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© Alexei Ebel / WWF-Canon
2010: Ein wichtiges Jahr für die Natur


von Marcel
15.01.2010
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Das größte Wunder unseres Planeten ist die ungeheure Vielfalt an Lebensformen. Etwa zwei Millionen Arten - Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen - konnten Forscher bislang beschrieben. Und sie rechnen noch mit sehr viel mehr, die bisher noch gar nicht entdeckt werden konnten.

Doch längst läuft ein tödlicher Countdown: Jeden Tag sterben schätzungsweise 130 Arten aus. Die Arten gehen - für immer.

alt2010 ist ein wichtiges Jahr für den Artenreichtum. Es ist das internationale Jahr der Biologischen Vielfalt der Vereinten Nationen. 2010, so die ursprüngliche Zielsetzung der UN, soll der Verlust der Arten gestoppt werden. Ähnlich wie für das Klima gibt es auch für die Biologische Vielfalt eine Konvention der Staatengemeinschaft, die sogenannte "CBD" (Convention on Biological Diversity). Und Deutschland hat sogar noch bis zum Herbst den Vorsitz bei den UN-Verhandlungen im Rahmen der CBD.

Doch es scheint, als werde das 2010-Ziel nicht erreicht werden. Kein Wunder, denn bei Politik und Wirtschaft steht der Erhalt der Natur noch ganz weit hinten an. Beispiel staatliche Förderungen: Aktuellen Studien zufolge fließen weltweit Jahr für Jahr 670 Milliarden Euro an Staatshilfen in Branchen, die wesentlichen Anteil an der Zerstörung der Natur haben, zum Beispiel bei der Landwirtschaft und in der Fischerei. Auf Naturverträglichkeit wird dabei selten geachtet.

Der Verlust der biologischen Vielfalt hat sich weltweit sogar noch beschleunigt! Die von Menschen verursachte Aussterberate von Tieren und Pflanzen liegt mindestens hundertmal höher als der natürliche Artenschwund, zeigen neueste Studien. Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Waldvernichtung, Überfischung... Wir Menschen machen unseren Planeten nach und nach zu einer öden Wüste.

altEs gibt aber auch Lichtblicke: Bei der Verbesserung der Wasserqualität oder dem Ausbau von Schutzgebieten konnten weltweit kleine Erfolge erzielt werden. Mit der LifeWeb-Initiative hilft die Bundesregierung bei der Finanzierung von Schutzgebieten. Bis 2012 sollen rund 500 Millionen Euro insbesondere für den Schutz von Wäldern bereit gestellt werden - das ist zugesagt. Schritte in die richtige Richtung, findet der WWF. Doch leider reicht das für den Planeten noch nicht.

altDie Natur nutzen wir permanent umsonst. Gefiltertes Wasser, Speicherung von Kohlendioxid durch Wälder und Ozeane, fruchtbare Böden, gesunde Fischbestände als Nahrungsquelle für Millionen von Menschen - würden wir auch in die Natur investieren, würde sich das doppelt und dreifach auszahlen. Schätzungen zufolge könnte allein die Ausweisung von Meeresschutzgebieten eine Million Arbeitsplätze schaffen. Die Maßnahme würde zugleich Fischerträge von 70 bis 80 Milliarden US-Dollar pro Jahr sowie weitere gigantische Naturleistungen im Wert von 4,5 bis 6,7 Billionen US-Dollar erbringen.

Klingt nach einem super Geschäft, also warum nicht einschlagen? Wie stehst du dazu, Natur in Geldbeträge zu übersetzen? Unheimlich, oder hilfreich? Kann der wirtschafltiche Dreh Politiker und Unternehmen überzeugen? Warum scheint uns der kurzfristige Profit wichtiger zu sein, als eine langfristig angelegte Sicherheit? Ich bin gespannt auf deine Meinung.

Du willst aktiv werden zum Jahr der Biologischen Vielfalt? Das kannst du tun:

> erzähle so vielen Freunden und Bekannten wie möglich vom Artensterben, und was die Natur für uns leistet. Und bestimmt ist Biologische Vielfalt auch ein super Thema für den Schulunterricht.

> spende für Naturschutzprojekte, bei denen die letzten Rückzugsräume der Natur bewahrt werden. Die WWF Jugend sammelt derzeit für das Regenwaldgebiet Dzanga-Sangha und die dort lebenden Gorillas.

> starte AGs und Projekte in deiner Umgebung, die der heimischen Flora und Fauna helfen.
Die WWF Jugend zeigt dir, wie's geht.

> kaufe keine Dinge ein, die am anderen Ende der Welt die Natur kaputt machen und außerdem das Klima belasten. Greif lieber zu Bioprodukten aus der Umgebung, Ökoklamotten und fair produzierten Dingen. Die Community sammelt Tipps, wie man die Welt stückweise verbessern kann.

Bilder: Kolibri © James Frankham; Schmetterlinge in Brasilien © Zig Koch / WWF; Warane auf Galapagos © Pablo Corral / WWF-Canon; Anemonenfisch © Cat Holloway / WWF-Canon

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Kommentare (3)
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15.01.2010
Taki hat geschrieben:
Ja stimmt echt traurig, ich hoffe mal das die Jugend umdenkt und den Umweltschutz im Alter weiter pflegt füe die Zukunft erhält
15.01.2010
Lena114 hat geschrieben:
Leute, der Mensch muss erst alles zerstören, alles muss weg sein, alles muss zu spät sein, bis er es begreift! Es ist echt traurig. Schöner nachdenklicher Artikel.
15.01.2010
Makah hat geschrieben:
Hi Marcel,
ein nachdenklich stimmender Artikel!

Eigentlich halte ich nichts davon die Natur in Geldwerte zu übersetzen (denn sie ist meiner Meinung nach unbezahlbar!), da die ganzen Unternehmen aber lediglich die Sprache des Geldes zu verstehen scheinen, wird das wohl die einzige Möglichkeit sein!
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