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Die Versauerung der Weltmeere - Wenn Sterben unaufhaltsam wird


von RichardParker
05.09.2016
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Bald sind die Ozeane nicht mehr retten...noch sind sie es aber! Die Gefahr ist jedoch größer als je zuvor, dass uns die Situation uns aus den Händen gleitet...

Auf das Thema bin ich gekommen, durch einen Spiegel-Artikel und habe mich zum ersten Mal bewusst gefragt: Hey Lara, was passiert da eigentlich genau, wenn die Meere immer saurer werden? Offengestanden? Keine Ahnung.

Keine Ahnung zu haben ist aber brandgefährlich, denn ein Drittel des Menschen gemachten Kohlendioxids löst sich in den Ozeanen. Hier herrscht ein beständiger Gasaustausch, steigt der CO2 - Gehalt in der Luft tut er das auch in den oberen Schichten des Meeres. Die teilweise Reaktion zu Kohlensäure setzt Protonen frei, die den pH-Wert sinken lassen - das Meer wird sauer. Normalerweise geht läuft dieser Prozess so langsam ab, dass die Ozeanen sich selbst Abhilfe schaffen können. Kalk lagert sich schon sehr lange ab und blockt die Kohlensäure - hält den Säure-Base Haushalt im Gleichgewicht. Jetzt ist die Geschwindigkeit zu hoch, das Meer kann sich nicht mehr selber regenerieren.

Das hat fatale Folgen. Im Organismus von wirbellosen Organismen spielen sich ähnliche Lösungsprozesse ab und CO2 gelangt als Gas in die Zellmembranen. Es senkt den pH-Wert und stört den Säure-Base Haushalt. Es kommt zu Regulationsprozessen, beziehungsweise zu dem Versuch.

Die Toleranzgrenze von CO2 ist von Tierart zu Tierart unterschiedlich ausgeprägt. Fische beispielsweise haben eine hohe Toleranzgrenze, da sie sich bewegen, aktiv sind und größere Mengen an Bikarbonationen, dem wichtigsten Blutpuffer zum Ausgleich von pH-Schwankungen, speichern können. Entsprechend können inaktivere Tiere die Schwankungen schlechter ausgleichen. Bei Überschreitung der jeweiligen Grenze jedenfalls wird der Säure-Base Haushalt dauerhaft verändert. Das kann im schlimmsten Fall zum Tod einer ganzen Art führen.

Im Kohlenstoffkreislauf spielt eine Algenart einen ganz zentrale Rolle Emiliania huxleyi. Während ihres Wachstums verbraucht sie CO2, für die Bildung ihres Panzers entzieht sie dem Meerwasser Kalk. Dieses macht sie so lange, bis sie so schwer, ist dass sie unwiederbringlich in die Tiefen des Meeres sinkt. Durch die Versauerung wird genau das immer schwieriger, mehr Kohlenstoff bleibt in den oberen Wasserschichten und die Aufnahmefähigkeit von zusätzlichem CO2 aus der Luft sinkt merklich. Es bilden sich so genannte Todeszonen, Orte an denen es kaum noch Sauerstoff gibt und in denen Fische und andere Tiere nicht mehr überleben können. Acht Prozent des Meeres bilden bereits derartige Todeszonen.

Der erhöhte CO2 - Gehalt führt aber auch zu vermindertem Wachstum und Deformationen. Zur Erklärung: Bei Ebbe beispielsweise verlangsamen einige Organismen ihren Stoffwechsel um sich ihr Überleben zu sichern. Sind sie jedoch permanent CO2 ausgesetzt führt das zwangsläufig zu geringerem Wachstum und Konkurrenzstärke innerhalb eines Ökosystems. Deformationen insofern, dass Seesternen (denen die Fähigkeit gegeben ist ihre Arme zu regenerieren) in saurerem Wasser längere Arme wachsen, dafür aber die Muskulatur sich nicht richtig entwickelt. Bei den Embryos von Clownfischen vermindert es den Geruchssinn, genau den Sinn der den Tieren zur Orientierung dient. Generell gilt, Jungtiere und Embryos sind in viel höherem Maße gefährdet, als ausgewachsene Tiere.

Bis zu Ende des Jahrhunderts könnte der ph-Wert um weitere 0,4 Einheiten sinken. Noch können wir etwas tun, allzu lange sollten wir aber damit nicht mehr warten.

 

Informationsquellen:

Der Spiegel, 33. Ausgabe, 13.08.2016

http://worldoceanreview.com/wor-1/meer-und-chemie/ozeanversauerung/

 

Bildquelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Versauerung_der_Meere#/media/File:Mvey0290.jpg

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Kommentare (1)
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07.09.2016
RicoRubin hat geschrieben:
Was können wir tun?
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