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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Lazerus-Effekt - Wenn ausgestorbene Arten auferstehen


von Bienenkoenigin
27.04.2011
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Gemeinsam mit einigen anderen Frauen ging Maria Magdalena zu dem Felsengrab um dort Jesus Christus Leichnam einzubalsamieren. Mühsam versuchten sie den großen Stein vor der Öffnung weg zu schieben und mit gemeinsamen Kräften gelang ihnen dies auch. Doch was sie sahen, konnten sie kaum glauben! Das Grab war leer! Jesus Christus ist auferstanden!

Und ob ihr es glaubt oder nicht, Ostern könnten wir eigentlich noch ein wenig öfters feiern, denn Jesus ist nun wirklich nicht der Einzige der das geschafft hat.

Konkurrenz macht ihm da z.B. die Seychellen-Riesenschildkröte. Mehr als 100 Jahre glaubte man, dass das bis zu 100cm große Tier ausgestorben wäre, bis man 12 erwachsene Tier durch DNA-Test wieder entdeckte.


Ein weitere Mitstreiter ist der Elfenbeinspecht und jetzt haltet euch fest, er verschwand sogar zweimal. Das Erste mal im Jahr 1918, doch 12 Jahre später schaute er mal wieder vorbei um dann im Jahr 1944 wieder zu verschwinden und im Jahr 2004 entdeckte ihn ein Kanufahrer im Naturschutzgebiet in Arkansas erneut. Das soll der liebe Jesus mal nachmachen ;)

Aber wie kommt es zu so etwas? Will Gott uns noch mit ein paar weitere Feiertagen beschenken? Oder was steckt dahinter? Wer beschließt eigentlich, dass eine Tierart ausgestorben ist? Und wann ist eine Tierart ausgestorben?

Wissenschaftler, wie z.B. die des WWF´s kontrollieren den Artenbestand und geben bekannt wenn eine Art vom aussterben bedroht ist oder ausgestorben ist. „Danach gilt heute eine Art endgültig als „ausgestorben“, wenn kein Individuum mehr lebt und seit mindestens 50 Jahren kein Exemplar mehr gesehen wurde.“ erklärt der WWF hier.

Doch wie kann es dazukommen, dass eine Art auf einmal doch wieder auftaucht?

Wenn wir uns nochmal genauer die Informationen über die Aufersteher durchlesen, Jesus raus genommen, dann finden wir schon die Antwort. 1918 wurde der Elfenbeinspecht das Erste Mal für ausgestorben erklärt. Zu dieser Zeit war die Technik noch nicht so ausgereift wie heut zu Tage. Wie die Technik heut zu Tage genau läuft, könnt ihr bei dem Bericht von Nivis am Beispiel von Tiger Zählungen nachlesen. Mit anderen Worten heut zu Tage ist es viel schwerer Jesus Konkurrenz zu machen.

Die Geschichte unseres Elfenbeinspechts ist jedoch noch nicht zu ende. Nachdem 2004 der legendäre Vogel nur 30 Meter vor dem Bug des Kanufahrers, der ein Vogelkenner war vorbei gesegelt sein soll, setzte die US-Naturschutzbehörde FWS (Fish and Wildlife Service) eine gewaltige Suchaktion in Gang. 2000 Quadratkilometer Waldgebiet durchkämmten sie und überwachten Baumhöhlen mit Videokameras. Der ganze Spaß kostete zwei Millionen Dollar, doch der Specht wollte wohl noch nicht gefunden werden und so gaben die Behörden nach 5 Jahren auf.

Doch wie kommt es dazu, dass für einen einzigen Vogel 2 Millionen Dollar ausgegeben werden, wo die Überlebenschance dieser Art doch sehr gering ist und nicht für eine Art, die kurz vor dem Aussterben ist und vielleicht noch zu retten ist? Ist das die Sehnsucht der Menschen nach einer zweiten Chance? Die Möglichkeit die Verwüstung der Natur wenigstens einmal rückgängig zu machen?

Quellen:
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf-alt/arten/handel/ausgestorbene_arten.pdf
http://www.kinder-tierlexikon.de/s/seychellenriesenschildkroete.htm
P.M. Welt des Wissens April 2011

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Kommentare (11)
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28.04.2011
Franzi hat geschrieben:
Danke für den tollen Bericht:)
Ich persönlich finde den Vergleich mit Jesus sehr witzig und eine tolle Idee:)
Das lehrt einen doch immer wieder, dass man die Hoffnung nie aufgeben sollte;) Aber am meisten ist natürlich zu Hoffen, dass in Zukunft nicht mehr so viele Tiere überhaupt vom Aussterben bedroht sein werden:)
27.04.2011
BioApfelKaetzchen hat geschrieben:
Sehr schön geschrieben. Ich hab mal gehört, dass heute am Tag 50-150 Arten aussterben. Ich weiß nicht, ob die Zahlen wirklich stimmen, weil ich mir das kaum vorstellen kann. Aber wenn man überlegt, was die Menschen auf der Welt so alles anrichten... Seit dem Ende der Dinosaurier gab es kein so großes Artensterben mehr. Schon traurig. Dein Artikel macht da etwas Hoffnung ; -)
27.04.2011
Nivis hat geschrieben:
Super Bericht, ich habe schon oft von 'ausgestrobernen' Tiere gehört oder gelesen, die dann plötzlich doch wieder da waren und war etwas verwirrt. Aber dein Bericht hat alle Unklarheiten beseitigt. Und einer meiner Bericht ist sogar ein Teil davon, YAY =)
27.04.2011
LaLoba hat geschrieben:
Danke fuer den tollen Bericht! Das ist echt spannend!
27.04.2011
anni95 hat geschrieben:
Interessant, interessant... Man lernt nie aus :)
27.04.2011
Pandaholicc hat geschrieben:
Wirklich interessant. Hoffe nur, dass es noch mehr Arten gibt, die zu Unrecht als "ausgestorben" bezeichnet wurden ..
27.04.2011
TaniaTukan hat geschrieben:
Wow, toller Artikel :-) Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Wurde mal Zeit ;-)
27.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ich finde es toll, dass vermutlich ausgestorbene Arten doch irgendwo wieder auftauchen - das hängt dann aber wohl daran, dass die Menschen einfach nicht alles im Blick haben, was auch gut so ist.
Ich finde nur den Vergleich mit Jesus kritisch, das wird vermutlich nicht jedem gefallen und passt auch thematisch nicht ganz...finde ich zumindest ;-) Ansonsten interessant :-)
27.04.2011
Carphunter hat geschrieben:
ein echt spannendes thema! danke für den tollen bericht ;)
27.04.2011
Peet hat geschrieben:
Super spannendes Thema! :) Das weckt irgendwie die Abenteuerlust - etwas zu entdecken, was noch keiner entdeckt hat oder eben etwas wieder entdecken! Vielen Dank für den Bericht.
27.04.2011
vogelgezwitscher hat geschrieben:
Nur weil sich der Elfenbeinspecht 50Jahre nicht mehr blicken lies, heißt es ja nicht, dass er in dieser Zeit nicht existierte, oder? Ganz toller Bericht.
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