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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Runde, um Runde, um Runde....


von Meatala
04.11.2011
42 P
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Hey Leute

es ist Herbst und damit auch Jahrmarktzeit - bei uns zumindest ist er gerade zu Gast und kampiert de facto direkt vor meiner Haustür - wa sich überhaupt nicht Spaßig finde. Natürlich liebe ich Kirmes und Dom - aber jedes Mal muss ich dabei Zeuge einer der wohl übersehensten Tierquälerei der Welt werden - Ponyreiten!

Auch bei uns steht eine Bude - wie jedes Jahr - wenn ich mich nicht irre sogar die von dem Foto oben. Dort trotten kleine arme Shettys stundenlang im Kreis herum; es liegt nur so wenig Streu das damit allerhöchstens beabsichtigt sein kann, dass die Ponys nicht wegrutschen. Die Geräuschkullisse um das Ponyreiten herum ist unfassbar laut. Direkt daneben steht das lärmende und leuchtende Spiegellabyrinth, direkt vor dem Geschäft das noch viel mehr lärmende und blickende Autoscooter, wo Leute lachen, rennen und Krach machen - zusätzlich zu den Lichtern und der Musik. Wurfbuden und Verkaufsstände kesseln zusammen mti einer riesigen Tombula mit Meterhohen Lautsprechern die Pferde völlig ein.

Und ich stehe dort und sehe mir diese Tiere an. Kleine kuschelige Ponys mit Struppelmähnen - keine einzige Mähne ist lang. Absicht oder haben die Tiere sich sie abgescheuert? Ich weiß es nicht.

Eltern stehen grinsend um sie herum und kleine Kinder hüpfen stolz auf ihrem Rücken herum. Die Ponys sind sichtlich verschwitzt, die Köpfe hängen tief und die Augen sind halb geschlossen. Unübersehbar lustlos trotten sie hintereinander durch ein Areal, dass normalerweise vielleicht eine bis zwei Boxen sein könnten. Also weit zu wenig Platz für an die 6 bis 8 Ponys.

Die Sattelgurte drücken, das Lederzeug ist als. Kinderhacken hauen sich in ihre Seiten; kein Pferd reagiert, wenn ihm sein Vordermann auf den Hintern läuft - was ich nicht als normal erachte. Es wird von Nichts Notiz genommen - sie laufen nur noch stumpf ihre Runde - solange bis sie Feierabend haben.

Um sie herum dröhnen die Geschäfte und in der Mitte steht ein freundlich lächelnder Mann mit einer Peitsche, der sie antreibt. Die Ponys sind so stark ausgebunden, dass sie ihren Kopf nicht einmal mehr bis zu den Füßen senken können und keines gibt einen Laut von sich oder schüttelt sich mal. Auch als der Mann ein wenig "schmusen" kommt, zeigt das gekuschelte Pony so gut wie keinerlei Reaktion.

Entweder sind die Anlagen der Ponys selbst noch in der Nacht - wo diese Pferde auch laufen müssen und wie es mir scheint immer noch dieselben - beleuchtet wie ein Weihnachtsbaum oder sie müssen so wie ihr in vollkommender Dunkelheit laufen, so das sie wahrscheinlich nicht einmal mehr die Hufe sehen. 

Viele der Pferde sind erschöpft oder krank - trotzdem laufen sie weiter. Sie laufen den ganzen Alltag hindurch und werden nicht ausgewechselt. Ich habe noch nie mitbekommen, dass sie zwischendurch Pause hatten - Wasser oder Futter bekommen haben. Ich habe noch nie einen dieser "Domteure" sagen hören, dass das Pferd fünf Minuten raus muss - seien es nur fünf Minuten - weil es schweißgebadet ist und allem Anschein nach nicht mehr kann. 

Wenn eine Zäumung besteht - so wie auf diesem Bild - dann hängen oft die Zungen heraus. Die Münder stehen offen, die Beine schleifen nur noch über den Boden, die Rücken solcher Ponys sind ruiniert.

Wenn sie sich doch mal zur Wehr setzen oder nicht mehr können - was dann? Das könnt ihr euch doch wohl denken, oder? Sie landen beim Schlachter. So etwas wie Gnadenbrot für ausgediente Ponys vom Ponyreiten oder auch Zirkuspferde gibt es selten. 

Was ihr tun könnt?

Boykott! Stellt euch hin und erzählt den Leuten, dass es Tierquälerei ist. Lasst eure Kinder oder kleineren Geschwister nicht zum Ponyreiten. Überzeugt die Älteren mit Fakten, die Jüngeren zb mit Sätzen wie: "Das ist für das Pony nicht schön und du magst Ponys doch so gerne, oder?"

UND schreibt - wie ich - einen Leserbrief an die Zeitung, wenn der Jahrmarkt erneut bei euch ist und riesen Umstätze durch Tierquälerei verdient! 

 

Bilder:

www.haflingerfohlen-zu-jung-zum-sterben.de/page/include.php

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Kommentare (6)
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05.10.2012
Mijaui hat geschrieben:
Ich finde das einfach nur schlimm. Ich bin ein Shetty-Fan und solche Bilder wie oben tuen mir in der Seele weh!
07.11.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Da hilft nur eins: so viele Leute auch die Kinder wie möglich ansprechen und ihnen klar machen, dass das Tierquälerei ist. Wenn man deutlich genug wird, verstehen es auch die Kinder und Eltern.
Den Kindern kann man keinen Vorwurf machen. Die sehen ein Pony und finden es einfach nur süß. Den Eltern hingegen müssten die Erschöpfungssymptome auffallen.
05.11.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Ich find sowas auch furchtbar1 bei uns in der stadt gibt es auch mehrmals im Jahr so eine Art Jahrmarkt, aber da gibt es diese Tierquälerei Gott sei Dank nicht! Dafür habe ich das schon oft genug anderswo gesehen. Das gehört echt verboten!
05.11.2011
Kaninchen hat geschrieben:
schlimm sowas . das gibt es auch jedes jahr bei uns . die armen pony's wie können die das nur aushalten ?
04.11.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
oh man ich hasse hasse hasse solche "vergnügungen"! ich bin selbst begeisterte reiterin und unsere reitlehrerin legt unfassbar viel wert auf artgerechte haltung - was nur gut ist! aber wenn ich sowas sehe, kann ich nicht mal mehr wütend sein. da möchte ich einfach nur noch heulen >.
04.11.2011
midori hat geschrieben:
Toller Bericht! Ich finde es auch immer wieder schrecklich. Ist ähnlich wie mit Zirkus. Nur leider lassen sich begeisterte Eltern unglaublich schlecht von sowas überzeugen, weil sie meinen, sie müssten das ihren Kindern unbedingt bieten :o/

Arme kleine zottelige Ponys! Weißt Du, dass Shettys damals als Grubenponys eingesetzt worden sind? Sie haben Karren unter Tage gezogen. Ohne Sonnenlicht und Wiese und viele von ihnen sind erblindet und vor Erschöpfung gestorben :o/
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