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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Bienvenue en France! (5) - Die Kehrseite der Medaille (4)


von RichardParker
21.09.2016
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Hallo meine Lieben,


Ich liebe diese Regenschirme!!!


Das habe ich, glaube ich, mindestens zehntausend Mal gesagt, als wir in Béziers waren. Dabei ist es doch wahr, ich liebe sie wirklich. Aber fangen wir von vorne an. Um eine der attraktivsten Städte Südfrankreichs zu sehen fahren wir 160 Kilometer. Und finden relativ nah an der Innenstadt einen Parkplatz vor diesem coolen Haus:

Den Schöpfer dieses Kunstwerks hätte ich gerne mal getroffen...

Durch einen kleinen Park, am Theater vorbei verschlägt es uns in eine kleine Nebengasse und Leute, ich habe mein Herz verloren… Über der Gasse hingen zahlreiche bunte Regenschirme. Es hatte etwas Surreales und zu gleich etwas Wunderschönes. Wie ich später nachgelesen habe sind diese Schirme Teil eines mittlerweile weltweiten Projekts zur Verschönerung von Großstädten. Eine tolle Idee, die für mich ihre Wirkung nicht im Ansatz verfehlt hat.

So zaubert man ein Lächelm auf die Lippen...

Einige Gassen (und Regenschirme! :)) später erreichen wir die wirklich imposante Kathedrale St. Nazaire. Von ihrem Dach aus konnte man über die ganze Stadt schauen, aber genauso gut auch, wenn man einfach hinter die Kirche läuft :D Neben Regenschirmen in kleinen Gassen und einer imposanten Bischofskathedrale rühmt sich die Stadt aber auch mit vielen stilvollen Häusern. Auch Béziers hat mein Herz für sich gewonnen, weshalb jetzt auch Regenschirme auf einer Fotoleinwand in meinem Zimmer hängen :)

Ein toller Ausblick

Weg von Béziers hin zur nächsten Vogelrettung! Ja, schon wieder! Mir ist nämlich ein kleiner Kerl in die Küche gefolgt und hat sich dann hinter dem Mülleimer versteckt. Er war so verschreckt, dass mein Bruder und ich zwischenzeitlich Angst hatten er würde sterben, weil der Kleine immer wieder die Augen zu gemacht hat. Aber mit ein bisschen Hilfe konnte er dann doch wieder in die Freiheit fliegen. Und wo wir gerade schon dabei sind, die Tage bin ich auch noch in den Pool gestürzt. Ich bin auf den Stufen ausgerutscht…nix wars mit Abkühlung!!

Der arme Kleine!

Den krönenden Abschluss bildet dann die Burg von Tarascon in der Provence und der Pont du Gard.


Tarascon ist nach dem Monster Tarasque benannt, das von der heiligen Martha schließlich besänftigt wurde. Es ist eine seltsame Mischung aus Schildkröte und Löwe. Die Burg von Tarascon jedenfalls war im 19. Jahrhundert ein Gefängnis – auf vielen Wänden haben sich Häftlinge verewigt. Fast ein bisschen unheimlich die dunklen Treppen und Gemäuer, nichts wo man gerne inhaftiert wäre. Später dann war es Königsbesitz und wir konnten zahlreiche Gemächer, Säle und die Schatzkammer besichtigen. Auf der Dachterrasse der Burg konnten wir dann einen Rundumblick genießen.

Innenhof der Burg und Ausblick von oben

Am Abend besuchten wir dann, wie drei Jahre zuvor auch, dass 2.000 Jahre alte, römische Aquädukt, den Pont du Gard. Und dieses Mal standen wir sogar oben drauf, im Licht der untergehenden Sonne…

Einfach immer wieder beeindruckend...

Und hier enden dann zwei Wochen Frankreich. Zwei erlebnisreiche Wochen, die ich auch viel mehr in puncto Umweltschutz erlebt und gesehen habe. Rückblickend lässt sich sagen, die Franzosen verpacken sehr viele Lebensmittel nochmal extra, wo es eigentlich gar nicht nötig ist und ich konnte nicht besonders viele Umweltsiegel bei Pflegeartikeln ausmachen. Ansonsten lässt sich nicht viel Unterschiedliches zu Deutschland festhalten, zumindest in dieser Region nicht.


Es war auch eine Reise der Gegensätze und insbesondere der Kluft zwischen arm und reich, die mir wieder vor Augen geführt hat, dass nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist. Danke, dass ihr mich begleitet habt. Und mir bleibt nur noch zu sagen: Auch nach fünf Malen in Frankreich und über 30 Städte später, ist das Land definitiv eine Reise wert!

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Kommentare (3)
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29.09.2016
Bjarne2000 hat geschrieben:
@Nono202 tatsächlich sieht es gar nicht SO schlecht aus hier.

Momentan liegt Frankreich vor Allem in Sachen Papierrecycling zurück (47%, Deutschland: 75%, Daten: 2013), aber bis 2018 soll das auf 60% gesteigert werden.

Und mit der Stromerzeugung sollte eher Deutschland etwas aufholen: 53,2% des Stroms kommt aus fossilen Energieträgern (2014), gegen nur 6,2% in Frankreich (2015). Ja, Frankreich gewinnt dafür 76,3% aus AKWs (2015), und die sind auch nicht gerade beliebt (und ich bin, um das klar zu stellen, natürlich ebenfalls gegen Atomkraft), aber sie sind deutlich weniger schädlich für das Klima.
27.09.2016
Nono202 hat geschrieben:
Ja, Frankreich mag wunderschön sein, hat aber in Puncto Umweltschutz einiges gegenüberDeutcshland aufzuholen: Es gibt kein Mülltrnnungssystem, papier und Plastik werden zusammen mit Rest-und Biomüll entsorgt und verbrannt... Es gibt noch andere Länder, die ihren Reiz auch nach fünf (oder mehr) malen nicht verlieren(USA, Kanada, Skandinavien...)
22.09.2016
Puma hat geschrieben:
Freut mich, dass das Land nach 5 Malen (ich war noch nie so oft in einem Land...) noch immer nicht seinen Reiz für dich verloren hat und du immer wieder etwas neues entdecken kannst! :D
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