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© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Antwort auf die Verbesserungsvorschläge der Jugend an den WWF


von MJ1499
28.06.2011
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Hallo Community, hallo Nick,

nach den Diskussionen der letzten Tage und den darauf folgenden Verbesserungsvorschlägen der Jugend an den WWF möchte ich mich auch in die Diskussion einklinken.

Zuerst möchte ich einmal Marcel danken, dass er uns in dieser ganz sicher nicht einfachen Zeit immer auf dem Laufenden hält und für alle Fragen, Anregungen oder ähnliches da ist.

Außerdem möchte ich vorweg einmal sagen, dass der WWF so wie er ist schon viel erreicht hat und dass es gar nicht so schlecht um uns (also wir vom WWF als Gruppe) steht, wie im Film dargestellt, sondern dass wir meiner Meinung nach noch immer sehr viel sinnvolle Arbeit machen und deswegen nicht aufgeben sollten, sondern immer weiter machen sollten.

Ich finde es übrigens eine ziemliche Unverschämtheit von manchen Leuten, ihre Ansichten auf die WWF-Jugend auszudehnen. Der Artikel, in dem die "Verbesserungsvorschläge der Jugend" an den WWF auifgelistet sind, beansprucht eine Allgemeingültiugkeit, die ich nicht mittragen möchte und von der ich mich ganz klar distanzieren möchte. Man kann sehr gerne einen solchen Artikel schreiben, aber bitte nenn ihn dann doch "Verbesserungsvorschläge an den WWF" oder so, aber lass diese Allgemeingültigkeit da raus.

Allerdings befinden wir uns in einer offenen Diskussion und die im oben genannten Artikel beschriebenen und genannten Argumente als Lösung der Probleme sind in der Community öfter vorgekommen.

Deswegen würde ich auch gerne mal auf deine (Nicks) einzelnen Verbesserungsvorschläge und die Kommentare dazu eingehen. Ich bin dazu leider in manchen Punkten völlig anderer Meinung als ihr, alleine aufgrund einer einfachen Rechnung. Doch dazu später, ich werde die Punkte chronologisch abarbeiten:

zu 1.:Diese gemeinsame Leitlinie ist sinnvoll, ganz klar, aber andere Länder - andere Sitten. Natürlich ist es immer besser, wenn man gemeinsame Leitlinien hat, aber großteils hat der WWF global die gleichen Leitlinien. Man kann am Beispiel der Gentechnik es quasi so formulieren: Es gibt 200 Verbände, von denen 190 gegen Gentechnik sind, 10 stehen dem neutral gegenüber. Diese 10 sind eine Minderheit, die halt nicht alle Ansichten des Rests teilen. Das findet man in jeder großen Partei mit zentralen Leitlinien, und das ist okay so. Die CDU-Regionalgruppe in Stuttgart stimmt auch nicht allem zu was dioe Bundes-CDU sagt und niemand beschwert sich darüber. In diesen 10 Verbänden gibt es dann noch vereinzelt Mitarbeiter, die für Gentechnik sind, also eine völlig andere Meinung haben als der große Verband und leicht vom regionalverband abweichen. Das sind aber EINZELFÄLLE und somit sollte man nicht den WWF dafür kritisieren, dass diese Mitarbeiter sich nicht an die Richtlinien/Empfehlungen halten. Es bveschwert sich auch keiner über einen Regionalabgeordneten in der CDU, der für die IGS ist, auch wenn der Bund bis vor kurzem dagegen war. Sollte man mal drüber nachdenken.

