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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Der Aralsee


von Hannushka
22.08.2010
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Aralsee
– Ein See wird zur Wüste –

1. Informationen und Daten:
Lage: mittelasiatischer Raum
Kaspi – Turan – Tiefland: abflusslose, aride Beckenlandschaft
See: kasachisch: „Insel-See“
vor 1960: 67.800 km², viertgrößter Binnensee (vgl. Bayern)
heute: unter 30.900 km²
3 Restseen: Kleiner Aralsee, Großer Aralsee (größte, flachste, gefährdeste)
Norden: Kasachstan
Süden: Usbekistan
2 Zuflüsse: Amu - Darja
Syr – Darja
→ Fremdlingsflüsse
Anrainer: Afghanistan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan
2. Klima:
- Kontinentalklima der warmgemäßigten Klimazone
- April – Oktober: arid → Verdunstungsraten übersteigen Niederschlagsmengen
- Niederschläge liegen im Jahr unter 250mm
- Januar: -13°C; Juni/Juli: 26°C
- Jahresmitteltemperatur: 18°C
- Umgebung: Wüsten, Halbwüsten
3. Hydrologie des Aralsees und seine Zuflüsse:
Hydrologie:
- Niederschläge sind gering
 Kontinentale Lage des Turanbeckens
 Süden höchste Gebirgszüge: vom Ozean abgeschottet
 Verdunstungsraten übersteigen Niederschlagsmengen
 Aralsee ist auf die Fremdlingsflüsse Amu – Darja und Syr – Darja angewiesen
Zuflüsse:
Fremdlingsflüsse:
Amu – Darja:
- Entspringt im Pamir (Afghanistan)
- Einzugsgebiet der Wassermengen: Schneeschmelze und Gletschern des Hochgebirges
- Einleitung von Drainagewasser und städtischem Abwasser → Zunahme des Salzgehalts
Syr – Darja:
- Entspringt im Tienschan (Kirgistan)
- 1937 Bau des Fergana – Kanals wirtschaftliche Ausbeutung für Bewässerungszwecken
- Einzugsgebiet der Wassermengen: Schmelzwasser
- 1980 Versickerung des Zufluss zum Aralsee
4. Die Entwicklung um und im Aralsee:
1960 Beginn von massiven Wasserumlenkungen aus dem Amu-Darja und Syr-Darja, Karakum-Kanal
 Aralsee - Krise
1979 Als Folge der Bodenversalzung beginnt die Baumwollproduktion trotz Ausweitung der Bewässerungsflächen abzunehmen
1987 Die Zuflüsse des Aralsees führen kein Wasser mehr
1989 Der Aralsee teilt sich in zwei getrennte Seen; erstmals gelangt die Katastrophe des Aralsees in die westlichen Medien
1991 Gründung der GUS; Abkommen zwischen den Republiken zur Wiederherstellung des Aralsees
- Wasser: „…eine ungeklärte Brühe mit einer Giftfracht aus Pestiziden und Industrieabfällen.“
- Trinkwasserverbrauch und Bewässerungsflächen steigen
- Salz- und Sandstürme: Salz gelangt in das Grundwasser, Pestizide werden verbreitet
- ewiger Teufelskreis: salzhaltiger Regen → höhere Dosierung der Kunstdünger
5. Gründe für das Verschwinden:
- Bewässerung der Baumwollplantagen und Wasserentnahme für die Landwirtschaft: Flussumleitungen/Kanalisation der Zuflüsse
- Schlechte Verarbeitung der Kanäle: die Hälfte des Wassers geht verloren
- Zunahme der Anbauflächen: höherer Wasserverbrauch
- Zunahme der Arbeiter auf den Plantagen
 anthropogene Ursachen
- Verdunstung → Salzgehalt des Sees steigt
6. Auswirkungen:
- Abnahme des Wasservolumens und der Wasseroberfläche
- Zunahme des Salzgehaltes: Wasser wird ungenießbar, Artensterben, Fischsterben
- Entfernung der ehemaligen Hafenstädte zum See nimmt zu
- Arbeitslosigkeit (Fischer, Handel, Tourismus): Bevölkerungsabwanderung, Armut, Sozial-Probleme
- Bodenversalzung auf Grund der schlechten Bewässerungsmethoden
- Hohe Kindersterblichkeit (übersteigt Quoten afrikanischer Entwicklungsländer) / Missbildungen an Säuglingen durch Verunreinigung des Trinkwassers (Dünger, zu hoher Salzgehalt)
- Zunahme von Salz- und Sandstürmen: Krankheiten (2/3 der Menschen sind chronisch krank, v.a. Augen- und Lungenkrankheiten), Seuchen (Pest, Cholera), Artensterben, Dürreplagen, Wüstenbildung
7. Gegenmaßnahmen:
- Bau des Staudamms Kok-Aral: Fertigstellung Sommer 2005, Syr – Darja speist wieder nördlichen Seebereich
- Verbesserung und Sanierung der Kanäle
- Abschaffung der Monokulturen: Anbau von Pflanzen die in ihrer Wachstumsperiode weniger Wasser benötigen


Quellen:
Zeitschrift, natur + kosmos, Januar 2008
Zeitung, Parlament, 17. Mai 2007
Sowjetunion, Harms Erdkunde, Roy E. H. Mellor
Geographische Rundschau, Westermann, Mai 1997
www.geo.tu-freiberg.de
 

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Kommentare (3)
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27.08.2010
Morgan hat geschrieben:
hmm...unser erdkundelehrer hat erwähnt,das man da vor 40 jahren nen urlaubsort hinmachen wollte...
23.08.2010
Hannushka hat geschrieben:
war bei mir ein erdkundereferat, deshalb ist es auch kein vollständiger text. (bin ein bisschen schreibfaul) aber mich hat das thema sehr erschüttert und deshalb hab ich einfach kurz meine stichpunkte hier erwähnt. wahnsinn zu was die menschheit alles fähig ist!
22.08.2010
Morgan hat geschrieben:
den aralsee haben wir lang und breit in erdkunde durchgenommen.unser erdkundelehrer hat sich aber nicht vorallem um die natur da gekümmert,sondern eher um die menschen da...
ich finde,es ist ein bisschen schwer zu lesen aber ansonsten gut
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