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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Artenschwund immer dramatischer


von Marcel
11.11.2011
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Die IUCN hat die neue Rote Liste der bedrohten Arten herausgegeben. Die Ergebnisse sind alarmierend. Rund ein Drittel aller untersuchten Arten, nämlich 19.570, listet die IUCN als gefährdet. Das sind rund 2.000 mehr als im Jahr 2009, was einer Zunahme von rund 10 Prozent entspricht!

Besonders schwer hat es das Nashorn getroffen. Drei Unterarten, das Javanashorn in Vietnam, das westliche Spitzmaulnashorn und das nördliche Breitmaulnashorn sind ausgestorben. Darüber hinaus sind fünf der acht Tunfischarten gefährdet. Insgesamt hat die IUCN 62.000 Arten untersucht. Die Rote Liste präzisiert den Gefährdungsstatus der Arten in neun Kategorien von "ungefährdert" bis "ausgestorben".

"Die Rote Liste ist so etwas wie die Fieberkurve unserer Artenvielfalt und sie zeigt, dass es dem Patienten immer schlechter geht", so Stefan Ziegler, Artenschutzexperte beim WWF Deutschland. "Es gelingt nicht einmal, den Artenschwund zu verlangsamen. Ganz im Gegenteil geht es immer mehr Arten an den Kragen. Der Raubbau an der Natur immer dramatischer, und Lebensraumzerstörung, Wilderei und der Klimawandel setzen den Arten immer extremer zu".

Wie dramatisch die Situation ist, zeigt der Blick beispielsweise nach Madagaskar. Dort sind 40 Prozent aller landlebenden Reptilien gefährdet. Neben Wirbeltieren sind weltweit aber auch viele Pflanzen betroffen, wie etwa die chinesische Wasserfichte. Sie war früher weit verbreitet in China und Vietnam, befindet sich mittlerweile in der Kategorie "vom Aussterben bedroht", vor allem durch Rodungen und Umwandlungen von Wald in Ackerflächen.

Aber es gibt auch positive Nachrichten. Das südliche Breitmaulnashorn, von dem es vor einhundert Jahren nur noch etwa 100 gab, hat sich in seinem Bestand stabilisiert und umfasst nun über 20.000 Individuen. Das Przewalski Wildpferd, das 1996 als ausgestorben in der Wildnis galt, konnte sich durch Wiederansiedlungsmaßnahmen in freier Wildbahn etablieren und verzeichnet mittlerweile über 300 Individuen. Diese Art wurde von der Kategorie "vom Aussterben bedroht" auf "stark gefährdet" zurückgestuft.

"Diese Erfolge zeigen, dass sich der Aufwand lohnt und in der Wildnis ausgestorbene oder stark bedrohte Tierarten gerettet werden können", sagt Stefan. "Wenn der Raubbau aber ungebremst weitergeht, kann Artenschutz nur Schadensbegrenzung betreiben, und viele Arten werden keine Überlebenschance haben. Besonders tragisch dabei ist, dass viele Arten ausgestorben sein werden, bevor sie überhaupt entdeckt worden sind. Denn die Rote Liste umfasst nur einen kleinen Teil der insgesamt rund 10 Millionen vermuteten Arten weltweit".

Wie viele Arten gibt es noch auf der Erde? Diese Zahl können Wissenschaftler nur schätzen. Lies hier, warum das so ist.

Fotos: Spitzmaulnashorn © Michel Gunther / WWF; Nördlicher Blauflossen-Tunfisch © Gilbert Van Ryckevorsel; Przewalski Wildpferd © Anton Vorauer / WWF; Spitzmaulnashorn © Michel Gunther / WWF

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
16.11.2011
Jutta hat geschrieben:
Traurige Bilanz.
16.11.2011
FelicitasVulkanisiert hat geschrieben:
In diesem Fall stimmt das Sprichwort: "only bad news is good news" definitiv nicht!
11.11.2011
Girty hat geschrieben:
Man sollte eigentlich meinen Menschen lernen durch Erfahrungen. Aber anscheinend ist es ihnen ziemlich egal was sie mit den anderen Lebewesen machen.. Find ich ziemlich traurig :/ Ich hoffe wir können trotzdem irgendwann wenigstens ein paar Arten retten.
11.11.2011
Mave97 hat geschrieben:
Es ist einfach nur traurig. Es sterben immer mehr Tiere & die Menschheit wächst und zerstört noch mehr Lebensräume anderer Lebewesen.
11.11.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Warum muss auf eine gute Nachricht immer ein viel schlechtere Nachricht folgen?
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