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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Helping Hands - Ein Affe für alles?


von MarcelB
25.03.2011
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 Helping Hands ist ein gemeinnütziger Dienst aus Boston (USA). Der Verein möchte Menschen mit schweren Rückenmarksverletzungen oder anderen körperlichen Beeinträchtigungen im Alltag helfen.

Hierzu werden Kapuzineraffen 10 Jahre lang speziell ausgebildet um etwa 30 Befehle später ausführen zu können. Zuerst lernen sie spielerisch mit ihren Händen umzugehen. Je nachdem wie schnell sie lernen, kommen sie dann in den B-Room. Dort lernen sie schwierige und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Am Ende der Ausbildung können die meisten auf Befehl beispielsweise eine CD in den Player legen, Zeitungen umblättern oder das Licht an- und ausschalten.
Einmal so heißt es sei der Rollstuhl eines Patienten defekt gewesen und er hätte nicht mehr bremsen können. „Der Affe hat sofort das Telefon geholt.“ So konnte der Patient Hilfe anfordern. Der Affe erwies sich als echter Lebensretter in dieser Situation.



Tiertrainer sagen, selbst innerhalb der Affen gibt es starke Unterschiede. Einige sind sehr motiviert und ehrgeizig und lernen ständig dazu. Andere müssen dazu ermutigt werden, Sachen zu finden oder aufzuheben.

Die Äffchen bringen eine neue Unabhängigkeit zu den Bewerbern, behauptet eine Mitarbeiterin der Helping Hands Organisation. Doch wie geht es weiter wenn der Affe tot ist? Ist damit auch die Unabhängigkeit verflogen?

Craig Cook ist einer der Bewerber, die durch das Projekt gewonnen haben. Ihm wurde völlig kostenfrei ein Affe gestellt. Mini, das kleine Kapuzineräffchen, ist wie eine Tochter für ihn. Er ist sehr froh darüber, dass täglich jemand für ihn da ist. Allerdings hat das auch manchmal schlechte Seiten. Seine Freundin beklagt sich darüber, dass er dem Affen mehr Aufmerksamkeit schenkt als ihr. Überall in der Wohnung hängen Fotos von Mini.
Craig ein 43 Jahre alter Mann ist sehr traurig, wenn er darüber nachdenkt, dass Mini vor ihm sterben wird. Er weiß nicht was er danach machen soll. Spätestens in einigen Jahren ist er wieder im Alltag auf sich alleine gestellt. Wer dann Flaschenverschlüsse öffnen, die Mikrowelle bedienen oder das Telefon für ihn holen soll, weiß er nicht. Seine Freundin arbeitet tagsüber.

 

 

 

 

Kapuzineraffen werden 40 Jahre alt. Die ersten Zehn Jahre werden sie ausgebildet, 15 – 20 Jahre bleiben sie beim Patienten und unterstützen ihn. Die letzten Zehn Jahre verbringen sie wieder in Boston, der Ausbildungsstätte. Anscheinend „funktionieren“ die Affen in ihren letzten Jahren nicht richtig, sie leiden an Demenz und bringen einige Sachen durcheinander.

Der Wegbegleiter war zwar eine erfolgreiche Hilfe, allerdings ist sie nur von kurzer Dauer und lässt den Patienten bequem werden. Das Projekt ist weltweit einzigartig und derzeit sind 40 Affen in Ausbildung.

Was haltet ihr von den kleinen Helfern?
Sollte man Affen dazu erziehen Körperbehinderten zu helfen? Findet ihr die Affen gehören eher in artgerechtere Umgebung oder findet ihr das eher abstoßend, weil die Hälfte aller Affenarten vom Aussterben bedroht sind?

Wer will kann sich auch mal das Video dazu ansehen:  http://www.monkeyhelpers.org/ourfamily/monkeys/monkeyDO/

Bild:

http://www.geschichteinchronologie.ch/natur/affen/affen-meldungen-d/008-kapuzineraffe-m-handy.jpg

http://auslandsjournal.zdf.de/ZDFde/s_img/55/0,6992,7196471-render-A8-,00.gif

http://www.zoologie.de/grzimek/files/images/Gehaubter-Kapuzineraffe-Cebus-apella-0001_6.jpg

Quellen:

http://www.monkeyhelpers.org/ourfamily/

http://auslandsjournal.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,8212746,00.html

