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© Alexei Ebel / WWF-Canon
13 Gründe, vegan zu leben - Teil 2


von deby90
15.05.2011
40 P
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Grund Nr. 9: Weil "Bio" es nicht bringt


Auf das zunehmende Bewusstsein der Bevölkerung für den Horror der Intensivtierhaltung reagieren Unternehmen, indem sie ihre Produkte mit Kennzeichnungen versehen, die beruhigende Begriffe wie "Bio", "Freilandhaltung", "artgerecht" oder "natürlich" tragen. Diese Kennzeichnungen mögen Bilder von Tieren heraufbeschwören, die auf grünen Wiesen frei herumlaufen, aber die Realität des Lebens und Sterbens dieser Tiere sieht ganz anders aus. Denn auch wenn diesen Tieren etwas mehr Bewegungsraum zugestanden oder ihnen kein Tiermehl oder Antibiotikum verfüttert wird, bedeutet das noch lange kein Gewinn an Lebensqualität. Gibt eine Bio-Kuh nicht mehr genügend Milch oder ein Bio-Huhn nicht mehr genügend Eier um sich wirtschaftlich zu rechnen, wird es zum Schlachter transportiert. An dieser Stelle ist es auch an der Zeit, mit der Vorstellung von "humanen" Schlachthöfen aufzuräumen. Tatsächlich werden Tiere aus Bio- oder Freilandhaltung zu denselben Schlachthöfen gekarrt, in denen auch andere Tiere aus der Intensivtierhaltung getötet werden. Und in folgender Hinsicht sollte man sich keine Illusion machen: Ein gewaltloses töten kann es nicht geben und geschieht notwendigerweise gegen den Willen eines jeden Tieres. Die Vorstellung eines "humanen Schlachtens" ist, als würde man sagen, Kinder zu schlagen sei okay, aber bitte nicht ganz so fest. Es ist an der Zeit, dass wir aufhören, uns hinter so absurden Begriffen wie "artgerechte Haltung" zu verstecken - denn artgerecht ist nur die Freiheit! Denn was das Bio-Siegel nicht macht : 1. Es befreit Tiere nicht vom Status: Ware. 2. Es erlaubt Tieren keine Existenzberechtigung außerhalb des menschlichen Profitfensters.


Grund Nr. 10: Pelz, Leder und Co.


Pelz: Millionen von Nerzen, Füchsen, Chinchillas, Kaninchen, Katzen, Nutrias, Hunden, Waschbären und vielen anderen Tieren werden weltweit auf so genannten "Pelzfarmen" in kleinen Käfigen gehalten, bis ihnen ihr erstes Winterfell wächst. Folgen dieser Intensivhaltung sind stereotype Bewegungsabläufe, Selbstverstümmelungen oder auch Kannibalismus. Im Anschluss werden die Tiere, damit ihr Pelz nicht beschädigt wird, durch Giftspritze, Genickbruch, Vergasung oder Elektroexekution getötet. In Deutschland gibt es nach offiziellen Angaben noch knapp 30 Nerzfarmen auf denen etwa 300.000 Tiere gehalten werden.
Seide: Der in Südostasien beheimatete Seidenspinner oder Maulbeerspinner ist eine Schmetterlingsart. Hat dieser im Raupenstadium seinen Kokon gesponnen, wird er vor der Metamorphose (Verwandlung zum Schmetterling) in kochendes Wasser geworfen, um aus dem Kokon Seide zu gewinnen.
Wolle: Auch die Wollproduktion entspricht nicht dem idyllischen Bild von Schafsherden, denen einmal jährlich ihr Winterfell geschoren wird. Der Großteil der Wolle stammt von riesigen Schafsherden aus Massentierhaltung in Australien, welche mehrmals jährlich geschoren werden und dabei mit großen Temperaturunterschieden (extreme Hitze vor der Schur, extreme Kälte danach) zu kämpfen haben, was immer wieder zu Todesfällen führt. Bei dem so genannten "Mulesing" werden den Schafen ohne Schmerzmittel große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz herausgeschnitten, damit die vernarbte Haut keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Auch wird die Schur maschinell vorgenommen, um möglichst viel Profit zu erwirtschaften, wobei den Schafen oft Schnittwunden zugefügt werden. Produzieren die Schafe nicht mehr genug Wolle, werden sie getötet.
Leder: Während die allgemeine Akzeptanz von Pelzprodukten gesunken ist, hält sich immernoch der Mythos, dass Leder bei der "Fleischproduktion" sowieso anfalle und damit die Haltung und Tötung der Tiere nicht unterstützt würde. Dies ist insofern falsch, da die Vermarktung des ganzen Tierkörpers die Haltung und Ausbeutung der Tiere besonders rentabel macht. Der Verkauf der Haut eines Tieres stellt bis zu 10% des kompletten "Wertes" dar, der mit der Schlachtung eines Tieres erwirtschaftet wird.


