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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Empörung über Eisberjagd


von ZeroRin
07.02.2012
19 P
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-Anbieter auf Dortmunder Messe "Jagd & Hund" stehen in der Kritik -

Jürgen Potthoff

Dortmund. "Frühlingsjagd in Kanada, Arrangements inklusive 1 Polarbär: 31.500 kanadische Dollars."

Es sind Angebote wie dieses, die Tierschützer in Deutschland gegen die gerade zu Ende gegangene Messe "Jagd & Hund"  in den Dortmunder Westfalenhallen aufgebracht haben. Mehrere Anbieter hatten unter anderem die Jagd auf Eisbären und andere bedrohte Tierarten beworben.

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Abschuss "zu fast 100 Prozent garantiert"

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Die gemeinnützige Organisation ProWIldlife hat Email-Formulare ins Internet gestellt, mit denen Tierfreunde ihre Empörung zum Ausdruck bringen können. "Wir wünschen uns, dass es solche Angebote künftig nicht mehr gibt", sagt Daniela Freyer von ProWildlife. Rechtlich sind den Tierschützern ie Hände gebunden. Selbst das Washingtoner Artenschutzabkommen kann nicht verhindern, dass Kanada 700 Eisbären pro Jahr zum legalen Abschuss freigibt,

"Durch den Einsatz von Booten kann ein fast 100-prozentiger Abschuss eines Eisbären garantiert werden", heißt es in einem Katalog, der blutig bebildert ist. Hinter einem erlegten EIsbären knien zufriedene Jäger. Sind das Biler, die die Dortmunder Westfalenhalle auf ihren Ausstellungsflächen wirklich zeigen wollen? Hallensprecher Andread Weber sagt: "Man kann ja nur  beurteilen, ob jemand etwas darf, oder ob er es nicht darf." Rechtlich seien die Jagdreise-Angebote in Ordnund. "Geschmacklich haben wir das nicht zu beurteilen."

Schon früher hatte Europas größte Jagd-Messe in Dortmunds Westfalenhallen polarisiert. Demonstrationen von Tierschützern waren die Regel. "Das ist abgeflaut", sagt Weber. In einem anderen Fall hatte öffentliche Empörung einst as Aus für eine Messe eingeleitet. Die "internationale Waffenbörse" wurde eingestellt, nachdem fragwürdige Militaria und kriegsverherrlichende Gegenstände im Angebot aufgetaucht waren.

Um die Jagd auf bedrohte Tiere auszuhebeln, setzen Tierschützer im Moment vor allem auf EInfuhrverbote für die Jagdtrophäen. Auch wenn der Handel mit Eisbär-Fellen verboten ist, dürfen Hobbyjäger das selbst erlegte Tier als "persönlichen oder Haushaltsgegenstand" einführen. Sollte die Politik hier ABhilfe schaffen, glaubt Daniele Freyer, werde der Markt für Jagdreisen schon kleiner.

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Quelle:

Zeitungsartikel "Empörung über Eisbärjagd"  von Jürgen Potthoff aus der westfälischen Rundschau, Dienstag 7. Februar 2012

 

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ProWildlife Auf der Seite steht noch mehr zu dem Thema Eisbär, Jagd, Artenschutz und was man dagegen/dafür tun kann. Außerdem gibt es dort ein Video "Eisbär - König der Arktis in Gefahr"

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PS: Am Wochenende war auch ein Infostand in Dortmund gegen die Messe "Jagd & Hund", aber meiner Meinung nach war das Ganze ziemlich unorganisiert. Es wurden Infozettel mit gutem Inhalt gezeigt, aber leider waren keine Bilder oder anderes ähnliches. Das große Plakat lag vor den Infotischen auf den Boden, so dass man es erstens kaum lesen konnte und zweitens man gar nicht zu dem Tisch mit den Gedenkkerzen und dem Infozettel herantreten konnte. Nebenbei wurde kostenlos Kuchen angeboten und das Motto lautete "Kuchen statt Waffen": Ist zwar nett, dass man sich da hingestellt hat bei der Kälte, aber wäre so etwas nicht logischer in der Nähe von den Westfalenhallen gewesen? Vielleicht sollte man sich bei so einer Aktion mehr und besser vorbereiten.

 

 

 

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Kommentare (3)
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18.02.2012
Stoffie hat geschrieben:
schrecklich das sowas erlaubt ist. ich muss da MJ1499 recht geben: da muss man als veranstalter auch überlegen ob man das moralisch vertreten kann...
09.02.2012
midori hat geschrieben:
Wirklich Wahnsinn! Wir rudern wie die Irren, um die letzten Eisbären zu retten und Kanada gibt tatsächlich jährlich 700 zum Abschuss frei? Gibt es überhaupt noch so viele? Über so viel Dummheit könnte ich Rotz und Wasser heulen!

Und dass es dann natürlich auch noch Menschen gibt, die mit solchen unmoralischen Dingen ihr Geld verdienen, ist wohl das allerletzte.

Danke Dir für den Bericht!
08.02.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Der Artikel ist von meinem Onkel...wusste gar nicht, dass der sowas schreibt ;) Deine Kritik an der Aktion finde ich verständlich und gut formuliert, inhaltlich stimme ich dem voll zu.
Und das Problem ist ja unter aller Sau! Also jetzt ohne Spaß, ich denke, dass das ganz sicher nicht sein klann, und da habe ich auch als Messeorganisator die Pflicht, etwas dagegen zu unternehmen, es geht nicht nur um legal und illegal, sondern auch darum, ob ich es moralisch vertreten kann oder nicht. Und es geht um das Image dieser Messe, und das ist deutlich geschädigt, wenn dieser Artikel genug Leuten zu Gesicht kommt ;)
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