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© Alexei Ebel / WWF-Canon
mehr als nur ein Osterspaziergang


von KatevomDorf
06.04.2010
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„[…]
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter in seiner Schwäche
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er fliehend nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
[…]
Ich höre schon des Dorfs Getümmel;
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!“

 

So beginnt Goethes Faust (der Tragödie erster Teil) zu seinem Famulus Wagner zu sprechen, als sie vor dem Tor spazieren gehen…
Gab es also schon damals einen Klima wandel?
Na klar, denn damals- zu Goethes Zeiten- war es im Grunde hier in Mitteleuropa bereits wärmer als heutzutage bei uns. Nicht umsonst konnte sich beispielsweise die parasitäre Krankheit, die für gewöhnlich in den Tropen und Subtropen von weiblichen Stechmücken auf den Menschen übertragen wird ausbreiten, gemeint ist Malaria (geh ich später noch drauf ein).
Ergo muss es damals erheblich wärmer gewesen sein, als jetzt, denn eine höhere Temperatur bedingt eine höhere Luftfeuchtigkeit und in diesem „sumpfigen“ Milieu fühlen sich Mücken, insbesondere Steckmücken, sehr wohl.
Und das alles schon lange bevor auf diesem Planeten Autos, Flugzeuge oder diverse andere Energiefresser erfunden wurden…oder war das etwa die Holzkohle? Ich will das doch mal ganz stark bezweifeln.

An dieser Stelle möchte ich gerne an „die klimalüge (1-3)“ verwesen
http://www.youtube.com/watch?v=28glS2XFoF8

sehr informativ und bringt mich jedes Mal aufs Neue zum zweifeln, ob ein Teil der Forschungsergebnisse nicht getürkt oder schlichtweg falsch interpretiert sind. Zumal jeder Wissenschaftler ja einen Grund brauch zum forschen. Oder nicht?

 Teil 2:

Und nun möchte ich auch noch genauer über die Malariaerreger berichten, denn laut neueren Erkenntnissen sind nicht wie bisher angenommen „nur“ vier Stämme des Plasmodien für den Menschen gefährlich (Plasmodium falciparum, Plasmodium vivax, Plasmodium ovale und Plasmodium malariae), sondern auch der für bisher nur bei Affen wirksame Erreger Plasmodium knowlesi. Wobei der erstgenannte am gefährlichsten ist.

Der Krankheitsverlauf ist dramatisch (Fieber, Krämpfe, Schuttelfrost, Magen-Darm-Beschwerden) und leider in vielen Fällen, insbesondere bei Kindern, auch Koma oder Tod. Früher ging man davon aus, dass die Erreger aus verschmutzten Trinkwasser oder der gleichen stamme, da Malaria gehäuft auf dem afrikanischen Kontinent vorkam.
alt

Malariarisikogebiete mit Chemoprophylaxeempfehlungen der DTG

 Verantwortlich für die starke Ausbreitung war und ist, wie oben schon angeführt, dass sich Mücken in feuchtwarmen Gebieten eine hohe Reproduktionsrate haben und somit den Parasieten schnell an Folgegenerationen weitergeben können.

Im Mittelalter und im Grunde bis Mitte des 20.Jahrhunderts gelang das Zurückdrängen mithilfe von weiträumigen Trockenlegungen (wie beispielsweise des Oderbruchs 1735) und Insektiziden. Wobei die wohl berühmtesten Malariapatienten Albrecht Dürer oder Friedrich Schiller, der nebenbei bemerkt einer der engsten Freunde Goethes war, waren.

Doch nun genauer zu den verschiedenen Phasen des Krankheitsverlaufes, der sich grob gesagt in drei Phase einteilen lässt: in der  Mücke --> in den Menschen = aus der Mücke -->in die Mücke = aus den Menschen.

