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Das Klappern der Pferde von Edfu


von GreenMind
04.12.2010
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Das Klappern der Pferde von Edfu
Edfu, Ägypten
2008

Bei meiner Nilkreuzfahrt im Herbst 2008, sah ich einige Sehenswürdigkeiten Ägyptens, worunter ich neben dem Tal der Könige, dem Hatschepsut-Tempel und vielen mehr auch den Horus-Tempel in Edfu besuchte.

Die warme Sonne Ägyptens drückt. Trockener Staub liegt in der Luft. Es ist laut - Geschrei, Gehupe, Motoren und trotzdem hört man es, das unverkennbare Klappern. Ein Klappern, zuerst ganz unscheinbar. Das Klappern ihrer Hufe auf dem harten Asphalt. Das Klappern der Pferde von Edfu.
Die Armut in Edfu lässt die Menschen radikal handeln. Im Tourismus liegt ihr einziger ergiebiger Verdienst, denn jeden Tag besuchen hunderte von Menschen den Horus-Tempel. Da die meisten Touristen mit dem Schiff kommen, der Horus-Tempel jedoch etwas abgelegener liegt, sammeln sich am Ufer des Nils Massen von Kutschen, die die Touristen zum Tempel bringen. Das ist es was zählt – die Menschen. Zum einen die Touristen, die zum Tempel wollen und zum anderen die Kutscher, die ihr Geld damit verdienen und je mehr, desto besser. Nur das zählt. Die Pferde, die die Kutschen ziehen, sind mager. Sie müssen arbeiten, hart arbeiten. Tag für Tag muss dort jedes einzelne Tier mehrmals über den harten Asphalt galoppieren. Immer wieder die selbe Strecke, jeden Tag. Natürlich müssen sie schnell sein, denn umso schneller sie sind umso mehr Touristen können sie täglich von A nach B befördern und umso mehr Geld bekommen ihre Eigentümer. Sie sind lediglich Eigentum. Sie werden wie Sachen, nicht wie Lebewesen behandelt. Die Kutscher peitschen die Tiere, selbst wenn sie längst galoppieren. Sie sind hart zu ihnen und der Verkehr in Edfu ist sehr hektisch und laut und muss unglaublichen Stress für die Tiere bedeuten. Zwischen Autos, Motorrädern, Reisebussen und anderen Kutschen müssen sie schwitzen und laufen – und sie laufen nur schwer. Sie wirken träge, schwach und müde, aber vor allem abgestumpft. All die unwürdigen Umstände scheinen sie nicht zu berühren, sie zeigen kaum Reaktion, sind wie betäubt. Sie bewegen sich kaum. Sie laufen nur und funktionieren. Man hört kein Wiehern, kein Schnauben – man hört nichts von ihnen, nur das Klappern ihrer Hufe. Viele unter ihnen leiden nicht nur Hunger und Durst, sondern haben sichtliche Haltungsschäden vom ständigen Ziehen der Kutsche oder geschwollene Beine. Die Knochen stehen hervor, sie wirken klapprig, ungepflegt und völlig unterernährt. Es ist ganz offensichtlich: Sie leiden. Nicht nur in Edfu müssen Tiere leiden, die Kutschen sind in Ägypten weit verbreitet und es gibt weitaus schlimmere Fälle, als sie mir begegnet sind. An dieser Stelle möchte ich auf ACE „Animal Care in Egypt“ hinweisen, ein Team, was ein Krankenhaus für bedürftige Tiere in Ägypten errichtet hat und immer wieder auf die dortigen Probleme aufmerksam macht. Letztlich bleibt uns nur die Hoffnung, darauf dass diesen Tieren geholfen wird. Doch Hoffnung allein genügt nicht – wir müssen handeln um zu helfen. Deshalb dieser Text zur Aufklärung über die schrecklichen Verhältnisse und ein Appell, tätig zu werden.

Schaut euch die Videos an, sie sind sehr viel ausdrucksstärker als ein einzelnes Bild:

Edfu Videos:
(das 1.Video ist von mir)


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ACE Animal Care in Egypt:
www.ace-egypt.org.uk

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Kommentare (4)
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06.12.2010
Rebekka hat geschrieben:
Natürlich finden das nur die wenigstens gut, aber kaum einer tut was dagegen.
Ich weiß ja selber nicht, wie man bei soviel Tierquälerein überall helfen soll ?
Da ich selber reite und ein Pferd habe, geht mit dieser bericht besonders nah. Versteh solche menschen nicht !
05.12.2010
Helen hat geschrieben:
wie sie auch noch angefangen haben das Pferd im zweiten Video zu schlagen, nur weil es nicht mehr aufstehen konnte...
man sah ja zum Schluss auch noch, wie das aussah :`(
05.12.2010
Stoffie hat geschrieben:
daws ist ja grauengaft. das pferd in dem unteren video konnte ja gar nicht mehr richtig laufen :(

ich finde tierquälerei einfach nur SCHEIßE

danke für deinen bericht
04.12.2010
midori hat geschrieben:
Arme Tiere.. die haben jeden Stolz verloren :( Schrecklich, wie man sie so knechten kann, als hätten sie keine Seele, keine Gefühle und würden keine Schmerzen empfinden. Das tut wirklich weh :(

Danke für den Bericht.
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