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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Juan Carlos auf Elefantenjagt


von Maikaefer
16.04.2012
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Ich bin einfach nur sprachlos! Habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass sich der Spanische König Juan Carlos auf der "Elefantenjagt" verletzt hat. Was hat dieser Mensch, der ja auch den WWF unterstützt, auf einer Elefantenjagt zu suchen. Das ist ja wohl mal einfach unfassbar!!! Solche "Mitglieder" sollten aus dem WWF verbannt werden. Bleibt zu hoffen, dass dies auch geschieht - und zwar sofort!!!!

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Kommentare (22)
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18.04.2012
Anni09 hat geschrieben:
@marcel: Danke für deine ausführliche Antwort.

@Urmeli: Ich wollte mit meiner Aussage auch nicht andeuten das ich alles schwarz-weiß sehe. Im Gegenteil- ich bin der festen Überzeugung, dass man sich auch mal in die Grauzonen begeben muss. Nur naive Menschen sehen das Leben immer schwarz und weiß :)
18.04.2012
Marcel hat geschrieben:
@Anni09 und Elephant: Jagd ist für den WWF definitiv nicht "ok". Wir lehnen Jagd generell ab! Allerdings ist Jagd nicht gleich Jagd, und es gibt tatsächlich Jagdformen, die rein von einer nüchternen Naturschutz-Perspektive aus betrachtet sinnvoll sind. Ich weiß, das ist schwer zu ertragen, auch mir geht es damit nicht besser.

Aber gerade Botswana ist da ein bemerkenswertes Beispiel: Es gab dort nämlich ein Trophäenjagdverbot in den Jahren 2001 bis 2003. Der Effekt: Die Wilderei erlebte in der Zeit einen Boom, weil der Anreiz, die Arten zu erhalten, entfernt worden war. Dagegen konnten im südlichen Afrika Einnahmen aus der Trophäenjagd zur Umsiedlung von Breitmaulnashörnern zur Bestandsstützung genutzt werden. Eine Studie aus dem Jahr 2007 bestätigt, dass durch die Trophäenjagd in Afrika die Fläche, auf der Wildtiere geschützt werden, doppelt so groß ist wie Schutzgebiete allein. Das alles entschuldigt in keinster Weise den Fehltritt des Spanischen Königs, aber es zeigt, dass man im Naturschutz die Probleme leider oft differenzierter betrachten muss. Das meinte ich bei meiner ersten Antwort: Wir Menschen haben es echt geschafft, auf so zynische Weise die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen! Natur zu schützen bedarf manchmal Argumente, die zu unserem ethischen Denken nicht passen. Darüber hinaus haben viele Menschen unser ethisches Denken leider nicht. Sie denken nicht so wie der WWF, oder wie wir hier in der WWF Jugend, sondern sie denken: Wenn ich diese Region schützen soll, muss sich das für mich lohnen. Bevor sie es nicht tun, muss man sich überlegen, ihren Interessen entgegen zu kommen.

Also nochmal in aller Klarheit:

* Der WWF fördert keine Jagd, egal zu welchem Zweck sie dient. Erst Recht führt er keine Jagd durch.

* Jagdformen, die kulturell begründet sind oder Teil einer Naturschutzstrategie sind, werden vom WWF ebenfalls weder gefördert, noch organisiert, noch für "ok" empfunden. Sie werden im äußersten Fall lediglich toleriert. Und "toleriert" heißt, dass wir diese Jagden dann nicht bekämpfen, aber nicht, dass wir sie befürworten. Für jeden WWFler ist das Töten eines Tieres ein absolutes No Go.

* Damit der WWF überhaupt eine Jagd tolerieren kann, müssen strenge Kriterien erfüllt werden (Liste unter: http://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/handel-und-nutzung/naturgueter-nutzen/trophaeenjagd/)

* Selbst wenn die Jagd von Juan Carlos legal gewesen sein mag, ist sie unvereinbar mit den Prinzipien des WWF. Deshalb fordern wir seinen Rücktritt.
18.04.2012
Peet hat geschrieben:
@Anni: Recht hast du...Mir gefällt sowas auch nicht.
@MJ: Die kulturelle oder religiöse Gegenbenheit bei Juan Carlos war in dem Fall jetzt wohl nicht gegeben.
18.04.2012
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Ein Schwarz-Weiß-Denken ist selten richtig und versperrt jeden Weg zur Problemlösung.

Ich würde die legale Jagd als "geringstmöglicher Kompromiss zur Abwehr eines größeren Übels" bezeichnen.......das klingt zwar genauso schrecklich aber beschreibt es doch irgendwie.

