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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Das personifizierte Böse und das Hundeelend


von Meatala
25.10.2011
42 P
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Tags: Hunde, Elend, Recht

 Hey, Leute, ich bins mal wieder und diesmal mit einem verdammt erschreckenden Thema - nicht zuletzt wegen seiner Aktualität.

7. Oktober 2011 - nichts ahnend schlage ich die Lübecker Nachrichten auf und dann, ganz versteckt auf Seite 15 finde ich einen grauenvollen Artikel mit der Überschrift: Nach Hundedrama: Mutter will klagen

Natürlich habe ich ihn mir sofort durchgelesen und es kam anders, als ich erwartet hatte. Natürlich waren meine ersten Gedanken sofort wieder eine Hundeattakte auf ein Kind, was ich für immer wieder schockierend halte. Doch diesmal lag die Sache freilich ganz anders:

 

Es geschah im Fahrenkrug, betroffen waren die 43 - jährige Bianca H. und ihre Tochter Amelie. Die Halterin ist noch immer schockiert und kann nicht fassen, dass ein Boulevarblatt schrieb: "Ihr Kampfhund zerfleischte ihr Kind". Die Tatsachen lagen nämlich anders.

Bianca H. war außer Haus gewesen und ihre 14 - jährige Tochter war mit ihren drei Hunden zurück  geblieben. Plötzlich sei es zum Strei zwischen dem American Bulldog "Merlin" und dem Boxermischling "Tonker" gekommen. Unüberlegt ging ihre Tochter dazwischen und wollte die beiden Hunde trennen, sie wurde dabei am Arm verletzt. 

Bernhard Reimers (75), der mit der Harke der Jugendlichen zur Hilfe kommen wollte, nachdem er ihre Schreie gehört hatte, bekräftigte: "Ich hatte den Eindruck, da waren zwei Hunde, die sich eine Beißerei lieferten und das Mädchen sei dazwischen gegangen". Auch nachdem er die Hunde von dem Mädchen weggeholt hatten waren sie mehr an ihrem Gegenüber als an irgendeinem Menschen in ihrer Umgebung beschäftigt.

Doch dann folgte eine Hexenjagd mit anschließendem Gemetzel.

Die gerufene Polizei lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit den Hunden und schoss nach EIGENEN Angaben 14 - Mal auf einen der Hunde. Der andere Hund wurde vom Feuerwehrauto überfahren - mit Absicht. Rühmte sich einer der Feuerwehrleute doch lauthals mit den Worten: "den Kampfhund platt gemacht zu haben".

Bianca steht als Rabenmutter da und musste sich von den Beamten Sätze gefallen lassen wie: "Machen Sie nicht so einen Fez um den Scheißköter!"

Bianca H. meint am Ende des Artikels noch: "Wenn die Tiere sachgemäß von einem Jäger erlegt worden wären (da laut Ansicht aller ja Menschen in Gefahr waren und es wäre das kleiner übel gewesen), hätte ich damit leben können. Aber das, was da stattfand, war ein Feldzug!"

 

Ein ebenso unschönes Beispiel geschah im Februar diesen Jahres in der Obersteiermark, wo ein Jäger einen "Kampfhund" erschoss.

Das Herrchen hatte Besuch und die Hunde schafften es aus dem Garten zu fliehen - Niemand weiß wie. Verängstigte Nachbarn riefen den Jäger an, der dem Besitzer Bescheid gegeben wollte, der ihm aber nicht die Tür öffnete, da er ihn nicht gehört hatte.  Da sah er die beiden Hunde (ein Stafford Shire Bull Terrier und ein American Pitt Bull) von dem Gelände flüchten.

Allerdings drehten sie auf die Rufe des Jägers hin sofort um, doch das sah der Mann nur als seine Chance und schoss den American Pitt Bull ab.....

 

Ist das das Los, angeblichen "Kampfhunden" in unserer Gesellschaft blüht?

Sie sind keine Kampfhunde! Sie sind Listenhunde! Hunde, die wir nach einem Nazischema oftmals ohne Wesensprüfung nur auf Grund ihrer Rasse für Gefährlich halten und ihnen und ihren Haltern das Leben zur Hölle machen. Hundeführerschein, Maulkorb, erhöhte Steuern... gemieden von den Leuten, mit üblen Nachreden bedacht, versauernd im Tierheim, weil sie Niemand will....

Schämt euch was! Denn auch in dem Wort "Kampfhund" steckt das Wort "Hund" und das habt ihr doch sonst auch immer mit "treuster Freund" übersetzt.... 

Meine Stimme für zu unrecht gequälte Tiere - ich bin kein Speziesist und auch kein Tiernazi! 

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Kommentare (12)
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28.10.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
28.10.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Der Meinung bin ich auch, Urmeli.
Für das Tier ist es das Schlimmste, von einem Menschen gehalten zu werden, der sich der Bedürfnisse des Tieres nicht bewusst ist. Es geht hier immerhin um ein ganzes LEBEN.
27.10.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Ich bin genau wie midori für einen Führerschein für Tierhaltung geben sollte. Egal ob Hund oder Wellensittich.
Solange es so viele Menschen gibt, die absolut nicht für die Tierhaltung geschaffen sind, muss das halt kontrolliert werden. Wer beim Wesenstest durchfällt darf keinen Hund halten. Ende.
27.10.2011
Rae hat geschrieben:
Ich bin wirklich zutiefst entsetzt, erst züchten wir diese Hunde so hin, wie wir sie wollen, aggressiv und stark gebaut & dann hassen wir sie auf einmal..
Da muss man sich schon fragen, wer hier ein "scheißköter" ist, die Menschheit oder das Tier.
Wie kann ein Polizist, der eigentlich für RECHT und Ordnung sorgen sollte, vierzehnmal auf einen Hund schießen ?

Da sieht man mal wieder, dass Tiere keine Rechte haben !!!
Mich macht das wirklich traurig, vorallem weil meine kleine Katze sich gerade an mich kuschelt...
26.10.2011
midori hat geschrieben:
Ich bin für einen Hundeführerschein. Für alle Rassen. Was wir hier betreiben ist Speziesmus und führt zum Aussterben dieser wundervollen und liebenswerten Hunde. Einfach nur traurig. Die verantwortungsvollen Besitzer werden zu Unrecht bestraft.
26.10.2011
Girty hat geschrieben:
Fürchterlich. Rassismus gegen Menschen wird verurteilt aber gegen Tiere ist es in Ordnung oder wie?! Von wegen Kampfhunde.. sowas kann man doch garnicht verallgemeinern. Echt schrecklich, vor allem die Tatsache, dass es POLIZISTEN waren.
26.10.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
ich kauf mir n rudel rottweiler und hetzt sie auf alle beamten die sie "scheißköter" nennen -.-
26.10.2011
Meatala hat geschrieben:
@ Urmeli

Ja, aber sie hat auch noch eine Pflegetochter, die jetzt - ich glaube - 24 Jahre alt ist. Da aus dem Artikel aber nicht hervorging, ob sie anwesend war, habe ich es nicht erwähnt. Hast aber schon recht, dass kann man eigentlich nicht machen - egal ob die Hunde nie aggressiv gegenüber Menschen geworden sind.
Jeder Hundehalter weiß, dass es immer mal besondere Umstände gibt.
26.10.2011
Lars0220 hat geschrieben:
Das kam auch bei RTL in den Nachrichten. Wie kann man 14 mal auf nen Hund schießen :(
26.10.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Dieses Listenschema ist nichts anderes als Tier-Rassismus!
Kein Hund wird böse geboren und verdient es, auf so einer Liste zu landen.

Man muss der Mutter allerdings wirklich einen Vorwurf machen. Sie kann nicht ein 14-jähriges Mädchen alleine mit 3 starken Hunden lassen. Das ist wirklich unverantwortlich. Eine 14-jährige kann einfach nicht 3 große starke Hunde unter Kontrolle halten.

14 Schüsse für ein Hundeleben........sind ja super Schützen unsere Polizisten.....ist doch klar, dass die Hunde fliehen. Wenn jemand auf mich schießt - und Tiere bekommen natürlich auch Panik wenn ohrenbetäubend laute Schüsse fallen - renne ich ja auch um mein Leben!
Diesen Feuerwehrmann sollte man auch mal überfahren und dann seiner Familie sagen, dass sie nicht so einen Fetz machen soll wg einem charakterlosen Mistkerl.

Wer kommt bitte auf die Idee einen Jäger anzurufen, wenn man entlaufene Hunde sieht?? Wenn ich weiß wo die Tiere hingehören sage ich dem "Besitzer" Bescheid oder rufe das örtliche Tierheim oder Tierschutzverein an.
25.10.2011
Babbuina hat geschrieben:
wow, danke für den Bericht. Bin ganz deiner Meinung. Rassismus verurteilen die Leute zutiefst, verbreiten ihn aber selbst. Tierrassismus gibts anscheinend auch.
25.10.2011
Nivis hat geschrieben:
Wichtiges Thema, das starken Diskussionsbedarf hat. Denn schaut man sich die Statistiken an, dann sind es Schäferhunde, die die meisten Überfälle auf Menschen verüben - und die gehören ja bekanntlich nicht zu den sogenannten "Kampfhunden".
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