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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Reichtum unter unseren Füßen – Was getan werden muss!


von RichardParker
05.11.2015
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In den letzten Wochen haben wir einiges über unseren Boden, seine Vielfältigkeit erfahren. Jetzt bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Was müssen wir leisten, was können wir leisten, dass unsere Böden reichhaltig und fruchtbar bleiben? Was macht die Politik?

Der Begriff Bodenschutz ist vielfältig, aber vor allem gilt es die Bodenfunktionen zu schützen. Im Allgemeinen ist der Bodenschutz grundsätzlich Aufgabe der Umweltpolitik. 1985 wurde eine Bodenschutzkonzeption der Bundesregierung verabschiedet, hier wurde erstmals ein Ansatz für Bodenschutz festgeschrieben.

Die Schwierigkeit, Luft-, Wasser und Bodenschutz gleichzeitig abzudecken, legte die Dringlichkeit einer bundesgesetzlichen Grundlage nahe. Daraus folgte die Verabschiedung des Bundesbodenschutzgesetzes. Dieses erleichterte den Umgang mit Altlasten und die Vorbeugung künftiger Bodenbelastungen durch festgelegte Grundsätze. Diese werden durch die Bodenschutz und Altlastenverordnung, welche derzeit überarbeitet wird um die bestehenden Regelungen noch klarer zu formulieren.

Bodenschutz bedeutet Zusammenarbeit. Ob Altlastensanierer, Land-/Forstwirte, Raumplaner Gewerbeaufsichtsbeamte, oder der kleine, private Biogärtner, alle sitzen sie in einem Boot und sind am Bodenschutz beteiligt, ziehen aber nicht immer am gleichen Strang. Der allgemeinen Öffentlichkeit muss ein Bewusstsein für die Ressource Boden vermittelt werden, möglichst schon im Kindergarten oder der Schule. Natürlich müssen die Länder, Kommunen und Organisationen zusammenarbeiten. Durch verschiedene Projekte und Forschungsarbeiten werden immer neu Problematiken aufgedeckt, aber auch Lösungen gefunden. Diese entstehende und sich beständig weiterentwickelnde Wertesystematik ist elementar um dem Bürger die Bedeutung des Bodenschutzes zu verdeutlichen.

Seit 2004 gibt es die Kommission Bodenschutz im Umweltbundesamt (KBU) , welche folgende Ziele hat:


• den vorsorgenden Schutz der Böden vor stofflichen und nicht stofflichen Einwirkungen zu verbessern;
• Qualitätsmaßstäbe für die Wiederherstellung geschädigter Böden zu entwickeln, welche die Erfüllung bestimmter ökologischer Bodenfunktionen ermöglichen;
• die weiterhin steigende Bodennutzung für Siedlungs- und Verkehrszwecke zu vermindern;
• neue Belastungen und Bedrohungen für Böden frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Prävention vorzuschlagen.
Die Kommission dient als eine Schnittstelle auf Bundesebene. Sie führt die wesentlichen Akteure des Bodenschutzes aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung übergreifend zusammen.

Die KBU unterstützt das Umweltbundesamt durch sachverständige Beratung. Sie bearbeitet nicht nur Themen des Bodenschutzes, sondern auch angrenzende Themenfelder.

Wichtige Aufgaben sind:


• das seit 1998 bestehende Bodenschutzrecht fachlich weiter entwickeln,
• Bedrohungen für die Böden frühzeitig erkennen,
• neue Bodenschutzstrategien begleiten,
• die Bevölkerung für das Thema Bodenschutz sensibilisieren,
• Impulse für künftige politische Strategien im Bodenschutz geben.

Das Thema Boden ist vielschichtig und auch hier haben wir einige Veränderungen in den nächsten Jahren zu erwarten. Eines lässt sich jedoch bereits jetzt schon sagen: Jeder kann Boden schützen und alle sind mitverantwortlich, schließlich treten wir ihn jeden Tag mit unseren Füßen, wie als wäre es selbstverständlich, dass er uns nie fallen lässt. Wir müssen uns mal revanchieren, bei unserem treuen Begleiter, er hat es mehr als verdient!

 

Titelbild: Ronja96

Informations- und Textquellen:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft

http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/kommissionen-beiraete/kommission-bodenschutz-0


sowie Unterthemen des ersten Links!

*Anmerkung: die Quellen zum Bodenschutz im Allgemeinen sind sehr viele gewesen, Wikipedia habe ich bewusst rausgelassen (keine anerkannte Quelle! :D) und ich wollte hier jetzt nich 10 verschiedene Quellen angeben. Es gestaltete sich außerdem einigermaßen schwierig aktuelle Quellen zu finden, ich hoffe ich konnte euch dennoch ein wenig aufklären. :)

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Kommentare (2)
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05.11.2015
simondominik hat geschrieben:
Tolle Themenreihe. Es gibt immer eine Menge zu lernen :D super ;D
05.11.2015
Luke24 hat geschrieben:
Ich finde die Berichtsreihe sehr interessant, habe aber den Eindruck, dass das Thema bei mehr als 99 Prozent der Menschen hier in Deutschland zumindest im Alltag kaum wahrgenommen wird. Dies ist sehr Schade.
Ich sehe daher gerade den Punkt "Sensibilisierung der Bevölkerung" als sehr wichtig an.
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