Dass die Tötung eines Tieres immer noch als Sport gilt ist wirklich erschreckend und zeigt die Gefühlslosigkeit einiger Menschen.
18.04.2012
Anni09 hat geschrieben:
@peet:Du hast Recht, dass ist wahrscheinlich der beste Weg, aber so richtig anfreunden kann ich mich mit dem Thema troztdem nicht. Bei diesem Thema darf man wahrscheinlich nicht alles schwarz und weiß sehen ;)
Es läuft mir wirklich eiskalt den Rücken runter wenn ich daran denke, dass es Menschen gibt die Spaß daran haben ein Tier zu töten das sich einfach nicht wehren kann.
17.04.2012
MJ1499 hat geschrieben:
@Anni: Ich würde es anders verstehen: Der WWF ist gegen Trophäenjagd, außer wenn eine religiöse oder kulturelle Motivation dahintersteht...
17.04.2012
Peet hat geschrieben:
@Anni09/Elehpant: Im Endeffekt hast du das richtig verstanden. Sieh es mal von der Seite. Wenn es nicht mehr legal ist, wirds illegal getan - so oder so. Aber wenn es legal ist, sind harte Auflagen äußerst wichtig. So gehen zum Beispiel diese 25.000$ oder was es waren direkt in den Umweltschutz vor Ort. Denn, und das darf man nicht außer Acht lassen, Botswana hat ein Elefantenproblem - so bescheuert das klingt. Es gibt zu viele von denen. Marcel hat es ja unten schon erwähnt. Der WWF unterstützt nicht die Menschen selber, die einen solchen "Sport" oder "Spaß" ausüben, aber er versucht irgendwie das Beste daraus zu machen. Das ist ähnlich wie bei EDEKA. Fische werden weiterhin gefangen und getötet - für uns, aber durch den WWF wird nun auf Nachhaltigkeit und andere strenge Regeln geachtet.

Ihr müsst das Ganze einfach differenziert angehen - auch wenn es allgemein keine schöne Debatte ist. Es wird immer Menschen geben, die sich aus so einem Sport einen Spaß machen. So unglaublich das klingt. Zudem werden so nicht Wilderer unterstützt, sondern eben der Naturschutz - so bescheuert das klingt.
17.04.2012
Anni09 hat geschrieben:
@marcel: "Wichtig für euch zu wissen ist: Der WWF lehnt die Trophäenjagd in Ländern grundsätzlich und ausnahmslos ab, in denen sie aus kulturellen oder religiösen Gründen nicht akzeptiert ist."

Bedeutet dass, das für den WWF die Trophäenjagd ok ist solange es in den jeweiligen Ländern akzeptiert wird? Oder hab ich das falsch verstanden?
17.04.2012
FlowerMary hat geschrieben:
Gestern Abend wurde in der aktuellen Stunde des WDR auch darüber berichtet.
Sie haben unter anderem gesagt, der spanische König nicht das erste Mal auf "legaler Trphäenjagt war.
Und mit einem Schuss ist ein Elefant nicht gleich tot: 1. können sie nur sterben, wenn man ihnen in den Kopf schießt, aber selbst wenn das beim ersten Mal klappt, stirbt er davon nicht. Auch hier bräuchte man noch einen zweiten Schuss. Das klappt aber nicht sehr gut, denn die Elefanten rennen in der Zeit weg und auf ein sich bewegenes Tier zu schießen ist noch schwerer. Deshalb dauert es sehr lange bis das Tier tot ist, und die Jagt ist sehr brutal und qualvoll :(

Auch Menschen, die zwar nichts mit dem WWF zu tun haben, kritisieren den König, da die Elefantenjagt 25.000 Euro kostet, so viel wie ein durchschnittliches Jahreseinkommen in Spanien!

Hier der Link zu den Nachrichten: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/aktuelle_stunde.xml (ab 10 Minuten und 10 Sekunden geht´s los)
17.04.2012
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
17.04.2012
Marcel hat geschrieben:
Hallo Leute, ihr habt gefragt, warum eine Trophäenjagd legal sein kann, und wir vom WWF wollen euch dieses schwierige Thema deshalb gerne erklären: Der Begriff "legale Trophäenjagd" ist wirklich ziemlich strange. Aber: Es gibt tatsächlich legale Jagden, unter anderem auf Elefanten. Das kommt in solchen Ländern vor, in denen die betreffenden Tierarten nicht bedroht sind, oder sogar so stark vertreten sind, dass sie die übrige Natur schädigen und andere Arten verdrängen. Die Trophäenjagd ist außerdem für lokale Gemeinschaften eine wichtige Einnahmequelle - das heißt, dass durch Trophäenjagd tatsächlich die sehr viel schlimmere und unkontrollierte Wilderei verringert wird, wie die Vergangenheit in Botswana gezeigt hat.

Für mich persönlich ist diese Tatsache ein sehr bedrückendes Beispiel dafür, was für ein schräges Verhältnis wir Menschen zur Natur schon haben. Auf der einen Seite rotten wir ständig Arten aus, auf der anderen erzeugen manche Tiere wegen menschlicher Eingriffe so viel Druck auf die Lebensräume, dass sie wiederum sterben müssen. Das Gleichgewicht der Natur ist hier völlig gestört - wegen uns Menschen, die entweder versuchen, die Natur zu zerstören, oder sie wieder in ihren Ursprungszustand zu verwandeln.