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Kommentare (8)
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05.12.2015
Coraxx hat geschrieben:
Ich denke, dass der Mensch und das Tier sehr gut in Symbiose glpcklich miteinander leben können. Das Argument, dass Affen nicht ins Wohnzimmer gehören, sehe ich als falsch an... Denn dann muss man von allen Tieren sprechen, andernfalls wäre es geheuchelt!
Ein Wolf gehört auch nicht ins Wohnzimmer, aber warum? Weil er gefährlich ist, wäre meine einzige Antwort dazu.
Doch mal angenommen, der Wolf im Wohnzimmer ist nicht gefährlich (ganz klare Anspielung auf unsere domestizierte Form des Wolfes) und wir können seine Bedürfnisse decken, so wäre es legitim. Ist es auch.
Ich persönlich empfinde es als wesentlich schlimmer, Tiere nicht artgerecht zu halten. Das passiert so unendlich oft.... Das beste Beispiel hierzu sind unsere 'handelsüblichen' Kaninchen. Da nehmen wir nur zu gerne ein (!!!!) Kaninchen, sperren es in einen kleinen Käfig und behaupten, artgerecht zu handeln. Wenn man die Leute darauf anspricht kommen Äußerungen wie:
"Wieso? Hoppel ist doch glücklich! Er liegt da ganz glücklich. Er frisst und schläft."
Nein, Hoppel ist nicht glücklich. Denn schlafen uns fressen ist das Einzige, was er machen kann... Das finde ich schrecklich.
Wenn man Tiere hält, und da differenziere ich Exoten nicht aus (denn dann wären auch Meerschweinchen in unseren Regionen Exoten, da sie aus den Anden kommen!!!), dann ist die Haltung von der Art XY dann vollkommen vertretbar, wenn man dem Tier gerecht wird und es glücklich ist.
Doch was ist Tierglück?
Ich interpretiere dies bei Rudeltieren so:
Glück für das Tier ist es, wenn es
-seine Bedürfnisse ausleben kann
-richtig versorgt wird (medizinische Versorgung und alle anderen Ressourcen, welche es braucht)
[Ressourcen wie Lebensmittel, Schlaf- und Luxusplätze, Rückzugsorte]
-Liebe und Rudelzusammenhalt

Wenn diese grundlegenden Dinge gegeben sind, spricht in meinen Augen nichts gegen die Tierhaltung.

Wenn ein Kapuzineraffe bei einem behinderten Menschen lebt und diese miteinander leben, dann empfinde ich es als großen Fortschritt sowohl für die Spezies Affe, als auch für den Menschen...
Denn was sspricht dagegen, den Affen zu domestizieren? Wer sagt nicht, das in 100 Jahren der Kapuzineraffe ebenso normal ist, wie eine Ratte?
Warum ist es bei Hund, Katze, Maus normal und bei anderen nicht?

Ich spreche mich hier für ein ganz klaren JA zu helping hands aus!!!

Ich danke euch fürs zuhören und freue mich auf weitere Meinungen von euch!!!

Eure Cora, gelernte Tierpflegerin
28.03.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Wie läuft diese Ausblidung der Affen ab? Wird sie von Tierschützern oder Tierrechtlern überwacht? Und was passiert mit den Affen, wenn sie in Rente müssen? Artgerechte Haltung oder Einzelhaft und dann eingeschläfert?

Könnte ein gut ausgebildeter Pfleger - oder ein Familienmitglied - nicht wesentlich besser auf die Bedürfnisse des Menschen eingehen? Natürlich ist es wichtig sich für behinderte oder sonst wie eingeschränkte Menschen einzusetzen und ihnen zu helfen. Aber Wildtiere? Ich meinen Augen gehöre diese Tiere einfach in die Freiheit und nicht in eine Wohnung. Auch wenn ich dem Mann wirklich glaube, dass er seine Affendame liebt, kann er ihr einfach kein artgerechtes Leben bieten. Schon allein aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen wird es für ihn noch schwieriger als für einen gesunden Tierhalter.