 

Im Menschen (asexuelle Phase / Schizogonie)
Nachdem der Mensch von einer infizierten Anopheles-Mücke gestochen wurde, sondert sie mit ihrem Speichel, welcher Gerinnungshemmer enthält, Sporozoiten ab. Diese werden mit dem Blutstrom zur Leber getragen, wo sie in die Zellen des Lebergewebes eindringen und darin zum Leberschizont heranreifen. Dort findet eine Vermehrung (Teilung) statt, die exoerythrozytäre Schizogonie genannt wird. Dadurch entstehen bis zu 30.000 Merozoiten. Der Schizont platzt, und die Merozoiten gelangen in die Blutbahn. Bei Plasmodium vivax und Plasmodium ovale verbleiben Hypnozoiten ungeteilt im Lebergewebe. In diesem Ruhezustand können sie über Monate bis Jahre verbleiben. Durch einen unbekannten Stimulus reifen sie zu Schizonten heran, was zu charakteristischen Rückfällen der Malaria tertiana führt.
Die Merozoiten gehen in den Blutkreislauf über und befallen rote Blutkörperchen. Sie dringen in diese ein und verwandeln sich dort in Ringformen, die zu einem Trophozoit heranreifen. Dieser verwandelt sich wiederum in einen Schizonten und kann im Durchschnitt acht bis zwölf Merozoiten freisetzen; bei Plasmodium falciparum sogar bis zu 32. Eine geringe Zahl von Merozoiten entwickeln sich zu Geschlechtsformen, Gametozyten. Diese befinden sich nach meist einer Woche in geringer Anzahl im Blut, weshalb sie in der Routinediagnostik kaum entdeckt werden. Die männlichen Gametozyten werden Mikrogametozyten und die weiblichen Makrogametozyten genannt.


In der Mücke (sexuelle Phase / Sporogonie)
Beim erneuten Stich einer Mücke werden die Gametozyten in die Mücke aufgenommen. Sie entwickeln sich in ihrem Darm zu Gameten. Der Mikrogamet penetriert den Makrogameten, und es entsteht eine Zygote. Diese verändert sich, nimmt eine längliche Form an und wird motil (= beweglich), diese Zelle heißt nun Ookinet. Er lagert sich zwischen den Gewebeschichten des Mückendarms an und verwandelt sich dort zur Oozyste. In ihr entstehen bis zu 1.000 neue Sporozoiten. Nach ihrer Freisetzung wandern sie in die Speicheldrüsen der Mücke und stehen nun zur Neuinfektion bereit. Der Zyklus in der Anopheles dauert abhängig von der Außentemperatur zwischen 8–16 Tagen.

alt

Lebenszyklus der Plasmodien

Dabei gibt es eine Reihe von Mutationen. In erster Linie handelt es sich um Mutationen in den Genen des Hämoglobins (Hämoglobinopathien) aber auch um Mutationen im Stoffwechsel der Erythrozyten. Am bekanntesten dürfte hierbei die Sichelzellenanämie sein.

Quelle:http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/Malaria/Malaria.html

http://www.oew.org/de/sucheartikel.php?id=592&cerca=malaria

Blidquellen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Malaria_distribution_(de).png&filetimestamp=20051125174203

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Plasmodium_zyklus.png&filetimestamp=20091119081538

von Goethe, J. W., Faust. Der Tragödie erster Teil. Hamburgerledeheft . Husum. (S.29; Z. 903-940)

