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Ein paar Gedanken


von Larena
09.05.2009
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Ein paar Gedanken
oder I wish I was a punkrocker…


Heute habe ich mir den Zeigefinger der linken Hand bemalt und in meine Handfläche „creativity“ geschrieben. Denn Kreativität ist es, was ich vor dem Klimawandel bewahren will. Kreativität aus der gemeinsames Schaffen folgt, nicht Zerstörung.

Bei diesem Gedanken fällt mir auf, wie positiv für mich dieses Wort ist, dabei wertet es eigentlich nicht. Man kann auch kreativ sein, während man Schreckliches tut, die Geschichte der Menschheit zeigt das viel zu oft -leider. Will ich das vor irgenetwas schützen? Wie denn überhaupt? Worin lebt Kreativität? In mir etwa? In jedem?

Kreativität heißt für mich die wunderbare Möglichkeit zu träumen. Es braucht viel um bis zur eigentlichen Kreativität zu gelangen. Vorstellungskraft -um daraus zu wirken und ein Ziel deutlich vor sich zu sehen, noch lange bevor man es erreicht. Fantasie -die damit zusammenhängt, doch noch viel mehr von einer Welt erzählt, die es so nicht gibt, die uns unrealistisch werden lässt, doch ohne diese weltfremden Träumereien wäre niemals Entwicklung möglich. Oder war es zu Caesars Zeiten realistisch an eine Erdkugel, einen riesigen Ball, auf dem wir alle leben, zu glauben? Oder hätte  jemals jemand Goethe geglaubt, wenn er von einem Telefon erzählt hätte?

Und Kreativität ist noch viel mehr, zumindest für mich und aus anderen Augen werde ich niemals diese Welt betrachten (können). Sie braucht Visionen, Ideale, Voreingenommenheit, nein Meinung. Und das vermisse ich, will ich schützen, auch wenn es schwer ist,  das zu halten, was nicht gesehen wird, zu Tage zu bringen, was verschwindet.

Und vor allem Willen, Energie, Handlung. Und das, gerade das, suche ich im Menschen. Charakter. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber meine Art zu denken, mein Charakter schenkt mit... befähigt mich mit zu einer Begeisterungsfähigkeit, die ich in meinem Leben nicht missen will, aber selten, nur sehr selten bei anderen sehe. Und manchmal, davor habe ich Angst, schwächt diese Erkenntnis alle Euphorie, vielleicht sogar langfristig. Das macht traurig. Ist es so schwierig einmal zu sagen "Das ist jetzt gut so, wie es ist, das hat mir gefallen."? Sind wir eine Generation der Pessimisten, der über allem stehenden Selbstgefälligen? Sind wir eine, die keine Ideale hat, eine, die mir immer sagen wird "das ist unrealistisch, vergiss es"? Die sich bespaßen lässt von Internet, Fernsehen und Handyspielen, weil sie selbst nicht genießen, bewusst leben und dankbar sein kann? Die, die Reizüberflutung braucht und trotzdem immer motzig bleibt, nie genug kriegt?

Ist es so schwer, das eigene Leben zu bestimmen? Wo bleibt die Kreativität? Ist der Schritt von der Bequemlichkeit weg wirklich so groß? Wertet man sich selbst so sehr ab, wenn man anderes aufwertet? Es scheint so, denn ich selbst empfinde es als schwierig. Meine Leidenschaft ist als Beispiel das Zeichnen, zumindest behaupte ich das immer vor mir und allen anderen. Warum tue ich es dann so selten? Wieso lasse ich mich nach der Schule auch so gerne vor dem PC fallen?

Es ist schwer. Es ist absolut lächerlich und schwer, aber ich kämpfe, denn ich möchte irgendwann auch sagen "Oh Augenblick verweile doch.". Ich will leben, nicht existieren. Und man muss nur einmal aus dem Fenster sehen, um zu wissen, warum man lieber von draußen nach drinnen gucken sollte. Ich will aber damit nicht sagen "umarmt die Bäume", ich will nur sagen, dass ich glaube, man sollte wirklich so leben, dass man sich nicht treiben lässt, sondern bewusst vorwärts geht -dass man Spaß hat und nicht einfach "herumgammelt" (ICQ: "Hey, was machstn grad?" - "KA...surfen, gammeln"). Jeder kann gerne WOW spielen, wenn es ihn erfüllt, natürlich, doch bitte nicht aus Faulheit und mit dem Gefühl der allgemeinen Unzufriedenheit im Magen. Ich hasse die Tage, an denen ich ins Bett gehe und mich ärgere, wie ich die Zeit verbracht habe. Aber es bessert sich.

Eigeninitiative, Träume, für die es sich zu kämpfen lohnt und Charakter. Das wünsche ich mir. Von mir selbst und anderen. Wir verlieren uns.

Ich will die Kreativität auf dieser Welt beschützen, weil ich hoffe, nein, weil ich weiß, dass sie noch irgendwo da draußen ist.

 

Oh achja richtig, ich glaube ich weiß jetzt, warum ich Kreativität so positiv sehe. Sie setzt eine schöpferische Liebe voraus. Das ist nicht unbedingt an menschliche Liebe gebunden, das ist wahr, aber zumindest an Gefühle. Und die vermisse ich auch. Alles wird taub.

 

____________________________________________________

08. März 2009, wir haben in meiner WWF-AG Fotos für www.mygreenfinger.org/ geschossen.

Bis nächste Woche sollen es 100 werden.

Worüber denkst du nach?
 

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