisiert haben. Damits auch bloß keiner übersieht!!
22.08.2010
nera8 hat geschrieben:
Wenn ich Zuschauer eines Stierkampfes wäre, hätte ich auch nicht damit gerechnet, dass der Stier auf mich drauf springen könnte. Und ich finde das sollte auch nicht der Grund sein Stierkämpfe nicht mehr zu besuchen. Die Menschen müssen wirklich verstehen wie grausam ein Stierkampf ist und wie sehr diese Tiere leiden. Ich hoffe, dass demnächst auch die anderen Regionen den Stierkampf abschaffen.

Die Aktion in Bilbao ist super! Nackte Menschen erregen schnell Aufmerksamkeit ;) und es zeigt - wie ich finde - die Schutzlosigkeit der Stiere.
21.08.2010
midori hat geschrieben:
Kleiner Nachtrag zum Stierkampfartikel!!
21.08.2010
amix33 hat geschrieben:
Die Spanier sehen gar nichts schlimmes darin Stiere bis aufs Blut zu reizen und sie dann auf "mutige" oder meiner Meinung nach dumme Leute loszulassen.
Sie haben es nie anders gemacht und sich keine Gedanken darum gemacht, dass das vielleicht Tierquälerei wäre oder eine Gefahr ist, die man nicht so einfach abtuen kann.
Der kleine Junge tut mir wirklich leid.
Ich verstehe die Eltern einfach nicht.
Die anderen verletzten hätten damit rechnen können, dass so etwas passiert!
Das war eigenes Pech, aber der Junge...

Ich denke Stierkämpfe sollten verboten werden auch um die Stiere zu schützen.
Stiere sind ja "auch nur" Tiere und werden durch diese "Spiele" zu etwas bösem, abscheulichen gemacht.
Diese Aktivitäten fallen meiner meiner Meinung nach unter Tierquälerei.
Oder ist es artgerecht ein Tier bis aufs Blut zu reizen und es dann auf Menschen loszulassen, die dann als tollkühne Helden die Arena verlassen?

Ich hoffe, dass die spanischen Zuständigen zum Handeln gezwungen werden, egal ob durch die Medien oder die EU (??) .
21.08.2010
Gandhi hat geschrieben:
@RockChickRike: Nehmen wir mal an, der Junge hätte die Eltern überredet, zum Stierkampf zu gehen. Ich würde dem Jungen keinen bisschen die Schuld daran geben. Die Eltern sind für das Kind verantwortlich und verantwortliche Eltern hätten bestimmt nicht für so ein Schwachsinn zu gestimmt. Und deshalb tut mir der Junge Leid.

@Urmel88: Muss dir wohl zustimmen, Spanier die für den Stierkampf sind, werden wohl nicht so schnell ihre Meinung ändern. Muss wohl noch was schlimmeres passieren, damit sie ihre Stellung zum Stierkampf ändern. Hoffe wir irren uns da! Die Hoffnung stirbt zur Letzt.
21.08.2010
midori hat geschrieben:
@Thorir: So langsam frage ich mich bei dem 10Jährigen auch, ob der nicht vielleicht seine Eltern überredet hat zu einem coolen Stierkampf zu gehen oO Dann hät ich da auch kein Mitleid.. Aber weiß man ja nie ._____.
21.08.2010
Gandhi hat geschrieben:
Das Stier welches die Absperrung durchbrochen hat, wird unter den Stieren als Held durch gehen. Den ich hoffe mal, dass durch den "Unfall" die Menschen in Spanien ihre Meinung bezüglich des Stierkampfs ändern und die Diskussion mehr angeheizt wird und ein landesweites Verbot verordnet wird. Tradition hin oder her, es handelt sich hierbei um Tierquälerei. Das muss gestoppt werden.
Nicht dass die verletzten Menschen mir nicht leid tun, sind immer noch Menschen, aber in gewisserweiße sind sie selber Schuld.
Wenn ich mir Bilder von Stierkämpfen ansehe, frage ich mich ob die Zuschauer ein Herz aus Stahl haben. Die Menschen dort sind zwar mit der Tradition aufgewachsen, aber trotzdem muss man doch wissen was Tierquälerei ist. 
20.08.2010
Anni09 hat geschrieben:
hab darüber in der zeitung gelesen, dort stand auch noch, dass der stier einen dolchstoß in den nacken bekam. also da kann ich nur den kopf schütteln. das tier kann ja wohl überhaupt nichts dafür...und: die verletzten menschen können ja wohl kein ernsthaftes mitgefühl verlangen....würden sich die menschen die stierkämpfe nicht angucken, gäbe es diese auch nicht mehr, denn so ist es doch mit allem. nachfrage und angebot....
selber schuld! (natürlich nicht die kinder)
20.08.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Abscheulich.
Ich kann mich euren Meinungen nur anschließen.
Den Kommentar von Thorir finde ich auch echt gut!
20.08.2010
Marielle hat geschrieben:
Ich habe auch kein Mitleid. Ich finde ide sind selbst drann schuld, wenn sie sich den kram noch anschauen!
20.08.2010
FelicitasVulkanisiert hat geschrieben:
Die Sadisten haben es verdient, allerdings tut es mir um den 10-jährigen Jungen leid, der schwer verletzt wurde, denn er kann ja nichts dafür, dass seine Eltern auf so einen Mist stehen!
20.08.2010
Taki hat geschrieben:
Klasse, hoffentlich lernt der Mensch da von und Stoppt den Wahnsinn zum Schutz von Tier und Mensch
20.08.2010
midori hat geschrieben:
@Thorir: Wunderschöner Vergleich! *.*
19.08.2010
Fabia hat geschrieben:
wer sich so etwas anguckt ist selbst schuld, finde ich. die kleinen Kinder können sich da ja noch nicht ganz so äußern, aber die erwachsenen ...
19.08.2010
Morgan hat geschrieben:
traurige bilanz,weil 30 menschen verletzt wurden?ok,mir tun vll die kleinkinder leid,weil sie bestimmt nicht allein da hingegangen und den stier finde ich generell nicht schuldig.wer mag es schon,in die engegetrieben und geärgert zu werden? ich kenn das,weil mein bruder mir die ganze zeit auf den keks geht.
19.08.2010
midori hat geschrieben:
An dem Punkt muss ich Dir leider recht geben. Aber ohne Opfer begreift es scheinbar keiner...
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