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Kommentare (4)
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09.04.2010
Marcel hat geschrieben:
Hi Kate, ich glaube nicht, dass du eine Klimaskeptikerin bist - meine Infos waren eher an alle gerichtet, die Deinem Filmlink folgen und die Position des WWF dazu kennen möchten. Denn dort wird ja vieles von dem, was der WWF vertritt, bestritten oder anders interpretiert. Ich kenne Dich auch als jemanden, der kritisch auf Themen zugeht - das hast Du schon an anderen Stellen in der Community oft gezeigt. Es geht mir nur darum, zu erläutern, dass der WWF an der Klimaerwärmung nicht zweifelt und durchaus viele verschiedene Lösungen anbietet, um dieses Problem auch zu meistern. Der Begriff der Klimakatastrophe ist übrigens nicht von Ramstorf oder anderen Forschern sowie auch nicht von Umweltaktivisten in die Welt getragen worden. Der Begriff tauchte zum ersten mal 1986 auf, und zwar beim Magazin DER SPIEGEL. Die Medien haben den Begriff sofort aufgenommen und verbreitet - seitdem ist die Diskussion immer wieder durchzogen mit diesem Begriff, auch wenn das vielen Wissenschaftlern nicht gefällt, da er sehr drastisch und panisch wirkt. Die Diskussion in den (popülären) Medien - hierzu gibt es interessante Studien - zum Thema Klimawandel verzerrt die Sachlage häufig und neigt zu Übertreibungen. Das muss man mitbeachten, ohne jedoch direkt wieder alles infrage zu stellen. Du hast vollkommen Recht: Es geht beim Klimawandel nicht nur um CO2. Auch andere Treibhausgase spielen eine Rolle, sowie verschiedene atmosphärische Effekte, die Wirkung der Sonnenstrahlung und die Beschaffenheit der jeweiligen Erdoberfläche. Da jedoch weltweit Energie noch immer zu gut 75 Prozent aus fossilen Energieträgern gewonnen wird, ist Kohlendioxid heute das Treibhausgas Nummer eins. Sein Anteil an den anthropogenen Treibhausgasen beträgt über 60 Prozent und ist somit ein besonders starker Faktor beim Klimawandel. Wir haben hier die wichtigsten Treibhausgase aufgelistet und erklärt, was sie in der Atmosphäre bewirken - darunter auch Wasserdampf: www.wwf.de/themen/klima-energie/klimawandel/treibhauseffekt/die-wichtigsten-treibhausgase/
09.04.2010
KatevomDorf hat geschrieben:
ich genieße auch jegliche quellen mit vorsicht und bilde mir meine eingene meinung. es ist ja nicht so, dass ich irgendwas, was ich vom hören sagen her kenne einfach assimiliere und dumpf weiterverbreite...

also nochmal: ich bin kein expliziter klimaskeptiker.mir ist duchraus klar, dass sich das klima verändert, aber nun alles auf treibhausgase wie CO2 zu schhieben empfinde ich nicht als richtig. denn immerhin ist Wasserdampf gegenüber CO2 klimarelevanter. aber im gegensatz zu CO2 viel schlechter zu modelieren. deswegen spricht alle welt von CO2 und vernachlässigt beispielsweise den Wasserdampf, da dieser direkt mit der verdunstung korreliert ist und von daher schwer zu prognotizieren..

und auch wenn, bzw. gerade weil, Ramstorf einer der leitautoren des IPCC 2007 ist fällt es mir nicht leicht ihm den vielleicht nötigen glauben zu schenken. geb ich ja zu.
er ist für mich auch eienr der vorrantreibenden "Panik" verbreiter. nicht umsonst wird nur im deutschsprachigen raum von einer "klimakatastrophe" gesprochen und nicht wie andrerorts von "clamatechange".

da vertrete ich eher die position von Latif, der hier in Kiel im GEOMAR seine forschung betreibt. denn auf grund von meridinale umwälzbewegungen wird eigentlich ein abtransport von den überschuss an energie zu den polen gewährleistet, die wiederrum mehr energie emmetieren bzw. reflektieren als absorbieren. da beispielsweise an den polen eine geringere menge an energie pro fläche eingestrahlt wird (auf grund des winkels) als an den äquatorialen regionen.

ich sehe davon ab sachen absolut zu sehen-davon bin ich weit entfernt-, denn das verleitet zur engstirnigkeit und lässt in den meisten fällen wenige oder keine neuinterpretationen zu. Geschweige denn neue mögliche lösungswege.

(hab das eigentlich schon gestern gepostet.. naja. dann eben jetzt nochmal^^)
08.04.2010
Marcel hat geschrieben:
Danke für den tollen Bericht - die Verbreitung von Krankheiten ist eine der vielen Facetten des Klimawandels. Auf jeden Fall aber Vorsicht beim Film "Die Klimalüge". Die 'Klima-Skepsis', wie sie immer mal wieder ein bisschen Mode wird und dann wieder verschwindet, beruft sich auf die Aussagen von Personen, die in den meisten Fällen politisch, religiös oder ökonomisch motiviert sind und den Klimawandel leugnen wollen, um Klimaschutzanstrengungen zu bremsen. Dabei werden Quellen aus dem Zusammenhang gerissen oder bruchstückhaft die NASA, irgendwelche Institute oder der Weltklimarat selbst zitiert, nur um glaubhaft zu machen, dass "der von Menschen verursachte Klimawandel" gar nicht stattfindet.

Völlig unstrittig ist, dass es in der Erdgeschichte immer Erwärmungs- und Abkühlungsphasen gegeben hat. Was aber seit der Industrialisierung hinzugekommen ist, ist ein menschengemachter, massenhafter Ausstoß von Treibhausgasen, der eine zusätzliche, besonders schnelle Erwärmung der Atmosphäre zur Folge hat. Anders als bei natürlichen Schwankungen und Eiszeitperioden werden diesmal die Ökosysteme besonders stark gestresst, weil sich die Arten in so kurzer Zeit kaum anpassen können. Experten gehen davon aus, dass bis zu ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten aufgrund der rasanten Erwärmung aussterben kann. Hinzu kommt das Problem, dass seit der Industrialisierung zudem die menschlichen Infrastrukturen gewachsen sind - manche Tierarten können deshalb umso schwerer ausweichen, weil ihnen schlicht die Wege versperrt und die Wildnisgebiete genommen werden.

Viele seriöse und unabhängige Institute sind bereits längst zum Schluss gekommen, dass der Mensch gefährlich auf das Klima einwirkt. Wenn sich aber die Klimaforscher nicht festlegen wollen, ob es 1 Grad mehr oder weniger ist, hat das damit zu tun, dass dies keine seriösen Wissenschaftler wären. Denn in der Wissenschaft ist es nunmal nicht möglich bzw. üblich, exakte Vorhersagen zu machen, sondern nur Prognosen in bestimmten Wahrscheinlichkeitsbereichen. Gerade solche Weissagungen auf die Nachkommastelle genau wären unseriös. Deshalb ist es auch nicht zulässig, den Klimaforschern mangelnde Genauigkeit oder gar Verlogenheit vorzuwerfen. Es reicht aber schon aus, zu wissen, dass sich die Erde aufgrund der gestiegenden Treibhausgasmengen in kritischen Größenordnungen erwärmt um endlich zu handeln und eben nicht weiter abzuwarten. Der WWF und viele andere Umweltschutzorganisationen haben bereits konkrete Konzepte vorgelegt, wie Klimaschutz ambitioniert, wirtschaftlich verträglich und vereinbar mit dem Naturschutz umgesetzt werden kann. Auf www.wwf.de findest Du alle unsere Studien und Reports zu dem Thema. Außerdem möchte ich Dir die Homepage des Umweltbundesamtes empfehlen. Hier wurden alle Argumente der sogenannten Klima-Skeptiker aufgelistet und beantwortet: www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/klimaaenderungen/faq

Zu den Argumenten gegen die sogenannte Klimalüge antwortet hier Stefan Rahmstorf vom renommierten Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung: www.pik-potsdam.de/~stefan/klimahysterie.html

Eine weitere gute Zusammenstellung an Argumenten gegen 'Klima-Mythen', wie sie im Klimalüge-Film vertreten werden, gibt es auch beim GEO-Magazin: www.geo.de/GEO/natur/oekologie/55672.html

Schließlich ein Artikel aus der Frankfurter Rundschau, der die Absurdität der Diskussion gut auf den Punkt bringt: www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/spezial_klimawandel/klimagipfel_in_kopenhagen/2152598_Katastrophe-auf-Raten-Die-Klima-Leugner.html

Ich hoffe, ich konnte Deine Zweifel an der Klimaforschung verringern. Du hast ja geschrieben: Jeder Wissenschaftler braucht ja einen Grund zum Forschen, oder nicht? Gerade dieses Argument lässt sich auf die Klimaskeptiker bestens übertragen: Jeder, der in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erzeugen will, braucht einen Feind. Und den menschengemachten Treibhauseffekt anzuzweifeln, ist sicher ein probates Mittel, um bei den Medien Aufmerksamkeit zu bekommen und die Menschen zu verunsichern. Kostet uns vielleicht unnötig Zeit bei der Durchsetzung des Klimaschutzes. Aber der WWF und die Klimaforschung lassen sich da nicht beeindrucken ;)
07.04.2010
Flora212 hat geschrieben:
krass, danke , vorallem für den teil mit der klimalüge, das muss man mal gesehen haben !
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