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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Im Kopf des Menschen muss angesetzt werden


von kulturforscherin
12.06.2011
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 Lesenswerte Beiträge, wenn es um bedrohte Tierarten geht, oder um Umweltschutz mit all seinen umfassenden Problemen bezüglich Treibhausgasen und rücksichtsloser Bodenrodung in tropischen Regenwäldern.

Dass wir Menschen uns immer so aufführen, als würden wir den Thron einer absolutistischen Weltherrschaft besetzen, ist bekanntlich nichts neues. Das Streben nach Perfektionismus, dessen Grenzen den Namen der Unendlichkeit tragen, und deshalb nie erreicht werden können, kennzeichnet sich durch ständiges Erfinden und Veröffentlichen von immer bequemeren, immer besser werdenden Techniken, um die Gesellschaft, die aus diesem Grund auch immer fauler wird, zufrieden zu stellen. Wenn Fastfoodketten mal wieder nach neuen Burgerspezialitäten suchen, dann wird die Massentierhaltung, beispielsweiße von Rindern, ganz nebenbei verdoppelt, so dass noch mehr CH4, also Methan, ausgestoßen werden kann und zwar einen positiven Effekt für den Verkauf an Burgern mit sich bringt, aber eher eine kontraproduktive Thematik für den Treibhauseffekt darstellt.
Und wenn Coca Cola mal wieder neue Produktionsgüter benötigt, dann werden im tropischen Regenwald eben noch ein paar Bäume gefällt, um Zuckerrüben für die nächste Herstellung anzupflanzen. Dass bei der Rodung der Wälder giftiges CO2 ausgestoßen wird und der Bestand an sauerstoffproduzierenden Bäumen vermindert wird, ist Nebensache. Zu erwähnen ist allerdings, dass die Zuckerrübenfelder nach einmaliger Nutzung unfruchtbar sind, somit nicht mehr genutzt werden können, und folglich einfach in ihrem unbrauchbaren Zustand zurückgelassen werden, um neue Waldstücke zu suchen, die zur Produktion vom weltweit bekanntem Zuckergetränk dienen sollen.

Es ist unfassbar, wie weit die Gesellschaft in solchen Sachen schon gesunken ist und wie bestätigt sie sich in ihrem unrechtem Handeln fühlen. In der modernen Gesellschaft gelten Ureinwohner schon als “Unzivilisierte “ , weil sie den neuesten, hochentwickelten Gameboy mit integrierter 5 Megapixel – Kamera nicht kennen, und nicht einmal wissen, was ein HD-Fernseher ist.
Mein Gott, die armen Hinterweltler....


Es wird nichts bringen, immer nur über die Leidtragenden dieser egozentrisch “mutierten” Geselleschaft zu jammern. Klar ist es traurig, dass so viele Tierarten bereits aussterben mussten, nur weil der einzelne Mensch keine Verantwortung für sich und die Umwelt um ihn herum übernehmen MÖCHTE, obwohl er es könnte, würde er einfach vorrausschauend handeln und nicht nur den wirtschaftlich und finanziell bedingten Aufschwung im Kopf haben. Wir müssen im Hirn des Menschen ansetzen, der den Ursprung all der in den letzten Jahrzenten drastisch gestiegenen Umweltprobleme darstellt. Wir können NICHT NUR Tieren und Pflanzen helfen, wenn es auf der anderen Seite des Ufers immer noch Menschen gibt, die ihr bequemes und und egoistisch bedachtes Leben fortsetzen. Mit dieser Methode schwimmen wir gegen den Strom. Möglicherweiße erreichen wir damit, dass die Probleme in einigen Bereichen nicht größer werden, aber sie werden auch nicht kleiner, wenn nicht alle an einem Strang ziehen. Was hat die Mühe dann für die Quintessenz letztendlich gebracht ?


Ich möchte dazu aufrufen, sich nicht alleine um die Folgen zu kümmern, sondern mehr auf die Ursache dieser Folgen einzugehen. Wir müssen den Menschen klar machen, dass auch sie Verantwortung bezüglich ihrer Handlungen haben, und dass es eine Zukunft geben wird, die für unsere Urenkel mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr sicher sein wird. Unsere Hilfe wird benötigt. Wir müssen Menschen dazu bringen, uns zuzuhören. Wir müssen ihnen erklären, dass sie endlich Verantwortung für ihr Handeln übernehmen sollen. Wir müssen sie erinnern, dass das Leben nicht nur aus einer Hauptrolle in der Gegenwart besteht, sondern dass es eine Zukunft geben wird, die je nach dem, wie viel Verantwortung wir auf uns nehmen, ein gutes oder ein schlechtes Ohmen sein wird.

