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© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Augen sagen mehr als tausend Worte....


von Meatala
30.07.2011
42 P
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 Nachdem ich mich so lange nicht zu Wort gemeldet habe, möchte ich mal wieder was schreiben, was mich zu tief bewegt.Sicher habt ihr das Bild bereits gesehen und euch gefragt, was es hier soll. Der Hund ist tot....

Ich habe es gesehen und habe mich gefragt, was für eine Geschichte dahinter stecken könnte, stand daneben doch nur "Einsam gestorben". Es könnte folgende Geschichte gewesen sein: "Gekauft und gequält. Niemand, der ihn wirklich haben wollte...."  Eine Auffangstation und ein paar Tierfreunde hätten ihn retten können.....oder etwa doch nicht?

Vielleicht nicht, denn manchmal sind auch Tierfreunde ganz indirket und ohne es zu wissen Schuld an den Leid von solchen Tieren! Denn es hat sich etwas entwickelt, das ebenso geschmacklos wie grausam ist....Tierhandel, besonderes Welpenhandel, unter dem Deckmantel einer Auffangstation oder eines Tierheimes!

Es könnte dann wie folgt aussehen:

Du ließt eine Annonce in der Zeitung oder im Internet, die vielleicht so lautet: "Mischlinge in liebevolle Hände zu vermitteln. Wir haben diese süßen Dinger aus schlechter Haltung in Spanien gerettet und suchen nun ein liebesvolles Zuhause für sie. Sie sind entwurmt und geimpft, allerdings noch sehr scheu. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut, allerdings können wir es kaum erwarten sie in die vertrauensvollen Hände eines Tierfreundes zu vermitteln."

Natürlich ist man dann sofort Feuer und Flamme und denkt sich: "Wir wollten doch eh einen Hund, wieso nicht einer gebrochenen Seele wieder auf die Beine helfen?" Und schon sitzt man im Auto und fährt zu der angeblichen Auffangstation. Dort erwartet einen ein sehr freundlicher Herr, der einem die kleinen Welpen zeigt, die aussehen wie von der Straße aufgesammelt...gebrochene kleine Augen. Natürlich springt das Herz des Tierschützers jetzt im Dreieck und schon ist der Hund mit zu Hause. 

Mit fatalen Folgen für viele andere Hunde....

Eben weil man solche Hunde schnell loswerden kann, wenn man die richtigen naiven Leute mit großem Herz anspricht, werden sie "produziert". Solche Händler kaufen sich Hunde oder Welpen und halten sie unter katastrophalen Zuständen um Geld und Zeit zu sparen...außerdem lassen sich für einen geretteten Hund aus dem Ausland auch horende "Schutzsummen" verlangen. Die Jeder wegen seinem schlechten Gewissen und noblen Ansichten gerne zahlt...

Sagen diese Welpenaugen nicht mehr als tausend Worte?

Vernachlässigt, halb verhungert und bereits nach der Geburt von der Mutter getrennt, damit sie neue Welpen produizieren kann fristen sie ein elendiges Dasein, das kaum welche von ihnen überleben. Gewalt ist an der Tagesordnung, sowohl durch die "Züchter", wie auch durch andere Hunde, mit denen sie manchmal in einem großen Zwinger gehalten werden. Je schlimmer der Hund am Ende aussieht, desto mehr Schutzgeld oder Auslöse kann man für ihn verlangen. 

Und das ist die Masche, mit der die neusten skurpelosen Schweine arglose Leute mit zu großen Herzen über den Tisch ziehen. Und egal wie hart es erscheinen mag, von solchen Leute sollte man auch aus schlechtem Gewissen keine Hunde kaufen. Denn für jeden Welpen, der verkauft wird, werden mindestens drei Neue nachgeliefert. 

