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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Leiser Tod stiller Jäger. Greifvogelmord.


von midori
07.04.2010
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Ganz zufällig habe ich heute Abend eine kurze Reportage im Fernsehen verfolgen können, die im NDR lief: "Illegale Jagd - Tierquäler verfolgen geschützte Vögel".

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*Mäusebussard im Anflug*

Ich war zugleich erstaunt und empört, was sich derzeit bevorzugt in Norddeutschland abspielt. Auf mysteriöse Art und Weise verschwinden zahlreiche Greifvögel, darunter Bussarde, Habichte, Uhus und andere mehr. Ihre Kadaver findet man bald zahlreich in den Wäldern. Teilweise liegen die toten Tiere dicht beieinander. Im letzten Jahr fand man über 50 Vögel und deren Leichenteile im Kreis Dithmarschen.

Die Verwunderung ist groß. Zunächst konnte sich niemand erklären, wie dieses Sterben zustande kam. Doch eine Vermutung lag nahe und mittlerweile ist sie auch bestätigt. Die Greifvögel werden vergiftet. Im Steinfelder- und Diepholzer Moor in den Landkreisen Vechta und Diepholz wurden vom NABU mehrere tote Greife entdeckt. Die Polizei beschlagnahmte ausliegende Köder. Ein toter Rotmilan wurde untersucht. Es lag eine Vergiftung mit dem verbotenem Insektizid Carbofuran vor. Aber die Tiere kommen sogar teilweise in eigens für Greifvögel gefertigten Fallen um.

Im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen schien das Ganze im Jahre 2008 ungeahnte Ausmaße anzunehmen. Der Verein "Komitee gegen den Vogelmord e.V." hat hier aber gute Arbeit geleistet. Seit 2008 sind scheinbar keine weiteren Todesfälle aufgetreten. Die folgende Tabelle zeigt auf einen Blick die Zahlen aus Düren:

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Nun stellt sich die Frage: Wer vergiftet diese Greifvögel und warum? Die Antwort ist nahezu absurd. Es sind Jäger. Der Grund ist eigentlich noch viel absurder. Die Jäger wollen verhindern, dass Jagdwild, wie beispielsweise Fasane, von den Greifvögeln erlegt werden. Jegliche Befragungen zu diesem Thema lehnen sie jedoch kopfschüttelnd ab und behaupten mit einem Lächeln im Gesicht, nichts davon zu wissen oder gar etwas damit zutun zu haben. Leider werden die Vogelmörder auch kaum verfolgt. Den zuständigen Behörden fehlt es schlichtweg an Mitteln und Mitarbeitern..

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Quellen:

< http://www3.ndr.de/programm/epghomepage100_sid-734883.html > am 07.04.2010

< http://www.nabu-oldenburg.de/pm-greifvoegel-vechta.pdf > am 07.04.2010

< http://www.komitee.de/index.php?greifvogelmassaker > am 07.04.2010

Bild: www.naturfotografen-forum.de   Stichwort: Bussard

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Kommentare (1)
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08.04.2010
leni hat geschrieben:
die hab ich zufällig auch gesehn :).

schrecklich, auch die bilder die sie gezeigt haben.
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