Bildquelle :
friedenspaedagogik.de/var/corporate/storage/images/service/karikatur_der_woche/1999/umweltzerstoerung_wirtschaftswachstum/3

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Kommentare (5)
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15.06.2011
kulturforscherin hat geschrieben:
Stimmt, das wurde in dem Kommentar wahrscheinlich ein Stück weit unglücklich formuliert. Natürlich möchte ich nicht das Individuum, den Einzelnen in der Gesellschaft, aus ihren Meinungen bedrängen, oder diese sogar manipulieren.
Ich denke nur, dass wir durch Vorträge und Darstellungen von naheliegenden Folgen jahrelanger Umweltzerstörung versuchen sollten, ihre Einstellung bezüglich des Umgangs mit der Natur zu ändern. So können wir sicherlich nicht jeden Menschen von der Wichtigkeit dieses Handels überzeugen, aber zumindest einige.
So war das eigentlich gemeint :)
14.06.2011
Bienenkoenigin hat geschrieben:
erstmal vorab echt super Kommentar ;) total klasse geschrieben!
ich geh nochma aus eurere Diskusion raus, auch wenn die echt super spannend ist! Wie genau stellst du dir das vor im Hirn der Menschen anzusetzen? Ich weiß nicht ob ich dich falsch verstanden habe, aber ich denke es geht um jedes Individium in der Gesellschaft. Auch wenn die großen Konzerne am meisten Macht haben und die meiste "Schuld" an der Umweltzerstöung haben, so ist es am schwersten sie zuerreichen. Die Mischung aus "Folgenbekämpfung", Aufklärung in der Gesellschaft und Druck auf die Grokonzerne, das machts!
13.06.2011
kulturforscherin hat geschrieben:
Hallo Marcel;
ich möchte mich erst einmal für den echt umfangreichen Kommentar,
und die darin enthaltenen Komplimente und Kritikpunkte bedanken.
Du hast in einigen Punkten wirklich recht, in denen ich nicht so detailliert
nachgedacht habe.
Allerdings bin ich bei der ein oder anderen Kritik nicht ganz deiner Meinung.

Ich finde nicht, dass es "egal ist,ob Bäume gefällt oder neu gepflanzt werden", wie du es in deinem Comment ausgedrückt hast. Fakt ist einfach, dass CO2 nun einmal das Gas ist, welches am meisten durch Industrie und Rodung an die Atmosphäre ausgestoßen wird. Und auch wenn die Bäume "nur" gefällt werden, ist es trotzdem ein vorerst starker Verlust an Sauerstoffproduzenten, die in unserer Industriewelt sowieso schon lange nichts mehr ausgleichen können.
Das mit dem Nährstoffkreislauf habe ich auch schon gehört, unter anderem im Biounterricht. Allerdings handelt es sich hierbei immer noch um einen jahrzehntelangen Prozess. In dieser Zeit könnten die Bäume aber auch einiges an O2 neu produzieren. So dauert es eben Jahre, bis der Boden wieder fruchtbar ist und dann müssen auch erst einmal wieder Bäume wachsen.

