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© Alexei Ebel / WWF-Canon
So Zerstört der Mensch noch unerforschte Delfinpopulationen


von Sindthia
09.06.2009
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Delfine werden überall auf der Welt geschätzt das ist allgemein eine Tatsache, viele Menschen sind regelrecht begeistert, wenn sie hören dass Delfine überall auf der Welt zu therapeutischen Zwecke erfolgreich eingesetzt werden und zudem sehr intelligent sind und Menschen sogar das Leben retten.

Doch genau diese Tatsache der Schätzung und der Faszination ist es die Jahr für Jahr Millionen von Delfine ihre Freiheit kostet, denn wieso sollte ein Händler der mit dem Verkauf eines lebenden Delfins 100´000 US$ einnimmt aufhören nach Nachschub auf der ganzen Welt zu suchen wenn die Nachfrage nach ihnen immer weiter steigt.
Und für diese steigende Nachfrage sind wir verantwortlich du und ich denn wer von hat noch nie eine Delfinshow oder Delfine irgendwo anders bewundert.

Und gerade diese Faszination ist es die dafür sorgt das immer mehr freilebende Delfine lebendig gefangen wird.
Denn z.B. in Orten wie Parque Nizuc zahlen Touristen mehr als 100 US$ pro Kopf um die Gelegenheit zu haben Delfine zu streicheln zu küssen oder um von ihnen durchs Wasser gezogen zu werden.
Diese Nachfrage nach solchen Attraktionen und Delfinshows steigt und daher werden jetzt sogar Delfine in Gebieten gefangen, wo man über die Population der Delfine und die Tatsache was so ein Eingriff in die Natur der Delfine bedeutet gar nichts weiß.
Den Menschen die diese Delfine fangen ist es egal denn sie verdienen damit gutes Geld und weil Händler wie Chris Porter ihnen Einreden das es den Delfinen in solchen Delfinariums oder Aquariums besser gehe als in freier Wildbahn.

Doch dies ist einer der größten Irrtümer über Delfine denn diese Lächeln immer ob sie glücklich oder traurig sind und daher kann niemand sagen dass die Tiere in Delfinariums glücklich sind weil sie lächeln. Denn Delfine würden selbst dann noch Lächeln wenn sie Tot auf einem Ladungssteg lägen.

Delfine werden überall auf der Welt gefangen in den traditionellen Ländern wie Russland (obwohl es dort seit 2002 untersagt werden immer wieder Tiere gefangen), der Karibik, Japan, Kuba und der Ukraine( ebenfalls seit 2002 verboten), genauso wie in traditionellen Regionen wie dem Schwarzen Meer.
Die Karibik und Kuba exportieren ihre gefangenen Delfine hauptsächlich in die EU (Spanien) oder in die Dominikanische Republik und in die niederländische Antillen. Das Spanien Delfine importiert wird zwar stark kritisiert, doch wurden diese Tiere trotz dieser Kritik auch innerhalb der EU gekauft.
In Japan werden besonders brutale Treibjagden auf Kleinwale durchgeführt, durch diese wird gegenwärtig vor allem der asiatische Raum versorgt, doch wurden auch welche nach Deutschland in den Holidaypark in Hassloch importiert. Wie so etwas abläuft kann man hier sehen aber Achtung man sollte starke Nerven besitzen:
http://www.glumbert.com/media/dolphin

Die neuen Länder für den Lebendfang von Delfinen sind Türkei, Salomonische Inseln und neuere Region sind Mittelmeer und Südpazifik.
Die Türkei ist ein relativ neuer Delfinabnehmer 1994 wurde zwar das damals einzige Delfinarium der Türkei geschlossen doch gibt es heute 7 Delfinariums in der Türkei.
Erst vor kurzem erlaubte die Türkei das Fangen von 30 Delfinen, von denen 23 gefangen wurde, diese wurden an der Mittelmeerküste der Türkei gefangen. Obwohl es über die Delfinpopulation dort keinerlei Informationen gibt, obwohl die Regierung der Türkei im Rahmen einer Untersuchung der Berner Konvention offiziell angibt, das alle 23 Delfine aus Populationen von Tausenden Delfinen gefangen worden sind und nur für die Therapie von Kindern eingesetzt werden.
Auf den Salomonischen Inseln begangen die ersten Fangaktionen von lebenden Delfinen für den Export 2003, im Oktober 2007 wurden dann 28 Delfine nach Dubai exportiert.
Für einen Kaufpreis von 200 000 US$, daher zieht die Regierung der Salomonischen Inseln auch den jährlichen Export von bis zu 100 Delfinen in Erwägung. Und dies trotz starker Kritik von Expertengruppen der IUCN, diese hatten bereits 2003 eindeutig kommentiert, „Dass auf Grund mangelnder Informationen über die Delfinpopulationen kein Delfinfang stattfinden sollte“.

Daher sollten wir uns überlegen ob die Zerstörung von Delfin Populationen auf der ganzen Welt über die wir nichts Wissen, einen Besuch im Zoo, Delfinariums oder bei der Delfintherapie uns dies wert ist.
Dafür das wir hier einen Delfin Kunststücke aufführen sehen oder ein Tourist eine Begegnung mit einem Delfin hat irrt vielleicht irgendwo auf der Welt eine Gruppe von Delfinen ohne ihren Anführer herum und verendet später vielleicht in irgendwelchen Netzten.

Ist es uns das Wert???

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Kommentare (2)
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13.10.2009
Sindthia hat geschrieben:
Ja deswegen wollte ich auch so drauf aufmerksam machen, es gibt zwar immer wieder mal Meldungen aber es wissen einfach viel zu wenige Menschen darüber bescheidt.
11.06.2009
Hexe hat geschrieben:
Ich finde den Ansatz sehr interessant.
Ich hab letztes Jahr viele Erfahrungen in diesem Bereich sammeln dürfen, als ich in einer therapeutischen Station in der Türkei gearbeitet habe.
Es gibt riesige Unterschiede zwischen einem Delfinarium, dass zum Spaß und zur Unterhaltung betrieben wird - und einer therapeutischen Einrichtung, wobei ich diese keinesfalls in den Himmel loben möchte. A) Gibt es auch hier schwarze Schafe und b) ist und bleibt die einzige gute Haltung für Delfine gar keine Haltung sondern ein Leben in Freiheit.

Doch möchte ich, dass bei all dieser Kritik am Delfinfang und der sehr populären Unterhaltung mit diesen klugen Tieren, nie vergessen wird, was ein solches Tier zu vollbringen mag.

Vielleicht wäre es sinnvoll wenn es weltweit eine Bestimmung über die Haltung und die .... blöder Ausdruck ... "Nutzung" der Tiere geben würde.
Sprich, wenn es verboten würde die Tiere zu reinen Unterhaltungszwecken zu fangen und gleichzeitig die Therapiezentren zu einer gewissen Beckengröße etc gezwungen würden.
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