Rette mit uns bedrohte Natur!


Deine Hilfe für


eine schöne Welt


Jetzt Mitglied werden!
© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Höher, schneller, weiter - die Tierischen Olympischen Spiele


von Marcel
25.07.2012
100 P
14
0

Die Olympischen Spiele starten! Die Welt erwartet Höchstleistungen und Rekorde von den Sportlern. Doch wie sieht's eigentlich im Tierreich aus? Der WWF hat ein paar spannende Facts für dich zusammengestellt. An die Leistungen, die so manches Tier bringt, werden wir Menschen wohl nie herankommen...

Gewichteheben - Im Gewichteheben ist unser naher Verwandter, der Gorilla, ein wahrer Champion: er kann stolze 900 Kilogramm stemmen! Darüber würde die Ameise wohl nur müde lächeln. Das kleine Tier kann nämlich das 50-fache seines Körpergewichts tragen. Weltmeister im Gewichtheben sind jedoch unangefochten die Nashornkäfer. Die Vertreter der Gattung Scarabaeidae können das 850-fache des eigenen Gewichts schultern!

Sprint - Wenn der Gepard durch die Savanne rast, beschleunigt er in kürzester Zeit auf über 100 Stundenkilometer. Damit ist die afrikanische Raubkatze unangefochten der schnellste Sprinter auf dem Land. Seine bevorzugte Beute sind Gazellen und Springböcke. Die sind zwar auch nicht gerade langsam, aber gegen die Geschwindigkeit des "Cheetah" haben sie keine Chance. Die Erfolgsquote der Beutejagd der Geparden liegt bei bis zu 70 Prozent - ein Spitzenwert in der Tierwelt!

Fliegen - In der Luft gilt allerdings der Wanderfalke als das Maß aller Dinge. Wie schnell er genau sein soll, ist nicht geklärt. Bei seinen halsbrecherischen Sturzflügen vermuten Wissenschaftler Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Gesichert ist jedoch, dass der Wanderfalke das Stadtleben und ausgefallene Architektur mag. Hauptsache ist, es geht hoch hinaus. Vom Empire State Building wurden schon zahlreiche Wanderfalken beobachtet, wie sie pfeilschnell in die Tiefe stürzten.

Weitsprung - Weitsprungmeister ist das australische Riesenkänguru. Das Beuteltier kann dank seiner starken Hinterbeine bis zu 13,5 Meter weit und über drei Meter hoch springen. Der Schwanz sorgt dafür, dass die Kängurus dabei nicht das Gleichgewicht verlieren. In Proportion zu seiner geringen Körpergröße ist jedoch der Floh der beste Weit- bzw. Hochspringer im Tierreich. Mit nur 2,5 Millimetern Körpergröße ist er zwar ein Winzling, dafür kann er aber beachtliche 50 Zentimeter weit springen.

Tauchen - Der Rekord im Dauertauchen geht mit über einer Stunde an den Pottwal. Der bis zu 50 Tonnen schwere Meeressäuger ist nachweislich in Tiefen von über 2000 Metern unterwegs. Manche Quellen berichten sogar von 2500 Metern. Dort machen die Wale Jagd auf Tintenfische und Kalmare. Wenn die Tiere anschließend wieder auftauchen, kann man ihr Luftholen noch in einem Kilometer Entfernung hören.

Langstreckenschwimmen - Grauwale halten unangefochten den Rekord im Langstreckenschwimmen: Bei ihrer jährlichen Wanderung zwischen den südlichen Fortpflanzungs- und Aufzuchtgebieten in Mexiko und den nördlichen Nahrungsgebieten der Bering-, Tschuktschen- und der westlichen Beaufortsee legen sie über 19.500 km zurück.

Rudern - Wenn dieses Tier die Ruder auspackt, gelten die Gesetze der Physik nicht mehr: Der Stirnlappenbasilisk bewegt seine Füße mit solcher Geschwindigkeit, dass er sogar übers Wasser laufen kann. Diese erstaunliche Fähigkeit brachte den bis zu 90 cm langen Tieren, die in Mittelamerika zu Hause sind, den Namen Jesus-Echse ein. Da verblasst jede Ruderstaffel vor Neid.

Körperbeherrschung - Die Asiatischen Elefanten sind bemerkenswert leidensfähig. Sie können nicht schwitzen, hecheln im Übrigen auch nicht. Ihre Tage verbringen sie zumeist ruhend, was nicht sonderlich verwundert, denn es ist in ihrer Heimat Indien, Sri Lanka und Indonesien mitunter sehr heiß. Besonders leidensfähig sind allerdings die Weibchen. Eine Schwangerschaft dauert bei den Elefanten bis zu 22 Monate und der Nachwuchs wiegt bei der Geburt stolze 100 Kilogramm.

Entspannen - Der Regeneration kommt in der modernen Sportwissenschaft eine immer wichtigere Rolle zu. Uneingeschränkter Rekordhalter im Entspannen ist das Faultier. Alles an ihm ist langsam – und zwar immer. Wenn es sich beeilt, legt es in einer Minute fünf Meter zurück. An guten Tagen. Doch die haben beim Faultier nur vier Stunden, denn ganze zwanzig Stunden pro Tag schläft es tief und fest.