Zu 2.: Im Grunde hast du recht, du gehst nur einen Schritt zu weit. Natürlich ist Gentechnik nicht gut, aber ich persöpnlich freue mich über jede ZUsammenarbeit, die nur einen winzigen Teil davon abschafft. Beispiel: Ein Unternehmen arbeitet zu 100% mit Gentechnik. Dan wendet es sich an den WWF um diesen Anteil auf 80% zu reduzieren. Nach deinen Richtlinien dürfte der WWF dabei nicht helfen. Das finde ich übertrieben. Des Weiteren: Lieber ein geringes Übel (FSC-Papier) als ein großes (normales Papier). Viele Leute wollen aus Prinzip kein Recycling-Papier, da sollte man wenigstens eine Alternative hinstellen. Allerdings sollte stärker betont werden, dass Recycling-Papier besser ist als FSC-Papier. Die Kooperation mit global players fällt bei mir auch nwieder unter das Thema drei Sätze vorher: Lieber ein kleines als ein großes Übel und jede noch so kleine Verbesserung hilft. Das Logo im Zusammenhang mit den Spenden findet meine Zustimmung, da hast du recht.

zu3.: Findet meine Zustimmung

zu 4.:Siehe oben, noch einmal kurz: Wenn man auch nur für 1% besseres Soja sorgen kann, dann sollte man das tun.

zu 5.: Da bin ich nicht sehr gut informiert, natürlich hast du recht (zumindest soweit ich das aus deinem Artikel beurteilen kann), aber man muss sich auch überlegen, was das Siegel Gutes bewirkt. Meiner Meinung nach sollte man die Vergabekriterien des Siegels überprüfen und verbessern, nicht austreten. Naturschutz geht nur über Kooperation und nicht über Radikalität.

Die Kommentare dazu lassen viel auf Zustimmung schließen (soweit man das bei 8 abgegebenen Kommetaren, dabei 2 negative und 2  vom Verfasser überhaupt sagen kann), allerdings scheint es auch Gegenstimmen zu geben. In einer Gruppe wie der unseren ist das ganz natürlich und nichts Verwerfliches, ganz klar. Ich denke, dass wir uns erstmal selber als Jugend klar werden sollten, was wir wollen, bevor wir Verbesserungsvorschläge machen. Ich möchte dazu auf viele gelungene Projekte hinweisen: Es läuft offensichtlich so, wie wir alle es uns gewünscht haben, solange es sich im Kleinen bewegt.

Offensichtlich ist aber auch, dass bei großen Diskussionen immer unterschiedliche Meinungen vertreten sind. Aber ehrlich: Kann man bei mehreren Millionen Mitgliedern erwarten, dass immer alle der gleichen Meinung sind? Daran ändert (und das nur so nebenbei) eine Richtlinie überhaupt nichts, die würde Leute wie mich eher dazu bewegen, auszutreten...zumindest wenn sie nach eurem Geschmack verfasst wird.

Meiner Meinung nach beginnt das Problem damit, dass der Film die Aussagen von Einzelpersonen, die zufällig in einer hohen WWF-Position sind, dem Grundsatz des WWF nicht entgegnstellt, das wäre okay, sondern diese Aussagen werden auf die Allgemeinheit ausgedehnt. Hier beginnt auch das Problem, was ich mit diesem Film habe: Er versucht bewusst, nur negative Seiten aufzuzeigen und verwendet dazu Interview-Material zwar auf zulässige, aber nicht sinnvolle Weise. Der Film hat nur ein Ziel: Den WWF schlecht zu machen, weswegen wir nicht überreagieren sollten und drauf reinfallen. Allerdings gilt auch: Es muss etwas verändert werden! Und deswegen sollten wir in aller Ruhe an diese Aufgabe herangehen und nicht zu extrem werden. Radikalität ist der Feind des Naturschutzes.

Ich hoffe, ich konnte eine Alternativposition zu der von 4 Leuten getragenen Position der Jugend deutlich machen.