Ich denke, dass die Idee zu Helfen gut ist. Der Ansatz ist ok, wobei der Mensch auch noch nach 10 Jahren Hilfe braucht und nach dem Tod zusätzlich der Schmerz über den Verlust des etwas anderen Familienmitgliedes dazu kommt.
Die tierischen Ganztages-Helfer können keine endgültige Lösung sein.
27.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
Gut, dass du fragst Marco. Wollte mich da erstmal raushalten und die generelle Meinung der Community - die eher negativ ausfällt - abwarten. Natürlich ist das Projekt grundsätzlich schwer einzuordnen, man kann ja nicht ins Gehirn eines Affen gucken und dann sagen, hey ihm hat es wohl mehr Spaß gemacht als im Dschungel...Ich halte die Ansicht schwerbehinderten, gelähmten oder ähnlichem zu helfen für sehr lobenswert!! Das ist soziales Engagement. Ich denke auch, auch wenn ich jetzt als Tierhasser durchgehe, dass dieses Projekt gut ist. Einerseits hat es ja Vorteile für die Tiere, sie lernen mit ihrem Körper umzugehen und mit ihrem Gehirn komplex zu arbeiten. Außerdem ist das was sie später beim Menschen tun nichts anderes, als wenn sie ein Kind bekommen hätten und das dann groß ziehen. Wer Affen und Gorillas wirklich kennt, weiß, dass diese Tiere Jahre in die Aufzucht des Nachwuchses investieren. Darüber beklagt sich keiner. Der Patient und der Affe bauen auch eine emotionale Verbindung auf. Ich weise darauf zurück, dass jedes Tier - wir also auch - emotionale Verbindungen zu Gegenständen oder Personen aufnehmen kann. Vom Hund über Katzen bis hin zu Affen. Das Projekt hat es nicht verdient, grundsätzlich mit Vorurteilen besetzt zu werden. Es liegt nicht im Interesse der Firma - die ja ehrenamtlich arbeitet! - Tiere zu quälen. Es wird ja gesagt, dass die Chemie zwischen Affe und Patient beim ersten Treffen stimmen musss. Es ist also nicht so, dass einem Tier ein Mensch auferzwungen wird. Das Tier muss sich wohlfühlen.. Auch wenn die Tiere die letzten 10 Jahre wieder zurück müssen, ist das kein Indikator für schlechte Haltung. Genauso wie Demenz, das ist eine genetische Krankheit von Geburt an, denke ich, die im Alter kommt, genauso wie beim Menschen. Aber überzeugt mich, ich bin offen...
26.03.2011
Marielle hat geschrieben:
Ich muss auch sagen dass ich das nicht so gut finde. Es mag für die Menschen schoen sein, aber ich denke kaum dass es einem Affen so gut gefällt 10 Jahre lang irgendwas für jemanden zu machen. Von der Ausbildung mal ganz zu schweigen. Ich denke diese Tiere gehören in einen artgerechten Lebensraum und nicht in ein Wohnzimmer.
25.03.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Ich bin ganz eurer Meinung, da die Tiere in die Wildnis gehören und nicht in die Wohnung. Was fühlt ein kleines Äffchen, wenn es in einer kleinen Wohnung leben muss?? In seiner ursprünglichen Umgebung ist es frei und kann mit anderen Äffchen herumtollen.
25.03.2011
Basti2211 hat geschrieben:
Also meine Meinung dazu ist, dass die Menschen den Tieren helfen sollen und nicht die Tiere den Menschen helfen, weil dies auch andere menschen tun können. Warum nicht jemanden einstellen, der Arbeit sucht. So verringert man zusätzlich die Arbeitslosenzahl.

Gruß Basti
25.03.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Die Affen werden wie ein weiteres Familienmitglied behandelt, ihre Rolle als Tier wird dabei völlig übergangen ! Ich finde die Tatsache, dass behinderten Menschen geholfen wird sehr gut, allerdings gehören Affen eindeutig nicht in einen Haushalt !
Die Tatsache, dass die Tiere 10 Jahre lang erzogen werden, von einem Raum in den nächsten wandern, zeigt schon, dass das nicht artgerecht und gesund für das Tier sein kann !
25.03.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ich bin eher dagegen! Es gibt auch sicher andere Möglichkeiten, wie ein Mensch mit einer Behinderung fertig werden kann und sich von einem Tier abhängig zu machen, ist nicht richtig. Zumal es sich dabei um Tiere handelt, die in die Wildnis gehören und denen ein solches Leben nicht bekommt. Die Tatsache, dass ältere Affen "dement" werden zeigt ganz deutlich die Fehlhaltung. Sie bekommen praktisch die gleichen Schäden wie die Menschen - etwas, was sie nur durch die falsche Lebensweise erleiden ( und der Mensch wäre auch gesünder, wenn er anders leben würde...). Ich würde es nicht direkt als Tierquälerei bezeichnen, aber richtig ist es in meinen Augen nicht. Wir sollten nicht die (Wild)Tiere auch noch mit in unseren zivilisierten Wahnsinn ziehen.
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