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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Roter Giftschlamm überflutet mehrere Orte in Westungarn


von Carina
06.10.2010
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Die ersten Helfer am Ort der Katastrophe trauten ihren Augen nicht: Hunderte Häuser überschwemmt von einer ätzenden, roten Giftbrühe. Am Montagabend war ein Auffangbecken der Aluminiumfabrik in Ajka gebrochen. Danach ergoss sich innerhalb von Minuten eine ätzende Lawine über ein Gebiet von etwa 40 Quadratkilometern.

Wahrscheinlich hatten Hochwasser und Regen den Damm durchweicht. Ob der Speicher überladen war oder Umweltschutznormen nicht eingehalten wurden, muss noch geprüft werden. Ein Mitarbeiter der Aluminiumfabrik sagte, er und seine Kollegen hätten schon bemerkt, dass der Damm an einigen Stellen "durchweicht" war. "Wir haben überlegt, was wohl passieren würde, wenn er bricht. Doch ich habe nicht geglaubt, dass es wirklich passieren würde."

Damit hätten sich ihre Spekulationen also erledigt: Mindestens eine Millionen Kubikmeter Industrieschlamm sind aus den Speichern der Fabrik bisher ausgetreten. Zahlreiche Felder und drei Dörfer wurden verwüstet. Der Schlamm stand nach kürzester Zeit meterhoch in den Straßen und stieg in den Häusern bis kanpp unter die Decke. Vier Menschen starben und zahlreiche andere wurden verletzt. Die Brühe ist laugen- und schwermetallhaltig, stark ätzend und giftig.

Bernd Schaudinnus von Greenpeace befürchtet, dass große Mengen des natronhaltigen Schlamms in die Donau gelangen und dort ein Fischsterben verursachen werden. Und ist der Schlamm erst einmal getrocknet, wird der Wind ihn kilometerweit verteilen. Schaudinnus ist nach Ungarn gefahren, um Proben des Schlamms zu nehmen und zu untersuchen. "Es ist echt eine schlimme Katastrophe", sagte er in der "Tagesschau".

Auch der WWF zeigt sich schockiert und besorgt. Er befürchtet eine Umweltkatastrophe mit bisher noch nicht abzuschätzenden Langzeitfolgen für Natur und Mensch. "Auf jeden Fall ist der direkte Kontakt mit dem Schlamm lebensgefährlich. Was die langfristigen Folgen betrifft, können wir derzeit noch keine konkreten Angaben machen. Es kommt darauf an, welche und wie viele Schadstoffe in den Boden und die Gewässer gelangt sind“, sagt Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland. Da es in den vergangenen Tagen in der Region viel geregnet hat, könnte es sein, dass der kontaminierte Schlamm auch das Grundwasser erreicht hat.

Der ungarische Ministerpräsident, Viktor Orban, will das Unternehmen trotz allem auf jeden Fall weiterarbeiten lassen: "Wenn wir die Produktion jetzt stilllegen, kann den Opfern auch kein Schadensersatz gezahlt werden."

Quellen:
http://www.tagesschau.de/ungarn190.html
http://www.tagesschau.de/ausland/chemieunfall106.html
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video784126.html

http://www.wwf.de/themen/suesswasser/umweltkatastrophe-in-ungarn/

Bilder: © Csaba Vaszko / WWF

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Kommentare (4)
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09.10.2010
Morgan hat geschrieben:
Es geht da immer um den Schadensersatz. 
07.10.2010
KatevomDorf hat geschrieben:
toll wenn die sache auch über die donau noch weiter verbreitet wird....
*kopfschüttel*
06.10.2010
Morgan hat geschrieben:
Orban Viktor...der Typ ist nicht mehr ganz dicht (aber seine Vorgänger waren noch bekloppter...).
Ist in der Nähe von meinen Großeltern.
Hmm...
06.10.2010
midori hat geschrieben:
Als obs immer nur um den Schadensersatz für die Opfer geht!! Da kriegt man doch das Kotzen!!
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