Liebe Grüße

MJ1499

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Kommentare (8)
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28.06.2011
anni95 hat geschrieben:
Ab zu Nicks Artikel, würde ich sagen...
28.06.2011
MJ1499 hat geschrieben:
@midori: gefällt mir... @simo: die kriterien mü+sste man dann antürlich noch festlegen...kennst du das DLG-Prüfzeichen??? Das gibt es auch in Gold, Silber und Bronze, und jeder kommt damit klar...also sollte das nicht so das Problem sein...des Weiteren sollten wir uns bei den Diskussionen mal auf einen Artikel einigen ;)
28.06.2011
simo hat geschrieben:
ja, die abstufung finde ich auf jeden fall sinnvoll, wenn das ganze dann nicht zu unübersichtlich wird!
allerdings hab ich noch einen kritikpunkt an der ganzen vergabe von den siegeln für nachhaltig produziertes soja: soweit ich weiß ist es bei diesem siegel nicht von belang, ob das ganze in einer monokultur angebaut wird oder nicht. das ist ein punkt den man nochmal überdenken sollte.
danke übrigends für die gute diskussion :)
28.06.2011
midori hat geschrieben:
Danke für Deinen Bericht. Teile Deine Ansicht zu 100 Prozent!
28.06.2011
MJ1499 hat geschrieben:
So nochmal an alle wieder :) Erstmal danke dafür, dass du den Titel geändert hast, das finde ich schon mal gut...war halt wahrscheinlich wirklich einfach ein Missverständnis. Ich bin auch gegen Gentechnik (nur mal so am Rande), und ich stimme zu, dass so zu nennende Mischbetriebe nicht unbedingt ein Gütesiegel der Klasse A erhalten müssten, aber ich denke, dass ein Mischbetrieb immer noch besser ist als ein reiner Gentechnik-Betrieb. Natürlich kann auch radikales Verhalten sinnvoll sein, aber es muss nicht, und ich bin eher ein Verfechter von nicht-radikalem Verhalten. Nur als Hintergrund. Ich kritisiere auf keinen Fall eure direkte Kritik. Ich stimme euch in einem Punkt zu: Die Vergabekriterien sollten offener und besser zu durchschauen sein, aber die Ablehnung einer Kooperation mit "schlechten" Unternehmen ist nicht gerade sinnvoll. Man kann nur etwas verbessern,. wenn man die schlechten besser macht, die Guten muss man nicht mehr verbessern. Meion Verbesserungsvorschlag wäre daher, dass es bei diesen Siegeln in Zukunft drei St5ufen gibt: gold, silber und bronze. Damit wäre die ganze Angelegenheit transparenter und man hätte nicht mehr das Problem des Falschschmückens. So könnte man zum Beispiel das Problem mit dem FSC-Siegeln lösen: Die von euch kritisierten Siegel hätten dann meinetwegen nur noch die bronzene Güteklasse, während Recyclingpapier die goldene Güteklasse haben könnte. Somit wäre weder ein sehr großes green-washing der Fall, alsauch eine zu große Unterstützung des WWF. Zu Gentechnik: Ich bin über jedes bisschen Gentechnik weniger auf diesem Planeten nfroh, ähnlich wie auch bei Atomkraft: Jedes Kraftwqerk weniger ist ein Erfolg. Aus dieser Richtung kommen die 20%, nicht daraus, dass ich das irgendwie befürworte oder ähnliches, aber normalerweise kommt man mit kleinen Schritten besser voran als in großen Sätzen, weil man für die großen Sätze zu lange braucht. Das Beispiel mit den Parteien ist vielleicht nicht das Beste, aber ich denke es ist logisch nachvollziehbar, was gemeint ist.Dass einzelne Personen dann den WWF dort vertreten ist vielleicht nicht gut, aber wenn die Mehrheit demokratisch der Meionung ist, dass man das so machen solle, oder wenn es in den Statuten so ist, dann kann man da nichts gegen ändern. Im Bundestag stimmt auch nicht immer die ganze Partei gleich. Den gleichen Text werde ich auch nochmal unter deinen Artikel schreiben, Nick.
28.06.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
hallo MJ1499! Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass der Titel vielleicht missverständlicht ist. Ich habe ihn gerade geändert, da ich hatte nicht vor meine Meinung als die der WWF Jugend auszugeben sondern wollte unter dem Entwurf eine engagierte Diskussion anzetteln deren Ergebniss man nachher noch einmal zusammen tragen könnte. Im Sinne der Übersichtlichkeit sollten wir vielleicht demnächst Diskussionen unter dem original Artikel stattfinden lassen, damit jeder auch weiß auf welche Diskussionspunkte ihr euch mit den Nummer bezieht. ;)
28.06.2011
simo hat geschrieben:
ich war einer der nick zugestimmt hat. zu punkt 1:
natürlich kann es abweichende meinungen vom main stream geben, aber ich finde es nicht richtig wenn diese einzelstimmen den wwf dann auf internationalen wirtschaftskongresssen vertreten. der vergleich mit den parteien und ihren regionalgruppen hinkt etwas. wenn die partei auf bundesebene eine entscheidung fällt (vergleichbar mit der meinung des wwf zu gentechnik), dann wird es keine regionalgruppe geben die öffentlich etwas anderes behauptet oder eine andere meinung kundtut.
ich glaube außerdem das radikalität manchmal sehr sinnvoll ist...hast du mal von julia butterfly hill gehört die zwei jahre lang einen baum besetzt hat und so ein waldstück und den baum selber rettete??