Grund Nr. 11: Tierversuche

  


Chemikalien, Umweltgifte, Arzneimittel und andere Stoffe werden durch Experimente an Tieren "getestet", um die daraus gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen zu übertragen. Beispiel: Javaneraffen werden über einen Schlauch, der den Tieren über den Mund oder die Nase bis in den Magen geschoben wird, eine Testsubstanz verabreicht. Je nach Giftigkeit des Stoffes kommt es bei den Affen zu schweren Leiden oder Schäden, die bis zum Tod führen können. Die Affen werden über einen bestimmten Zeitraum beobachtet und es werden Blutproben entnommen. Danach werden die Tiere getötet und ihre Organe seziert. Versuche wie diese werden in so genannten "Auftragslabors" durchgeführt, bei denen Firmen Tierversuche für jegliche Präparate, egal ob Haushaltsreiniger, Chemikalien, Kosmetik oder Medikamente testen lassen können. So gut wie alle Stoffe, mit denen Menschen in Berührung kommen könnten, wurden oder werden an Tieren getestet. Anhand der Ergebnisse am "Tiermodell" sollen Rückschlüsse auf die Wirkung beim Menschen gezogen werden. Jedoch lassen sich die Ergebnisse der Experimente - zusätzlich zu der moralischen Verwerflichkeit - wegen der vielfältigen anatomisch-physischen und psychischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier sowie zwischen Tieren untereinander nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen. Tierversuche bieten niemals eine Gewissheit dafür, ein sicheres Produkt in den Händen zu halten. 2009 starben in Deutschland 2.786.435 Tiere "offiziell" in Versuchslabors.


Grund Nr. 12: Zirkus


Den wenigsten Besuchern dürfte bewusst sein, welches Dasein Tiere im Zirkus fristen müssen, wenn der Vorhang fällt. In Käfigen eingepfercht verharren sie bis sie für die wenigen Minuten der Show in die Manege kommen. So wiederholt es sich von einem Auftrittsort zum nächsten. Tiere im Zirkus haben keine Möglichkeit, ihre natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnisse auszuleben. Viele Tiere in Gefangenschaft entwickeln Verhaltensstörungen - monotone Bewegungen, die durch Beschäftigungslosigkeit, Stress und Frustration entstehen. In den "Kunststücken" müssen die Tiere oft Verhalten zeigen, die in der Natur eigentlich nicht vorkommen - wenn etwa ein Tiger durch einen brennenden Reifen springt oder ein Affe auf Pferden reitet. Um die Tiere zu solchen Bewegungen zu führen, werden Verhaltensweisen ausgenutzt, zu denen sie sonst nur in Extremsituationen fähig sind. Während sie in der freien Wildbahn so auf eine Gefahr oder Bedrohung reagieren, haben die Tiere im Zirkus Angst vor Schmerzen, Futterentzug und der Trennung von anderen Tieren. Als Methode der Dressur gilt das Prinzip "Strafe und Belohnung". Dem können sich die Tiere während der gesamten Gefangenschaft nicht entziehen. Elektroschockgeräte, Metallhaken und Medikamente werden genutzt, um die Tiere gefügig zu machen und den Dompteuren zu unterwerfen. Viele Tiere erkranken und sterben unbemerkt von der Öffentlichkeit, weil die Ernährung unzureichend ist, die klimatischen Bedingungen schlecht sind, oder der Stress beim Transport zu hoch ist.


Grund Nr. 13: Wundervolle Tiere


Wusstest du, dass wenn man Puten einen Apfel in die Runde wirft, sie damit "Fußball" spielen? Wusstest du, dass Schweine träumen, in ihrer Intelligenz vergleichbar sind mit dreijährigen Kindern und dass sie wesentlich verspielter und schlauer sind als Hunde? Hühner schneiden in Wahrnehmungstests so gut ab wie Katzen, Hunde und sogar einige Primaten. Wenn sie sich frei bewegen dürfen, bilden sie Beziehungen aus und kümmern sich um ihren Nachwuchs. Kühe sind sanftmütige, gefühlsbetonte, soziale Tiere mit facettenreicher Persönlichkeit, die starke Familiengefüge pflegen - wenn man sie ihr natürliches Leben führen lässt. Fische kommunizieren untereinander und mögen Berührungen.
Marc Bekoff erforscht seit über 30 Jahren das Verhalten der Tiere an der University of Colorado und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Tiere in Schlachthäusern den Schmerz doppelt empfinden: Sie trauern um ihre Artgenossen und haben Angst vor ihrem eigenen Schicksal. Zu ihrem Leidwesen unterscheiden sich Tiere vor allem in Folgendem vom Menschen: Sie können sich uns nicht mitteilen. Genau wie Menschen werden Tiere von ihrer Umwelt geprägt und entwickeln eine entsprechende, individuelle Persönlichkeit.