Megarekorde - Der Blauwal strotzt nur so vor Superlativen. Er ist mit einer Länge von bis zu 33 Metern nicht nur das größte Tier, das es jemals auf unserem Planeten gegeben hat. Mit einem Gewicht von bis zu 200 Tonnen ist er auch das schwerste. Allein das Herz besitzt die Größe eines Ponys. Er frisst im Sommer etwa 40 Millionen Kleinkrebse - schlappe drei Tonnen am Tag. Und: der Blauwal ist das lauteste Lebewesen unseres Planeten. Sein Gesang erreicht eine Lautstärke von bis zu 188 Dezibel.

Und er (bzw. sie)? - Der Korallenfisch hätte wahrscheinlich das Problem, bei fast jedem Wettkampf disqualifiziert zu werden. Dabei verhält er sich gar nicht unfair, dennoch verstößt er gegen die Wettkampfvorschriften. Australische Biologen beobachteten am Great Barrier Riff, dass Korallenfische beim ersten Zusammentreffen mit einem ausgewachsenen, paarungsbereiten Artgenossen das jeweils andere Geschlecht für sich wählen: Treffen sie auf ein Weibchen, werden sie zum Männchen und umgekehrt.

Vielleicht kennt ihr noch weitere tierische Rekorde! Postet sie hier als Kommentar! Wir sind gespannt.

Fotos: Leopard © Martin Harvey / WWF; Nashornkäfer © Jonathan Fieber/igreen media / WWF; Gepard © Anup Shah / naturepl.com / WWF-Canon; Wanderfalke © David Lawson / WWF-UK; Känguru © Martin Harvey / WWF-Canon; Pottwal © Brian J. Skerry / National Geographic Stock / WWF; Grauwal © Mark Carwardine / naturepl.com / WWF; Stirnlappenbasilisk © David Lawson / WWF-UK; Asiatische Elefanten © Jörg Edelmann / WWF; Faultier © Dr. Heinz Klöser / WWF; Blauwal © Tom Crowley / WWF; Korallenfisch © Jürgen Freund / WWF-Canon

Weiterempfehlen

Kommentare (14)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
05.08.2012
Emoryi hat geschrieben:
Da wird der Mensch selbst mit seinen besten Trainingsplänen oder dem modernsten Doping nie herankommen
05.08.2012
Wasserjunge hat geschrieben:
Schön gemacht...toller Bericht!
Sehr interessant.
05.08.2012
Punky hat geschrieben:
Schön! Nur beim Blauwal wunder es mich... ich hab bei GEO gelesen, dass er zwar das schwerste Tier ist, dass je auf unserer Erde gelebt hat, aber da steht, dass er "nur" bis zu 190 Tonnen schwer werden kann... und ein Junges ca 2,5t wiegt.
26.07.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich finde den Bericht auch total klasse und informativ.
Danke :)
26.07.2012
Alexbeppo hat geschrieben:
Toller Bericht! Viele Sachen wusste ich noch nicht, die 22 Monate Schwangerschaft bei einem Elefanten haben mich echt beindruckt.
25.07.2012
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Lustig geschrieben ;-) Schon super faszinierend, was die Natur alles hergibt. Der Mensch wirkt immer so unbedarft dagegen ;-)
25.07.2012
WolfGirl hat geschrieben:
Wow, das ist echt beeindruckend :)
Unter anderem das mit dem Gepard wusste ich oder das mit den Grauwalen, aber vieles auch nicht. Danke für die tollen Infos!
25.07.2012
Marielle hat geschrieben:
So ein Faultier zu sein hat schon was, oder? :) aber noch lieber wäre ich dann doch ein kleiner Nemo, die haben's ja echt faustdick hinter den Ohren..
25.07.2012
lolfs hat geschrieben:
Interessanten Fakten, am erstaunlichsten finde ich den Korallenfisch.
Früher kam im Fernseher die Doku-Reihe "Tierisch Extrem ? Die Top 10". Da wurden auch viele interessante "Weltmeister" vorgestellt.
25.07.2012
Anni66 hat geschrieben:
Schon beeindruckend was Tiere alles können ;)
25.07.2012
Viveka hat geschrieben:
Toller Bericht!
Der Mensch denkt immer, er wäre in allem besser und könnt mit der heutigen Technik alles erreichen!
25.07.2012
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Und wir denken, dass die menschlichen Sportler was leisten :o

Hier kommt ja ein WOW nach dem nächsten. Beneidenswert ist aber das Faultier.....so ein Leben hätte ich auch gerne ;)
25.07.2012
midori hat geschrieben:
Genial! Nur schade, dass der Gepard den Großteil seiner Beute nie für sich behält. Meistens machen sie ihm Leoparden, Löwen oder Hyänen streitig und schon muss der Arme wieder hungern...
25.07.2012
killerwal hat geschrieben:
cool!! da können unsere Sportler nur lachen!! das tierreich ist halt eben im sport besser
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_221.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen