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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Das soll Biohaltung sein!?


von Lisa18
03.11.2013
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Viele glauben, Bio-Masthühner leben draußen im Freien, können laufen, sich im Sand wälzen und die Sonne genießen. Leider sieht die Realität gänzlich anders aus. In einem "Biostall" leben 4800 Masthühner, das sind gerademal ein Quadratmeter pro Huhn, so schreibt es die EU-Norm vor.  Bevor sie jedoch diesen "Luxus" bekommen, werden sie nicht von ihrer Mutter ausgebrütet, sondern von einem Brutschrank. Aufgezogen werden sie auch nicht von ihren Eltern, sondern von ihren gleichaltrigen Artgenossen, was dann doch zu gewissen Komplikationen führen kann, da sie alle nie einen "Aufpasser oder Lehrer" hatten. In ihrem 81 Tage langem Leben dürfen sie rechtlich gesehen ein Drittel davon draußen verbringen. Das sind theoretisch 27 Tage, die allerdings von sehr vielen Faktoren abhängig sind. Wenn ,zum Beispiel, diese vorgesehenen 27 Tage auf eine kalte Jahreszeit oder auf durchgehend schlechtes Wetter fallen, dürfen sie nicht raus! Wenn aber diese Faktoren durch wunderbaren Juli freundlichen Sonnenschein nicht eintreffen, kommen andere Probleme zum Vorschein. Bieten die Freiläufe nicht den notwendigen Schutz, kommen auch die Hühner auch nicht aus ihrem Stall heraus. Auch bei Bio-Masthühnern werden Masthybride eingesetzt, die dafür sorgen, dass sie schnell Wachsen und eine ausgeprägte Brust bekommen. Die Folgen davon sind dieselben, wie bei den konventionellen Masthühnern. Sie heben, aufgrund der schnellen Gewichtszunahme, Herzkreislauferkrankungen, mangelnde Knochenfestigkeit und eine  eingeschränkte Lauffähigkeit mit Beinfehlstellungen. Durch die unnatürlich große Brust liegen sie häufig auf ihr, wodurch Entzündungen, Hautreizungen und Brustblasen entstehen können. Nach ihrem kurzen und schmerzvollem Leben werden sie, wie auch ihre Verwanden in der konventionellen Haltung, auf brutale Weise geschlachtet. Und so endet das Leben eines "Bio-Masthuhns"!

Quelle: www.bio-wahrheit.de/inhalt/huhn                                                                                                     

Foto: www.bio-wahrheit.de/bilder/haltung/huehnermast/big

 

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Kommentare (17)
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07.11.2013
thinkgreen26 hat geschrieben:
Ja das hab ich auch gelesen.
Deshalb hab ich mir diese Anforderungen ja mal angeschaut.
Es ist erschreckend, dass die nur so schlecht sind... :/
07.11.2013
Monamona hat geschrieben:
Auch interessant, nicht nur für Kinder, sondern auch für Schüler bis zur 10. Klasse: http://www.echtkuh-l.de/5.html
http://www.oekolandbau.de/kinder/?L
07.11.2013
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
07.11.2013
Monamona hat geschrieben:
Also, um mal Klarheit in die Frage nach dem Bio-Siegel zu bringen: Ich war auf der Seite des Siegels und habe mich mal durchgelesen. Das Siegel ist nicht frei. Das Bio-Siegel dürfen Erzeuger, Verarbeiter, Händler und Importeure auf die Etiketten ihrer Bioprodukte drucken, wenn das jeweilige Produkt die einschlägigen Anforderungen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erfüllt. (Zitat der Seite)

Regelmäßig werden die Unternehmen geprüft:

Wie wird kontrolliert?


Die Unternehmen werden mindestens einmal pro Jahr auf die Einhaltung der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau kontrolliert. Risiko bezogen können weitere, unangekündigte Kontrollen durchgeführt werden. Dabei können auch Proben für Untersuchungen in Hinblick auf nicht mit den Rechtsvorschriften konforme Produktionsverfahren gezogen werden.

Die Kontrolle umfasst:

die Besichtigung sämtlicher Betriebsgebäude,
eine Begutachtung der Flächen und Kulturen,
die Überprüfung des Betriebsmittelzukaufs,
eine Plausibilitätsprüfung der verkauften Mengen,
die Überprüfung der Deklaration,
gegebenenfalls eine Überprüfung der Trennung zwischen ökologischer und konventioneller Produktion,
die Überprüfung der Vorgaben aus dem Umstellungsplan und der bei der letzten Inspektion erteilten Auflagen,
die Überprüfung der Haltungssysteme bzw. Haltungsbedingungen der Tiere sowie der Fütterung,
die Überprüfung der Rezepturen, des Rohwareneinkaufs und des Warenflusses in der Verarbeitung. (Zitat der Seite)

Ich empfehle die Seite jedem, der sich schnell informieren möchte. Es steht noch sehr viel mehr über die Vorschriften etc.
http://www.bio-siegel.de/
07.11.2013
thinkgreen26 hat geschrieben:
Ich denke, das Bio-Siegel ist schon echt, wenn es auf einem Produkt ist. Wie Gluehwuermchen auch schon geschrieben hat, ist natürlich immer die Frage wie man Bio interpretiert...
Die Hersteller "müssen sich dem Kontrollverfahren nach der EU-Rechtsvorschriften zum ökologischen Landbau unterziehen" um das Siegel für ihr Produkt zu bekommen. Die Frage aber ist, was sie dafür brauchen.
Um bei den Hühnern zu bleiben... Ich hab mal ein bisschen in diese Vorschriften bei Legehennen geschaut:
Anzahl Tiere/m2 -> 6
cm Sitzstange/Tier -> 18
Also ich denke das Problem ist nicht die Echtheit des Siegels, sondern das, was das Siegel beschreibt. :/

http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/OekologischerLandbau/EGOekoVOAnhang3.pdf?__blob=publicationFile
05.11.2013
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ja, natürlich sind die Eu- Bioauflagen recht lasch im Vergleich zu den Verbänden, aber weil man sich darüber ärgert ist das kein grund zu behaupten, das Biosiegel sei nicht geschützt oder heutzutage dürfte jeder Bio auf seine Produkte schreiben, obwohl keins drin ist. Das ist einfach nicht richtig! Deswegen wüsste ich gerne, wie die Kommentatoren, die das behauptet haben, dazu kommen.
04.11.2013
Smilex hat geschrieben:
weil hier jetzt grad so viele schreiben "dann ist das einfach kein bio, die schreiben das nur drauf, weil das siegel nicht geschützt is"t oder wie auch immer: ich weiß nicht genau darüber bescheid, wie man mit dem bio-siegel umgehen darf, aber auch mit siegel und allen auflagen entsprechend, sieht es manchmal eben doch so aus wie oben im bericht!!! die eu-auflagen sind zu schwach!!! unabhängig davon, ob man unter dem bio-namen auch noch andere sachen verkaufen kann oder nicht, das kommt vielleicht erschwerend hinzu .. aber die eu-bio-auflagen sind wirklich viel viel zu schwach!!!
04.11.2013
Smilex hat geschrieben:
@Gluehwuermchen: das bio-siegel ist meines wissens nach schon geschüzt, aber wenn man einfach nur bio drauf schreibt, kann einem niemand was
04.11.2013
Smilex hat geschrieben:
>:((( so eine schweinerei!!!
04.11.2013
SarahU hat geschrieben:
@Gluehwuermchen: Wenn man Bio-Produkte im Bioladen kauft, kann man sich meiner Meinung nach schon sicher sein, dass es wirklich Bio ist.
Ich denke auch, dass verschiedene Bioerzeuger z.B die Tiere unterschiedlich halten.

Hab ich vergessen zu schreiben: Wir schlachten unsere Hühner nicht ;)
04.11.2013
Niiura hat geschrieben:
Bleibt wohl nur selber halten, richtig infomieren (heißt sich den Erzeugerhof anschauen) oder gleich drauf verzichten;) (Ich weiß, sagt sich so leicht, aber man kann ja klein anfangen)
04.11.2013
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Nennt mir bitte mal eure Quelle! Meiner Meinung nach ist es schlicht falsch zu behaupten, das Biosiegel "sei nicht geschützt".
04.11.2013
Carinaa hat geschrieben:
Das ist nicht bei jedem so..weil, wie bereits 2-3x mal gesagt wurde hier, dass bio siegel nicht geschützt ist..
04.11.2013
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Um das Biosiegel auf seine Produkte zu packen braucht man eine Zertifizierung und längst darf man auch seine Produkte nicht mehr mit bio und öko betiteln, wenn kein bio drin ist, so wie das früher der Fall war. Um zu gewährleisten, dass Bioprodukte richtig erzeugt werden, gibt es z.B. Biokontrollen. Das wird hier von manchen nicht ganz richtig dargestellt.
Der Punkt hier ist, dass die gesellschaftlichen Vorstellungen von "bio" einfach oft nicht der Realität entsprechen, wofür allerdings das Biosiegel nichts kann. Wer sich genauer mit biologischer Erzeugung beschäftigt, wird sehen, dass nicht alle Tiere zwangsläufig im Grünen herumspringen, die Kindern bei den Müttern aufwachsen und alles paradiesische Bauernhof-Idylle ist. Es gibt solche und solche Bioerzeuger. Tatsache ist, dass die zunehmende Nachfrage nach Bio nach einer Industrialisierung biologischer Erzeugungsprozesse ruft - weil es sonst zu Engpässen auf dem Markt kommt.
Wer sichergehen will, dass er Eier von glücklichen Hühnern isst, der sollte zum Biobauern gehen, der Hühnermobile verwendet.
Es geht hier einfach um die Interpretation von "bio". Bioprodukte sind aus mehreren Gründen besser als konventionelle Lebensmittel, aber wem Tierwohl und Ethik sehr wichtig sind, der sollte sich erstens intensiver mit dem beschäftigen, was er isst und wie es erzeugt ist und zweitens dann ggfs. seine Konsequenzen daraus ziehen und auf Hähnchen verzichten, anstatt zu erwarten, der Kauf von Bioprodukten entlaste einen automatisch von sämtlichen Gewissensbissen.
Ich will aber auch nochmal darauf hinweisen, dass es auch noch Bioprodukte aus Bauernhofidylle gibt. Einfach mal in Kontakt mit Landwirten treten oder sich mit den verschiedenen Biosiegeln eingänglicher beschäftigen!
04.11.2013
SarahU hat geschrieben:
Gut, dass du dazu mal einen Bericht geschrieben hast! Danke!
Deshalb sollte man auch wenig oder kein Fleisch essen...
Auf der gleichen Seite war ich auch mal ;)

Wir haben selber Hühner und auch Küken; sie dürfen im ganzen Garten rennen :)
Da merkt man erst richtig, wie die Hühner fühlen und wie intelligent sie sind :)
03.11.2013
Taki hat geschrieben:
Ist halt nicht Bio drin da das Siegel nicht geschützt ist
03.11.2013
LSternus hat geschrieben:
Das liegt daran, dass, und das wurde schon 10.000mal gesagt, das Bio-Siegel nicht geschützt ist und JEDER seine Produkte "bio" nennen darf!

Um welche(n) Betrieb(e) handelt es sich da eigentlich?
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