auf jeden fall ist es wichtig das alle ihre meinung sagen und die wwf jugend -ich denke jetzt ist es angebracht von allen zu sprechen- über verbesserungsvorschläge diskutiert -wenn wir dabei zu konstruktiven ergebnissen kommen.

nochmal kurz zu deiner meinung zu gentechnik:
gerade gentechnik ist ein thema das eine ganz klare linine fordert. die wissenschaft kann jetzt zwar fremde gene in die natur aussetzen, sie kann sie aber nicht wieder zurückholen. wenn wir uns da nicht gegen wehren werden wir bald überall keine wahl mehr haben -so wie das jetzt schon in einigen amerikanischen ländern bei mais, soja, raps und baumwolle ist.
da von irgendwelchen unternehmen zu fordern bitte bitte 20% weniger gentechnik anzubauen ist für mich nicht das richtige ziel, weil auch die kleinste freisetzung zu einer verbreitung über die ganze erde führen kann ( man erinnere sich an verschiedene verunreinigungsskandale mit reis etc.).
28.06.2011
sternchen1 hat geschrieben:
also erstmal muss ich dir rechtgeben, dass ich den titel auch für zu verallgemeinernd gehalten habe. ich denke jedoch das sowieso zu allen punkten diskussionen erwünscht waren/sind und es somit nicht so schlimm ist.

selbstverständlich hast du recht, das solche leitlinien schon bestehen und auch weitgehend anerkannt sind. trotzdem finde ich, sollte man sich dabei noch mehr um einigkeit bemühen. es wird betont, dass der wwf eine internationale organisation mit vielen verschiedeen regionalen verbänden. da muss dann auch klarheit herrschen, da gentechnik (zumindest für mich) ein thema ist, wo keine missverständnisse auftreten sollten. dein cdu beispiel finde ich nicht sehr schlüssig, da es durchaus innerhalb der parteien manchmal beschwerden über leute mit abweichenden meinungen gibt.

zum FSC-siegel liest sich dein statement für mich jetzt so als wolltest du sagen: ja leute versucht euren lebensstil zu ändern, aber überanstrengt euch bloß nicht. recyclingpapier ist heute von anderem papier kaum noch zu unterscheiden und da kann man den einsatz auch noch stärker fordern.

deine ausführungen zu gentechnik überzeugen mich nicht so richtig. es ist immer die frage wie viel man gewinnt und wie viel man dafür gibt. wenn man firmen hilft, sich ökoligischer zu verhalten, ist das selbstverständlich sinnvoll. ich denke dagegen sagt auch niemand etwas. aber es ist gefährlich wenn man ihnen dafür das pandalogo oder ein siegel, welches durch den wwf an glaubwürdigkeit gewinnt, übergibt. dann stellt sich für mich nämlich wirklich die frage, ob der nutzen für die natur den grünen anstrich des unternehmens rechtfertigt.

ich finde deine aussage, dass radikalität im umweltschutz nichts bringt etwas sehr fragwürdig. der wwf ist eine organisation die auf kooperationen setzt und damit auch erfolge hat, aber das heißt nicht, dass radikalität nicht an einigen stellen auch etwas bringen kann.
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