Deswegen passt um Gottes Willen auf, woher ihr eine arme Seele bezieht. Sind es anerkannte Vereine? Jemanden, zu dem man unter Seiten wie beim WWF oder Peta Informationen beziehen kann? Prahlt die Story mit hochtragenden Erfolgsgeschichten? Gibt es überraschend viele junge Tiere und Welpen abzugeben? Ist eine Adresse angegeben oder wird ein Spontanbesuch deutlichst abgelehnt? Dürfte ich zu einem Besuch dort einen Tierarzt mitbringen? 

Das alles sind Anzeichen, auf die man achten sollte, wenn man ein Tier retten möchte. Damit es am Ende auch eine noble Tat bleibt....und keine Hilfe bei der Quälerei. 

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Kommentare (9)
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08.08.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Was für Tierheime kennst du bitte??! Hunde (Tiere), die nicht mehr in eine Familie eingeliedert werden können, weil es "Problemfälle" sind, dürfen nicht vermittelt werden. Sie müssen im Tierheim bleiben oder dürfen nur an spezielle Höfe, die zB von Tierschutzorganisationen betrieben werden weitergegeben werden.
Nur weil ein Tier im Tierheim gelandet ist, muss es nicht aus Spanien oder sonst wo her kommen. Bei unserer ersten Hündin bestand die Gefahr, dass sie es nicht schafft, weil sie stark unterernährt war (Herrchen ist in den Knast gekommen und sie wurde am örtlichen Hbf gefunden). Das Tierheim hat sie aufgepäppelt und erst dann wurde sie weitervermittelt. Glaube mir, sie hatte ein tolles und langes Leben.

Tiere von einem Basar zu kaufen ist eine ganz andere Sache die definitv nicht zu unterstützten ist und verboten gilt.

Ein Tier mit nicht ganz klarer Vorgeschichte sollte nicht als "Familientier" (Familie heißt für mich immer mit Kindern etc) vermittelt werden. Die Gefahr, dass hier etwas passiert (meistens liegt das allerdings an den Kindern, die einfach nicht wissen, wie man sich richtig verhält) ist einfach zu groß. Solche Tiere sollten zu Leuten mit Ahnung und Erfahrung.
03.08.2011
Leslie hat geschrieben:
urmeli, du willst jetzt nicht im ernst erzählen dass du einen hund ausm tierheim holst, nur um einjahr nur bein tierarzt zu verbringen bis der dann sagt" sorry kann ich nicht mehr verantworten dass der hund in einer familie lebt" ?
ganz ehrlich, es war ein nett gemeinter tipp für jeden der gern ein tier haben möchte damit es in der familie LEBT und nicht für stress sorgt..
ausserdem für jedes "arme hündchen" dass du von irgendeinem basar käufst werden 10 neue arme würmer heraqngezogen, klingt hart aber ist so..
ausserdem sag ich nicht direkt dass jeder züchter der übermnsch schlecht weg ist, aber glaub mir eins : ich bin mit hunden aufgewachsen, meine eltern züchten seit mehr als zwanzig jahren..und jeder züchter zu dem ihr fahrt und der da drei würfe welpen 'rumliegen' hat, ist ein schwein, weil DAS ist geldmache!..trozdem ist auch kein guter weg einen hund aus spanien zu holen, da sehr sehr viele nur am leiden sind wegen div, krankheiten und ein hund der auf der straße großgeworden für 'ne familie nur sehr schlecht zu sozialisieren ist...so das wars..iwir disskutieren da auch nicht weiter , ok?
es freut mich wirklich dass ihr so ein glück mit euren zwei hunden habt! aber nach dem was ich bis jetzt mit vielen vielen tierheim hunden gesehn hab würde ich trozdem weiter davon abraten ( besonders wenn's der erste hund sein sollte.)
liebe grüße :)
03.08.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Super Bericht der über eine traurige Wahrheit handelt....

