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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Der beginn der Naturzerstörung


von Naturailo
05.02.2012
15 P
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Der Beginn der Naturzerstörung
Die Entwicklung bis heute

Das Datum, an dem die Menschheit damit begonnen hat, mit einem solchen Eifer die Natur zu verwüsten, dass sie nachhaltig zerstört ist, dass spätere Generationen die Folgen ihrer menschlichen Vorgänger deutlich zu spüren bekommen, kann man nicht auf einen bestimmten Tag festlegen.
Den Jetzt-Menschen, Homo sapiens sapiens, gibt es seit rund 100.000 Jahren. Zu dieser Zeit lebten die Menschen noch unter - nach heutiger Sicht - primitiven Voraussetzungen und eingebunden in die Kreisläufe der Natur, so wie es heute noch bei einigen Urvölkern der Fall ist.

Im Laufe der Geschichte setzte sich der Mensch immer mehr von der restlichen Tier- und Pflanzenwelt ab, ohne jedoch in die Erdprozesse einzugreifen, so wie wir es heute machen. So wurden beispielsweise im Reich der Ägypter, seit 2600 v. Chr. die gigantischen Pyramiden gebaut, etwa zur gleichen Zeit wurde das Rad erfunden, ein Gegenstand, ohne den wir heute unser Leben kaum noch vorstellen können. Das Reich der Römer brachte die erste sog. „Hochkultur“ auch in unseren mitteleuropäischen Raum.
Bis zu dieser Zeit lebten die Menschen in Naturreligionen. Besonders stark ausgeprägt war diese Naturgottheit bei den Germanen. Als um das Jahr 500 n.Chr. das Christentum endgültig Einzug in die mitteleuropäische Gegend erfuhr, verfiel dieser Glaube an die Naturgötter. Die einst heiligen Eichen wurden gefällt, die Menschen setzten sich über die Schöpfung. „Macht euch der Erde untertan“ heißt es in der Bibel1.

Doch auch das Christentum ließ die Menschen noch recht zurückhaltend mit der Natur umgehen. So nahm erst durch das Zeitalter der Aufklärung und damit verbunden durch die Industrialisierung der Naturverbrauch enorm zu.
Die Ursache dafür ist natürlich einerseits im Zeitalter der Aufklärung das Eindringen der Wissenschaft in Sphären, die bis dato dem kirchlichen Glaube überlassen wurden, andererseits auch die konkrete Umsetzung von Wachstumsprozessen in der Industrie, was durch die Förderung von Kohle sehr deutlich wird.
Würde man diese Entwicklung des Umweltverbrauchs2 grafisch darstellen, so wäre auch hier ein exponentieller Wachstum zu erkennen (Wobei es natürlich stets kleine Abweichungen bzw. Unregelmäßigkeiten gibt): bis zum Beginn der industriellen Revolution tendiert die Kurve gegen Null, wobei sie ab ca. 1800 zu steigen beginnt und immer steiler gegen unendlich strebt.

Seit Beginn der industriellen Revolution hat die Zerstörung der Umwelt und der Verbrauch der Ressourcen stark zugenommen. Dadurch entstand eine gesellschaftliche Haltung, die früher nie in einer Gesellschaft denkbar gewesen wäre. Die Missachtung und Vernachlässigung der Natur, der verschwenderische Umgang mit den Ressourcen und das Leben gegen die Natur ist ein Ausdruck der heutigen Gesellschaft geworden.3 Ein Leben „gegen“ die Natur ist so zu verstehen, dass die Menschheit versucht, sich von der bisherigen Lebensform abzuheben und sich über die Natur zu stellen. Im christlichen Sinne könnte man es so definieren, dass sich die Menschheit über die Schöpfung stellt4 und somit den Bezug zu ihr verliert. Generell kann man jedoch sagen, dass heutzutage in den Industrienationen die Beziehung Mensch - Natur so stark gestört ist, dass es bei einem Großteil der Menschen nicht mehr ins Gewicht fällt, wenn ihnen die massive Naturzerstörung bewusst wird. Verdeutlicht wird dieses Verhältnis zur Natur durch folgendes Beispiel: Studien haben ergeben, dass ein Großteil Deutschlands Kinder denkt, Kühe wären lila - die Milka-Kuh ist es ja schließlich auch. Während heute ein deutscher Jugendlicher werktags im Schnitt über zweieinhalb Stunden fernsieht5, wird wohl kaum ein Jugendlicher seine Freizeit dafür opfern, zwei Stunden lang in der Natur zu verbringen.
Warum dies so gravierende Folgen für die jetzige und spätere Generationen hat, ist in den folgenden Kapiteln durch gewählte Beispiele beschrieben. Leider kann aufgrund der Fülle der Themen nur eine sehr kleine Motivauswahl beschrieben und die Sicht weitestgehend auf die Umweltzerstörung konzentriert werden, wobei noch viele weitere Themen den Anspruch hätten hier genannt zu werden, wie beispielsweise die immer größer aufklaffende Schere zwischen arm und reich, die sich auch in der Bildung wiederspiegelt.

Das Thema ist heute aktueller denn je. Zwar wurden die Ziele der vielen Revolutionen der letzten Jahrhunderte weitestgehendst erreicht: Wir leben in einer Demokratie, die Menschen sind frei und die Ständegesellschaft wurde aufgelöst. Dennoch kommen derzeit auf die Menschen Probleme zu, die zuvor unbekannt waren: Neben all den Umweltproblemen häufen sich soziale Probleme. Der Nord-Süd-Konflikt verschärft sich immer mehr: Die „Dritte Welt“ von heute ist der Dritte Stand von einst.

 

 

Ein Bericht aus dem Buch: Der beginnn der Naturzerstörung
 

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Kommentare (3)
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06.02.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich muss ehrlich zugeben, nur den Titel gelesen zu haben.
Aber als ich das gelesen habe, habe ich gedacht:
"Können wir uns nicht mehr dem Positiven widmen??!"
Vielleicht ist es interessant, und es ist auch gut Dinge aufzuzeigen die schlecht laufen/liefen. Wenn man zeigt wie es besser geht.
Und es hat nichts mit "Augen verschließen" zu tun, wenn ich mich mehr auf alles Positive konzentriere.
Nach dem Motto: "Ich werde nie eine Anti-Kriegs-Gala besuchen. Aber wenn Ihr eine Für-Frieden-Gala organisiert, bin ich sofort dabei!!"

Wenn man einen Krieg (in welcher Form auch immer) beenden möchte, dann sollte man sich mit dem Frieden beschäftigen und wie man dahin kommt, anstatt sich mit den Waffen aufzuhalten.
Und wenn etwas schief läuft, sollte man das zu Kenntnis nehmen. Aber um es zu wandeln anstatt sich damit aufzuhalten.

Wir Menschen haben angefangen die Natur zu zerstören, "uns ins eigene Bett zu speien", und dem sollten wir uns bewusst werden. Aber nicht um zu gucken, wo das angefangen hat, sondern um ordentlich aufzuräumen.
Verstehst Du was ich sagen möchte?
Verschwendet Eure Energie nicht damit den Müll auseinanderzunehmen sondern verwendet Eure Energie zum Aufräumen. :)
06.02.2012
Naturailo hat geschrieben:
Muss man doch nicht immer Beachten!!!
05.02.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Tippfehler ;) Den Beginn in der Überschrift und am Ende schreibt man groß :)

Ansonsten ein schöner Bericht, abgesehen davon dass alles nur abgeschrieben ist^^
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