Jo, stimmt. Forschung hilft HEUTE natürlich, zum Umweltschutz beizutragen.
Aber du vergisst einen gaaaaanz wichtigen Aspekt, nämlich dass nicht jedes Land
auf Erden ein Industrieland darstellt. Wir haben das Glück, in Europa zu leben.
Aber was ist mit den Entwicklungsländern wie Afrika ? Gut, sie bauen dort nicht so viele Industrien an, wie in Europa, aber sie fahren immer noch Autos mit hohen Emissionsraten, weil sie sich umweltschonende Verkehrsmittel nicht leisten können.
Was ist mit Asien und den Vereinigten Staaten ? Ich gehe dabei speziell auf die Indien ein - ein Land, was nicht besonders groß ist, aber trotzdem ein Land ist, was immer noch die höchsten Emissionsabgaben leistet. Sie können sich ein Leben mit hochwertiger Technologie nicht leisten. Das gleiche Problem sehe ich in China.
Ich spreche auch von den Vereinigten Staaten in Bezug auf die ehemalige Regierung Bushs. Eigentlich sollte man hier von einem entwickeltem Industrieland reden, doch was tun die Amerikaner denn FÜR den Umweltschutz ? Nichts, denn von 60 Ländern, die an der Klimapolitik teilnehmen, ist die USA sogar unter Leitung Obamas 2011 nur Platz 54. Und ganz ehrlich : Wie viele Menschen, die in einem anerkannten Industrieland wie Deutschland leben, machen denn von Energiesparlampen tatsächlich Gebrauch ? Erstens kann sich das keiner leisten,
zweiten halten sie nicht so lange, wie andere Lampen, und drittens ist das Licht viel zu schwach. Und deswegen bin ich auch mit dem letzten Punkt nicht ganz deiner Meinung, nämlich dass Leute wie wir, den Klimawandel schaffen können. Dazu sind wir noch zu wenig Mitwirkende. Du wirst sehen, dass in China, Indien, USA, Russland und anderen Ländern in den nächsten Jahren keine Verbesserung ihrer Emissionsabgaben verzeichnet werden kann, wenn alleine China 22,29 % der Abgaben der Erde ausmacht. Ihre Politik ist einfach nicht auf so etwas ausgerichtet, sonst würden sie im Index viel höher stehen. Deswegen ist es ja unsere Aufgabe, die Menschen persönlich anzusprechen. (So sehe ich das)

Natürlich würde ich mich freuen, wenn du noch weiter Anmerkungen machen würdest :)
13.06.2011
MarcelB hat geschrieben:
Sehr netter, hoffnungsgeladener Aufruf deinerseits, Kompliment! Wirklich erstklassig geschrieben.
Aber einzelne inhaltliche Fehler:
die Felder sind nach einmaliger Benutzung zwar unbrauchbar gemacht worden, können allerdings in einem jahrzehntelangen Prozess wie nutzbar gemacht werden. Entscheidend ist hier der Nährstoffkreislauf, der sich ausschließlich in den naturbelassenen Bäumen abspielt. Werden die Bäume gefällt, werden die Nährstoffe ebenfalls weggetragen. Somit können weder die neuen Pflanzen noch der Boden oder Tiere überleben.
Wer sich jetzt fragt, wieso hier in Europa noch Bäume wachsen obwohl der Regenwald hier auch schon lange tot ist, hat den Äquator nicht miteinberechnet, dadurch, dass wir hier keine so extreme Sonneneinstrahlung haben wie am Äquator haben, ist der Nährstoffkreislauf im Boden. Dadurch ist es egal, ob Bäume gefällt oder neu gepflanzt werden, denn sie sind sofort mit der Natur ihren Mineralien und Botenstoffen vernetzt.
Zur Karikatur: Ich denke nicht, dass Wirtschaftswachstum Ressourcenschutz gnadenlos gegenübersteht, im Gegenteil. Forschung und besonder neue Technologien helfen uns, umwetlschonender zu leben. So hatte man vor Jahrzehnten noch die Industrialisierung mit neuen Lampen, Dampfmaschinen und zahlreichen Manufakturen, so haben wir heute Unternehmen, für die es tatsächlich billiger ist, umweltschonender zu produzieren und etwas für den Ruf der eigenen Firma zu machen. Außerdem muss man neidlos anerkennen, das wir ohne wirtschaftlichen Aufschwung ein großes Problem hätten.
Internet hilft uns Kontakt zu halten und uns beispielsweise wie hier in der WWF-Jugend zu organisieren. Das sollte man nicht vergessen, da es deutlich positiv zu bewerten ist.
Und zum Schluss: Denke ich nicht, dass man die Mensch an sich zu verurteilen hat. Natürlich ist er nicht gut. Viele sind auch die größten Idioten. Aber die Hoffnung besteht in Leuten wie uns, die die Augen öffnen konnten. Wir schaffen die Klimawende! Mit Herz und Seele, versprochen. =)
12.06.2011
Schimon hat geschrieben:
100 prozentige Zustimmung meinerseits. Man hört trotzdem immer "Ich lebe nur einmal" oder "Ich will eh keine Kinder" von den Realitätsverweigerern, dagegen lässt sich nur schwer was tun, leider.
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