@LeslieMiezKatz: Ich kann dir absolut nicht zustimmen! Man holt/rettet ein Tier nicht aus dem Tierheim um Spaß daran zu haben. Wir dürften uns wohl alle einig sein, dass das Lebensziel eines Tieres nicht sein sollte und Menschen zu bespaßen! Du holst ein Tier aus dem Tierheim weil du ihm ein Leben bieten willst und bereit bist die Verantwortung für dieses Leben zu übernehmen.
Anständige Züchter sind vielleicht/wahrscheinlich besser als die o. g. Tierhändler, aber auch sie machen einfach nur ein Geschäft.
Es ist schon sehr einfach zu sagen "ok, ich hab keine Lust mich auf das Tier und seine Lebensgeschichte einzulassen und Zeit und Geduld aufzubringen, also zahl ich einfach ein paar ? mehr und bekomme einen übergezüchteten Superhund.."

Und wie oft ist es so, dass das Kind sich einen Hund (natürlich Welpen) wünscht und Mama und Papa fahren zum Züchter, suchen den niedlichsten aus und dann kommen die großen Ferien......wohin mit dem Kleinen? Aussetzen oder Tierheim sind leider viel gewählte "Alternativen".

Also kommt der Hund vom Züchter mit Stammbaum auch ins Tierheim und weil nach deiner Meinung Hunde (oder natürlich auch Katzen etc.) nicht aus dem Tierheim geholt werden sollten, produzieren die Züchter immer weiter kleine Süße Welpen, machen ein super Geschäft, und die Tierheime werden immer voller mit Tieren die einfach nur gestört haben.

Was würdest du denn mit dem "verstörten, kranken Tier aus dem Tierheim dass aus Spanien eingeflogen wurde" tun?
Wir haben 2 Hunde aus dem Tierheim geholt und sowohl unsere erste Hündin, als auch unsere sind super liebe Tiere die soviel Zuneigung zu geben haben, dass kein Züchter-Hund da mithalten könnte.
02.08.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Supi bericht!,aber echt grausam was sie den armen tieren antuhen,ich könnte sowas nicht,mann müsste kein Herz besitzen wenn man sowas tuhen würde
31.07.2011
Leslie hat geschrieben:
klasse bericht!
und vorallem : es ist wirklich genausp wie du es geschrieben hast..deshalb sollte man sich gut überlegen wo man sein hund ( katze etc) her holt..da viele tiere im tierheim keinen guten bezug zu menschen und krankheiten haben empfehle ich immer einen züchter zu besuchen..und nicht irgendeinen züchter ( jeder kann sich so nennen) sondern jemand Zb bei hunden aus dem "VDH"...da kostet ein welpe zwar etwas mehr als 50 euro.aber langfristig hat man ein gesundes tier und viel freude daran als bei einem verstörten , kranken tier aus dem tierheim dass aus spanien eingeflogen wurde.
30.07.2011
Juliaaa hat geschrieben:
Manchmal ist es halt so, dass man durchs Nicht-Helfen hilft. Man muss die Menschen mehr über diese geschäfte aufklären.
30.07.2011
LisaLaubfrosch hat geschrieben:
Hey ToraTenshi,
ich finde den Bericht super interessant und aber auch sehr traurig. Ich finde es gut dass du dich mit dem Thema befasst hast,denn es ist sehr wichtig. Wir alle sollten auf all das achten und uns für diese Tiere einsetzen. Ich fände es klasse wenn wir deisen Tieren helfen könnten Wir könnten z.B.eine kleine Aktion auf die Beine stellen (z.B. eine Spendenaktion ). Ich habe auch einen Hund, den haben wir als er noch ein Welpe war Freunden abgekauft. Wenn jemand eine Idee für eine Aktion gegen solche Abzocker hat,oder wie wir ihnen noch helfen können dann würde ich mich sehr freuen. LISA
30.07.2011
Sophun hat geschrieben:
sowas ist grausam klar, aber ja ich mein was passiert mit den kleinen wenn man sie nicht kauft? werden sie dann weggeschmissen? eig sollte man auf jede derartige anzeige reagieren und sie überprüfen...wenn ein tierrechtsverstoß vorliegt, kann man diesen bei peta.com/whistleblower melden. diese werden dann aktiv und unterstützen das vorgehen, den tierquäler hinters licht zu führen.
30.07.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
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