Wichtig für euch zu wissen ist: Der WWF lehnt die Trophäenjagd in Ländern grundsätzlich und ausnahmslos ab, in denen sie aus kulturellen oder religiösen Gründen nicht akzeptiert ist. Die gleiche Position vertritt der WWF in Bezug auf das sogenannte "Canned Hunting", das Abschießen von Tieren in Gehegen. Und auch, wenn es unter Gesichtspunkten des Naturschutzes in Einzelfällen sogar geboten sein kann, die Zahl von Tieren zu verringern, sehen wir darin immer eine extreme Tragödie. Denn eigentlich muss jedes Tier das gleiche Recht auf Leben haben.

Die Trophäenjagd des Spanischen Königs finden wir vor dem Hintergrund seines Engagements für den WWF mehr als unpassend. Der WWF Spanien will den Rücktritt Juan Carlos', und das unterstützen wir vom WWF Deutschland absolut. Für uns steht der Schutz der Elefanten wie aller anderen Wildtiere ganz oben, und dafür werden wir uns weiter einsetzen. Weitere Infos zum traurigen Thema Trophäenjagd haben wir hier für euch zusammengestellt: http://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/handel-und-nutzung/naturgueter-nutzen/trophaeenjagd/
17.04.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
17.04.2012
abcd hat geschrieben:
Vielleicht meinen die ja mit legale Trophäenjagd das der Ausflug und der Abschuss eines Elefanten genähmigt wurde.Was natürlich genauso schlimm ist als wenn Juan Carlos auf einer legalen Jagd war.
17.04.2012
Fritzi24 hat geschrieben:
Das der König weltweit bekannt ist und unter anderem Ehrenmitglied beim WWF ist, und dann ans Licht kommt, dass er Elefanten jagt, wo der WWF sich für einsetzt, dass es nicht passiert, ist einfach nur erschütternd. Er wollt auf jeden Fall rausgeschmissen werden!
16.04.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Ich fände einen Rausschmiss auch deutlich besser, aber Ehrenmitglieder kann man je nach Satzung nicht mehr rausschmeißen...gerade ein Rausschmiß würde viele positive Publicity schaffen denke ich...

Was ist bitte legale Trophäenjagd?
16.04.2012
wintersommer hat geschrieben:
Natürlich würde so ein "Rausschmiss" Aufsehen erregen, aber es würde auch ein ziemlich klares Zeichen setzen, oder?
Dass der WWF für seine Werte steht und da auch lieber auf einen prominenten "Unterstützer" verzichtet als sich selber zu verraten.
Denn die Jagd von Elefanten ist doch etwas, was Gegenteilig zu der Arbeit des WWFs und somit der Arbeit von uns allen ist.
Somit kann jemand, der die Jagd unterstützt, für mich nicht Ehrenmitglied bei einer Naturschutzorganisation sein, egal, ob sie nur 10 Mitglieder hat, oder so groß ist, wie der WWF.
16.04.2012
LSternus hat geschrieben:
den spanischen König aus dem WWF schmeißen? Das würde durch die Klatschpresse jagen wie sonst was! Der "Jagdsport" ist beim Hochadel leider sehr belibt. Ich finde das sollte geändert werden, denn dann würde dem "Jagdsport" die Publicity fehlen.
16.04.2012
Cookie hat geschrieben:
Ich hab das heut auch in der Zeitung gelesen, meine Oma hat mich drauf aufmerksam gemacht. Ich engagiere mich wirklich gerne für den WWF und so was zu lesen macht dann irgendwie traurig. :( Diese Rücktritts-Petition, kann man die auch unterschreiben? Aber so weit ich weiß, war die Jagdleidenschaft des spanischen Königs ja auch kein großes Geheimnis, warum ist er dann überhaupt immer noch Ehrenpräsident?
Und den Begriff "legale Trophäenjagd" finde ich auch schwer verdaulich. Da schließ ich mich Anni09 und SmileForNature an.
16.04.2012
Anni09 hat geschrieben:
Was zum Teufel soll eine legale Trophäenjagd sein? Der WWF setzt sich doch für den Schutz von Elefanten ein.Wie kann das denn dann legal sein?
Und wieso wird er aufgefordert sein Amt niederzulegen, kann man ihm das Amt nicht einfach aberkennen?
16.04.2012
Marcel hat geschrieben:
@SmileForNature: Sehen wir vom WWF genau so.
16.04.2012
SmileForNature hat geschrieben:
Alleine das Wort "legale Trophäenjagd" finde ich überhaupt nicht passend! Überhaupt, eigentlich sollte so ein Ehrenpräsident von einem Teil des WWF International ganz klar seine/bzw. die Meinung des WWFs gegenüber solchen Veranstaltungen rüberbringen und schon gar nicht selber bei so etwas mitmachen!!! Zumal Juan Carlos ja nicht gerade unbekannt ist!
16.04.2012
Marcel hat geschrieben:
Auch wir sind sehr verärgert darüber und fordern, dass der Spanische König sein Ehrenamt niederlegt. Das ist für einen König, der den WWF unterstützen will, definitiv unwürdig. Der WWF Spanien kritisiert die Elefantenjagd scharf und wird Juan Carlos auch eine entsprechende Petition vorlegen - hier die Erklärung: http://www.wwf.de/2012/april/spanischer-koenig-soll-wwf-ehrenamt-abgegeben/
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