Der größte Unterschied zwischen Nutztieren und Haustieren besteht darin, wie wir sie behandeln. Trotz der Tatsache, dass z.B. Kühe intelligente, empfindsame Geschöpfe sind, die Schmerz fühlen, wie wir, werden sie in der „modernen“ Landwirtschaft lediglich als „Wareneingang“ und „Warenausgang“ betrachtet.


Es ist an der Zeit, dass wir erkennen und respektieren, dass Tiere ihren eigenen Lebenszweck verfolgen, nämlich den der eigenen Existenz - die nicht gekoppelt ist an unsere Bedürfnisse zu essen, zu forschen und uns zu kleiden oder unterhalten zu werden. Wo steht geschrieben, dass der Mensch das Recht hat, Tieren ein Leben aufzuzwingen, vor dem sie davonlaufen würden, wenn sie könnten?


Du
ersparst mit einer veganen Ernährung über 100 Tieren im Jahr einen grausamen Tod!
Vegan zu leben, bedeutet nicht nur, im System von Ausbeutung und Leid nicht mehr mitzumachen, sondern einen aktiven Beitrag dazu zu leisten, die Welt Stück für Stück ein wenig besser zu machen. Jeder Einzelne von uns ist gefragt!


Nützliche und wichtige Links:
www.peta.de , www.aerzte-gegen-tierversuche.de , www.tierrechte.de , www.datenbank-tierversuche.de , www.savejapansdolphins.org , www.rezeptefuchs.de , www.veganwelt.de , www.laubfresser.de , www.rootsofcompassion.org , www.vegan-wonderland.de , www.vegan-total.de , www.alles-vegetarisch.de , www.veganladen.de , www.veganbasics.dewww.vegancandy.de , www.veganic.de , www.vegankombinat.de , www.ein-besseres-leben.de
Bücher:
Jonathan Safran Foer – Tiere essen , Kath Clemens – Vegan , Marc Pierschel – Vegan! , Marc Pierschel – Vegan lecker lecker! , Corina Gericke – Was sie schon immer über Tierversuche wissen wollten , Peter Singer – Die Befreiung der Tiere , Gill Langley – Vegane Ernährung , Kim Wonderland – Vegan Wondercakes ; alle Kochbücher von Attila Hildmann

 

 

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Kommentare (6)
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22.05.2011
Stoffie hat geschrieben:
wow super bericht! danke deby!
17.05.2011
deby90 hat geschrieben:
Vielen Dank für die positive Rückmeldung! =)
15.05.2011
Anais hat geschrieben:
@ MalteG: Auf das Bio-Siegel zu achten macht zwar Sinn, vor allem beim Fleisch - aber was HatTrick schon sagte, die wenigsten Produkte setzen wirklich das um, was man sich dadrunter vielleicht vorstellt und selbst wenn, ändert das nichts daran, dass es sich um Lebewesen handelt. Zu wenig Infos für Ernährungswechsel? Was willst du denn hören? Oben wurden ja bereits mehrere Quellen und Buchemfehlungen aufgezählt, aber ich würde dir sonst noch Earthlings empfehlen. Ich finde den ersten Teil eher durchschnittlich, aber die drauf folgende sind meiner Meinung nach durchaus ziemlich überzeugend. Kannst sie dir bei Gelegenheit ja mal anschauen ;)
-> http://www.youtube.com/watch?v=Tszu9twyEEo&feature=related
15.05.2011
HatTrick hat geschrieben:
Viel Bio ist mehr Schein als Sein. Aber es gibt auch Hersteller, welche Bioprodukte verkaufen und jeden Schritt ihrer Herstellungskette kontrollieren. Danke für den tollen, informativen Bericht!
15.05.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Bio is aber immer noch besser als normal!
Oder?
Ich hab auch schon überlegt Vegetarier oder Veganer zu werden, habe aber immer noch zu wenig Infos.
15.05.2011
Pandaholicc hat geschrieben:
Ich lebe selbst vegan und wusste eigentlich schon alles, aber es ist dennoch immer wieder aufs neue ein Schlag ins Gesicht sowas zu lesen. Danke für den Bericht! Ich hoffe, dass er hier einige anregt.
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