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In Berlin auf Klassenfahrt (1)


von RichardParker
15.11.2015
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Da ist sie nun, die letzte Klassenfahrt meiner Schulkarriere. Mit drei 12 Klassen gehts ab in unsere Hauptstadt. Eine Premiere für mich, das erste Mal in Berlin, viele meiner Mitschüler waren schon einmal da.

Zugegeben 9 Stunden Bus fahren ist nicht gerade das schönste Vergnügen, aber wir müssen ja Rücksicht auf unsere Rollifahrer nehmen, auch irgendwie verständlich. Um 18 Uhr kommen wir endlich im Hotel Mit-Mensch in Karlshorst an und sind unendlich froh, als wir die Zimmer beziehen und dann Abendessen gehen können....

Danach ist eigentlich nur noch friedliches Herumgammeln in den Zimmern angesagt, zumindest bei den meisten von uns.

 

Dienstag. 10. 11. 2015, Tag 1 - Stadtrundfahrt und Irrfahrt

Drei Stunden mit unserem Reisebus durch Berlin, wirklich sehr spannend (das ist ernst gemeint! :D) Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die Eindrücke ein bisschen erschlagen haben, Berlin ist eben nicht wirklich gut mit München zu vergleichen. Unser Stadtbilderzähler hat auf jeden Fall eine Menge zu erzählen gehabt. Berlin hat rund 3,5 Millionen Einwohner und war im 2. Weltkrieg die meistzerstörteste Stadt überhaupt. Gerade die Plattenbauten und die Häuser wo Quadrate abzusehen sind, erinnern an DDR-Zeiten. Die meisten Menschen in Berlin bekennen sich entweder zu gar keiner Religion oder sind evangelisch. Ich persönlich konnte auf meinen Besichtigungen auch nur sehr wenige Kirchen ausmachen.

Natürlich haben wir auch den Bundestag und alle wichtigen Regierungsgebäude drumherum gesehen. Aber Apropos Bundestag, wir haben doch tatsächlich die Kanzlerin persönlich gesehen! Es gab einen Empfang südafrikanischer Politiker (was natürlich auch das hohe Polizei- Aufgebot in der Stadt erklärt hat). Wenn auch nur aus der Ferne - man sieht nicht alle Tage die Bundeskanzlerin in echt... :)

An der Mauer kommt in Berlin natürlich auch nicht vorbei - Für mich war es etwas ganz besonders vor "lebendiger Geschichte" zu stehen. 

Nach der Stadtrundfahrt durften wir am Alexanderplatz selber auf Erkundungstour gehen. Mit zwei Klassenkameraden ziehe ich los in Richtung KaDeWe, dem berühmten Kaufhaus des Westens. Hinfahrt klappt ganz gut, auch wenn es regnet und ich höllisch aufpassen muss, mit meinen Stöcken nicht auf Blättern auszurutschen...

Am Abend, so gegen 17:15 Uhr, verlassen wir das Kaufhaus wieder, mit ein paar Euro weniger. Bei Nieselregen gehts wieder zurück zur U-Bahn und zum Alexanderplatz. In der S-Bahn am Alexanderplatz beginnt meine ganz persönliche Hölle. Wir hätten eigentlich bis Lichtenberg mit der S-Bahn kommen können, wäre da kein Notarzteinsatz auf der Strecke gewesen....

Heißt, alle müssen am Ostbahnhof raus und mit der U-Bahn weiter. Kurze Anmerkung meinerseits: Ich laufe bereits den ganzen Tag durch Berlin, obwohl ich einen Rolli von der Schule gestellt bekommen habe, weil ich ausdrücklich gesagt hatte, dass ich NICHT einen ganzen Tag nur laufen kann. Aber, hmm, seltsam, den Rolli haben sie mal eben nicht mit im Bus verstaut...!!!

Wir müssen vier U-Bahnen fahren lassen, es war schlichtweg zu voll. In die fünfte dann, quetschen wir uns wie Heringe dazu, ich kann mich nicht bewegen und muss 8 Stationen stehen... Noch nie in meinem ganzen Leben bin ich derartig an meine Grenzen gestoßen, meine Beine haben gezittert, meine Füßen taten weh, meine Muskeln gebrannt... Ich dachte, ich falle jeden Moment um und bleibe einfach liegen, nur bitte sollen endlich die Schmerzen nachlassen...

Unsere Tram will und will nicht kommen....

Wir schaffen es nach Lichtenberg, wo ich erstmal 5 Minuten auf einer der Bänke der Haltestation sitze und die Beine ausstrecke. Wer denkt, damit wären wir erlöst gewesen, hat sich geschnitten. Wir laufen zur Tram-Station, wo es keine Sitzplätze gab und warten dort aufgrund von Verkehrsbehinderungen eine Dreiviertelstunde auf eine barrierefreie Tram, weil wir eine Rollifahrerin dabei hatten. Ich sitze abwechseln in ihrem Rolli, weil sie mal kurz aufsteht und auf einer Treppe, bei Wind und Dunkelheit abends in Berlin...

Als sich die Ankunftszeit unserer Tram endlich nicht immer wieder weiter nach hinten verschob, ksam sie endlich und eine gute Dreiviertelstunde später waren wir endlich an unserem Hotel: Ich war fix und fertig, habe mich im Schneckentempo in Schlafklamotten geschmissen, gewaschen und Zähne geputzt und mich dann ins Bett geschmissen. Es gab keinen glücklicheren Moment für meine Beine und Füße...

Der erste richtige und aufregende Tag in Berlin geht zu Ende. Er könnte durchaus unter dem Motto stehen: Wir gurken durch Berlin, na ja, bei allen Strapazen, irgendwie war es auch lustig... :)

Neues aus der Hauptstadt werdet ihr bald erfahren.

Die Bilder habe ich alle selber gemacht :)

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Kommentare (1)
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25.11.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Oje, du Arme...!
Ich war diesen Sommer zur silent climate parade das erste Mal in Berlin.
Das klassische Touristen Programm gab es für mich nicht, dafür die beste Demo durch die Berliner Innenstadt! :-)
Hoffe, du hattest trotzdem eine schöne Zeit in Berlin!
Liebe Grüße!
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