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© Alexei Ebel / WWF-Canon
1 Stadt, 2 Kontinente und Millionen streunender Katzen


von Friederike
08.01.2014
13 P
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 ISTANBUL, eine der wohl aufregendsten Städte Europas... Europas?! Moment, da war doch was! Istanbul ist weltweit die einzige Stadt die auf zwei Kontinenten zugleich liegt und damit Morgen- und Abendland verbindet. Einzig und allein ein schmaler Wasserstreifen trennt die beiden Erdteile. 

Obwohl der Sprung von Europa zum asiatischen Teil der Stadt (oder wohl eher die Überfahrt mit der Fähre) nicht weit ist, trennen es doch Welten. 

Im westlichen Teil Europas kennt man sie kaum noch. Aus Disney Filmen wie Aristocats kommen sie einem vage bekannt vor - die Straßenkatzen. Trompete und Gitarre spielend ziehen sie dort durch die Straßen Paris' und führen die adlige Katzenfamilie wieder in ihr trautes Heim. 

In der Realität haben aber viele Katzen kein "trautes Heim" in das sie jemand zurückführen kann. Selbst Swingey und Thomas O'Malley nicht. Hier werden sie landesweit mit Besen und lautem Klatschen von Treppen und Häusereingängen vertrieben. Niemand sieht sie gerne auf den Stufen im gepflegten Vorgaren "herumlüngeln" und vielleicht sogar den teuren Rhododendron der Tante 3. Grades anfressen. 

Die Wahrheit ist, dass streunende Katzen in vielen Teilen Europas vertrieben, gejadgt und teilweise sogar getötet werden. Wenn es ein auf der Straße geborenes Katzenjunges überhaupt schafft das Alter einer ausgewachsenen Katze zu erreichen, hat es ein hartes Leben vor sich. 

Essen finden, um das Essen kämpfen, um das Leben bangen. 

In der pulsierenden Stadt hat man sich dem Leid der Katzen (und nicht nur dieser, auch den Hunden und anderen "Straßentieren") angenommen und die Bevölkerung der Millionenstadt davon überzeugt, dass diese Tiere Hilfe und Rettung brauchen und nicht die harten Borsten eines Besens, der sie in die kalte Nacht schickt. 

Jede Stufe gefüllt mit einem Haufen an Katzenfutter. Die nahrhafte Sahne tropft die Treppen herunter und fließt über den Gehweg. Sofort ist eine riesige Ansammlung an Katzen vor Ort und jede isst so viel sie kann. Um Kämpfe zwischen den Katzen zu vermeiden, gibt es auf jeder Stufe jeweils rechts und links einen kleinen Berg Trockenfutter und die Sahne wird in kleinen Plastikjoghurtbechern abgefüllt. 

Glücklich und satt schlecken sich die Katzen die Mäulchen und lassen den Rest des Futtes für die nächsten. Sie wissen, sie können auch morgen wiederkommen. Es wird wieder Futter für sie dort liegen und kein einziges kleines Kätzchen muss befürchten, dass es nicht mehr als ein paar Monate alt wird. 

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Kommentare (8)
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10.01.2014
AliceimWunderland hat geschrieben:
Ich war über Weihnachten in der Nähe von Izmir( Türkei, drittgrößte Stadt) und überall waren Katzen und Hunde. Die Katzen saßen oft auf Mülleimer und suchten Fressen. Wir haben auch Hunde gesehen die sich als Nahrung eine Katze gefangen hatten.
Ich sehe aber auch ein großes Problem in der Vermehrung der Tiere, Lösungsvorschläge habe ich aber nicht..
09.01.2014
Lisa18 hat geschrieben:
Das sind echt super Nachrichten!! Ich finde es großartig, dass die Bevölkerung statt Besen ,den Katzen Futter gibt.
09.01.2014
Jayfeather hat geschrieben:
der erste schritt in die richtige richtung ist gemacht. aber füttern allein reicht nicht, denn dann werden sich die katzenn nur noch schneller vermehren. es müssen unbedingt kastrationsprojekte eingeführt werden. sonst bekommt man dieses Problem nie in den Griff. Wobei Katzen es da vlt noch etwas besser als Hunde haben, da sie wahrscheinlich selten Menschen anfallen und sie deshalb keine Gefahr sind. In Rumänien (ich glaub jedenfalls dass es da war^^) wurde letztens doch wieder die Tötung von Straßenhunden veranlasst weil sie (angeblich) einen kleinen Jungen getötet haben. Und auch kastrierte Hunde durften getötet werden!
09.01.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Ich finde den Artikel auch gut, da streunende Katzen ja in vielen Ländern zum Problem werden. Um diesem Problem ein wenig engegenzuwirken, würde ich eine Kastrationspflicht befürworten, da es dann weniger streunende Katzen gäbe.
09.01.2014
Himbaerchen hat geschrieben:
Was ich vergessen hab: Ich muss leider Sasha13 auch Recht geben :/ Die Vermehrung gerät außer Kontrolle und das ist nicht gut. Doch töten oder so? Nein, das ist auch falsch! Aber was dann..?
09.01.2014
Himbaerchen hat geschrieben:
Guter Bericht! Ich finde es ebenfalls super, dass sich die Menschen dort um die Katzen kümmern - irgendwo haben sie dann doch ein '' Zuhause '' :)
09.01.2014
Sasha13 hat geschrieben:
Danke für den schönen Artikel. Ich finde es auch gut, dass sich die Menschen um die Katzen kümmern, statt sie zu vertreiben oder sie gar zu töten. Aber was wird gegen die unkontrollierte Vermehrung der Katzen getan? Sie zu füttern ist leider nicht die endgültige Lösung, denn es werden ja immer mehr und das Problem damit immer größer.
09.01.2014
Leatrice hat geschrieben:
Ist das putzig!
Schöner Artikel und tolle Fotos von den Katzen. Und natürlich eine süße Idee, die Katzen zu füttern :)
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